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Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

Wirtschaftsdeputation bringt Positionspapier "Schlüssel zu Innovationen" auf den Weg – und beschließt neue Projekte

05.12.2018

In der heutigen Sitzung (5. Dezember 2018) der Deputation für Wirtschaft, Arbeit und Häfen wurden neben dem Positionspapier "Schlüssel zu Innovationen" zwei wichtige Fortführungen von Maßnahmenpaketen und die Förderung einer 3D-Druck-Testanlage auf den Weg gebracht. Die Maßnahmen sind bedeutend für die weitere Entwicklung Bremens als Innovationsstandort.

Die Industrie- und Innovationspolitik des Landes Bremen basiert gegenwärtig auf drei wesentlichen programmatischen Grundlagen: dem Masterplan Industrie, dem Innovationsprogramm 2020 und der Clusterstrategie 2020. Alle drei Bereiche sollen im Kontext der fortschreitenden Veränderungen der Wertschöpfungsprozesse und Innovationspotenziale und mit dem Blick auf die zukünftige europäische Förderperiode weiterentwickelt werden. Gleichzeitig werden das Maßnahmenpaket Innovationspolitik 2016-2020, des Bremer Luft-und Raumfahrt-Forschungsprogramm 2020 (LuRaFo) und das bereits im Oktober beschlossenen Programm "Bremen Digital 2019-2021" als direkte Umsetzungsmaßnahmen aus dem laufenden EFRE-Programm Bremen weiter finanziert werden.

Maßnahmenpaket Innovationspolitik geht in die nächste Förderphase
Die Umsetzung des Maßnahmenpakets Innovationspolitik konzentriert sich auf die "Steigerung der Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationleistungen in den bremischen Unternehmen". In dem Maßnahmenpaket werden sowohl Aktivitäten der Cluster-, Netzwerk- und Transferförderung als auch betriebliche Innovations- und Verbundprojekte umgesetzt.
Im Rahmen der zweiten Phase des Maßnahmenpakets sollen weiterhin insbesondere kleine und mittlere Unternehmen durch Projektförderungen bei der Erhöhung ihrer Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unterstützt werden.

Die vorgesehenen Mittel zur Umsetzung der zweiten Phase belaufen sich auf rund 6,3 Mio. Euro.

Zweite Förderphase für das "Bremer Luft- und Raumfahrtforschungsprogramm 2020"
Herausgelöst aus diesem Maßnahmenpaket zur Innovationspolitik wurde ebenso die zweite Förderphase für das "Bremer Luft- und Raumfahrtforschungsprogramm 2020" (LuRaFo) in der Deputation beschlossen. Die Luft- und Raumfahrtunternehmen am Standort Bremen bieten besondere Potentiale im Einsatz von Schlüsseltechnologien wie der additiven Fertigung (3D-Druck), Leichtbau, Automatisierung und dem Bereich der künstlichen Intelligenz. Um diese Synergien besser zu steuern, werden deshalb in der zweiten Phase des Programmes das Clustermanagement Luft- und Raumfahrt gemeinsam mit der Umsetzung des LuRaFo in einem Maßnahmenbündel zusammengefasst.

Seit 2016 konnten im LuRaFo bis jetzt sieben Projekte bewilligt werden. Mit der erfolgreichen Umsetzung der Projekte werden 45 Arbeitsplätze neu geschaffen und rund 60 Arbeitsplätze gesichert. Besonders im Kontext des EcoMaT (Center for Eco-efficient Materials & Technologies) führen die geförderten Projekte zu einer engeren Zusammenarbeit vor Ort. Zur Umsetzung der zweiten Förderphase des "Bremer Luft- und Raumfahrtforschungsprogramm 2020" werden rund 5,57 Mio. Euro durch den Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen freigegeben.

Förderung von Testanlage für 3D-Druck
In der Deputationssitzung wurde ebenfalls der Förderung einer Versuchsanlage zur Durchführung von Testverfahren im 3D-Druck zugestimmt. Die Anlage soll unter Federführung des Leibniz-Instituts für Werkstofforientierte Technologien, IWT, im EcoMaT entstehen und bildet einen wichtigen Eckpfeiler in der Bremer Innovationspolitik.
Die additive Fertigung – oder auch "3D-Druck" – vereint zentrale Aspekte der Industrie 4.0 und dem Leichtbau, sie ist somit eine Schlüsseltechnologie für die industrielle Produktion in Bremen. Durch additive Fertigungsverfahren können neuartige Bauweisen ermöglicht werden.

Die Gesamtkosten für die neue Testanlage belaufen sich auf rund eine Million Euro. Das IWT wird sich dabei mit einem Eigenbeitrag von 100.000 Euro einbringen. Die verbleibenden 900.000 Euro werden durch den Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen aus Mitteln des bremischen EFRE-Programms für "Auf- und Ausbau anwendungsnaher FuE-Einrichtungen" finanziert.

"Der Wirtschaftsstandort Bremen setzt seine positive wirtschaftliche Entwicklung fort und die vom Senat verfolgte Innovations- und Industriepolitik leistet dazu einen wesentlichen Beitrag. Das Positionspapier "Schlüssel zu Innovationen" bildet dabei für uns die Grundlage für weitere Erarbeitung und Abstimmung einer "Strategie für Industrie und Innovation im Land Bremen 2030". Mit den weiteren Förderphasen der Programme und der Förderung der 3D-Druck-Testanlage fokussieren wir die Innovationskraft zentraler Schlüsseltechnologien, die für die weitere Entwicklung der industriellen Cluster – Luft- und Raumfahrt, Windenergie und Maritime Wirtschaft und Logistik – von enormer Bedeutung sind", zeigt sich Senator Martin Günthner erfreut.

Im Download:
Das Positionspapier „Schlüssel zu Innovationen“ Auftakt zur „Strategie für Industrie und Innovation Land Bremen 2030“ zum PDF-Download (pdf, 1.4 MB)