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Die Senatorin für Kinder und Bildung

Projekttag am Schulzentrum Rübekamp: Über den Umgang mit dem Nahostkonflikt

09.02.2024

In 19 verschiedenen Workshops haben sich Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums Rübekamp in Walle/Gröpelingen am gestrigen Donnerstag (8. Februar 2024) während eines Projekttags mit dem Nahostkonflikt beschäftigt. Die Schule hatte verschiedene externe Fachleute geladen, darunter Islamwissenschaftler Hazim Fouad und die Wissenschaftlerin Weysi Ciya von der Hebrew Uni in Jerusalem sowie die Vorsitzende der Bremer Friedensstiftung 'die schwelle', Anette Klasing.

Die Senatorin für Kinder und Bildung, Sascha Karolin Aulepp, hielt zur Eröffnung des Projekttages zum Nahost-Konflikt ein Grußwort.  Foto: Danielle Kleisch/Fotoarchiv SKB-Bremen
Die Senatorin für Kinder und Bildung, Sascha Karolin Aulepp, hielt zur Eröffnung des Projekttages zum Nahost-Konflikt ein Grußwort. Foto: Danielle Kleisch/Fotoarchiv SKB-Bremen

In ihrem Grußwort lobte die Senatorin für Kinder und Bildung, Sascha Karolin Aulepp, das Engagement der Schulgemeinschaft: "Ich bin richtig stolz darauf und voller Bewunderung, dass und wie Sie sich einem Thema, einem Konflikt widmen, von dem Sie wissen, dass es aufwühlt, dass es hochemotional diskutiert wird und in dem unterschiedliche Auffassungen vehement vertreten werden. Das ist großartig, weil es gerade deshalb so wichtig ist, in sachlicher Atmosphäre die verschiedenen Aspekte zu beleuchten."

Nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hatte das Kollegium des Schulzentrums Rübekamp in Walle-Gröpelingen entschieden, mit dem Konflikt proaktiv umzugehen und die Deutungshoheit nicht dem Zufall zu überlassen. Direktor Börje Horn dazu: "Wir konnten uns schlecht vorstellen, 'einfach so weiter Schule' zu machen. Vor dem Hintergrund radikalisierender Ereignisse nach diesem Angriff erschien es uns unerlässlich, hier mit unseren Schülern bewusst einen anderen, differenzierteren und zielführenden Umgang mit einem Ereignis wie diesem zu pflegen" Bereits im Herbst 2023 wurden deshalb an der Schule verschiedene Themenfelder des Konflikts beleuchtet, auch die Rolle der Medien. Am gestrigen Donnerstag konnten die Schülerinnen und Schüler aus 19 Workshops wählen, die durch Lehrkräfte, teilweise in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern des Rübekamp, aber auch externe Referenten gestaltet wurden.

Ivesa Lübben, Vizepräsidentin der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft, beispielsweise gab mit ihrem Workshop "Flucht und Vertreibung" einen Einblick in die Situation der Geflüchteten in Flüchtlingslagern. Der Politikwissenschaftler Till Schmidt berichtete von seinen persönlichen Eindrücken aus dem Land Israel und die dort vorherrschende politische Situation. Der Kunst-Workshop "Quynh Quach" hingegen bot einen Raum, sich gemeinsam mit den Emotionen auseinanderzusetzen, die die politischen Ereignisse auslösen.

Direktor Börje Horn ist sich sicher, dass der Projekttag ein Erfolg war. Den Schülerinnen und Schülern sei schon in der Vorbereitung klar geworden ist, dass die Bewertung der Ereignisse nicht holzschnittartig erfolgen kann und es erst recht keine einfachen Lösungen gibt. Damit sei das Ziel der Initiative erreicht, nämlich Schülerinnen und Schüler zu eigenständigem, kritischen Denken anzuregen.

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Patricia Brandt, Pressesprecherin der Senatorin für Kinder und Bildung, Tel.: (0421) 361-2853, E-Mail: patricia.brandt@bildung.bremen.de