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Corona-Impfbeginn in Bremen erfolgt

Bis zu 500 Impfungen alleine am ersten Tag geplant

27.12.2020
Alice Oeßelmann (85) wird als erste Bremerin gegen das Coronavirus geimpft. Foto: Lukas Fuhrmann
Alice Oeßelmann (85) wird als erste Bremerin gegen das Coronavirus geimpft. Foto: Lukas Fuhrmann

Am heutigen Sonntag (27. Dezember 2020) ist europaweit der Impfbeginn gegen das Corona-Virus erfolgt. Auch in Bremen wurden bereits die ersten Impfungen durchgeführt. Als erste Bremerin wurde die 85-jährige Alice Oeßelmann in einer Pflegeeinrichtung in Bremen-Findorff geimpft. Insgesamt sind heute in der Stadtgemeinde Bremen bereits 14 Impfteams unterwegs, die in insgesamt sechs Pflegeeinrichtungen sowohl Bewohnerinnen und Bewohner, als auch Beschäftigte impfen. Bereits im Vorfeld wurden alle Personen in den Einrichtungen über die Möglichkeit der Impfung informiert und auch vor Ort erneut aufgeklärt.

Vor der Pflegeeinrichtung in Findorff informierten sich Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard und Sozialsenatorin Anja Stahmann über die ersten erfolgten Impfungen. Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard freut sich über den erfolgten Impfbeginn: "Die Impfungen sind bei der Bewältigung der Pandemie ein wichtiges Instrument, das uns jetzt endlich zur Verfügung steht. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit den Impfungen in den Pflegeeinrichtungen in den kommenden Wochen die Gefahr, gerade für die älteren Menschen, deutlich senken können.“ Die mobilen Impfteams werden in der kommenden Woche bis einschließlich Silvester rund 2000 Personen in Bremer Pflegeeinrichtungen impfen: 1300 Bewohnerinnen und Bewohner und 600 Beschäftigte. "Ich danke der Johanniter Unfallhilfe und dem Deutschen Roten Kreuz, die die mobilen Impfteams stellen, für ihren Einsatz und ihre Unterstützung! Bevor die mobilen Teams heute Vormittag starten konnten, wurden selbstverständlich alle Beteiligten mit Schnelltests getestet. Alle Tests waren negativ und somit konnten die Teams dann starten", so Claudia Bernhard.

In der Pflegeeinrichtung in Bremen-Findorff wird der Impfstoff aufgezogen. Foto: Lukas Fuhrmann
In der Pflegeeinrichtung in Bremen-Findorff wird der Impfstoff aufgezogen. Foto: Lukas Fuhrmann

Bürgermeister Andreas Bovenschulte hebt ebenfalls die Wichtigkeit der Impfungen hervor: "Dass wir heute, noch im Jahr 2020, mit den Impfungen beginnen konnten, ist ein Zeichen der Hoffnung. Wir können mit Zuversicht in das neue Jahr starten. Wir sind heute mit 14 mobilen Teams gestartet und haben voraussichtlich Ende des Jahres unsere erste Charge verimpft. Das ist eine großartige Leistung, für die ich mich bei allen Beteiligten bedanke. Es zeigt aber auch: Wir brauchen unbedingt mehr Impfstoff, damit alle Menschen zeitnah geimpft werden können."

Sozialsenatorin Anja Stahmann hebt die Bedeutung der Impfung für ältere Menschen hervor: "Die Impfung ist nicht nur der medizinische Schutz vor der Infektion, sie wird darüber hinaus dazu beitragen, dass das soziale Leben für viele ältere Menschen auf mittlere Sicht wieder etwas bunter wird", sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann. Das gelte zunächst natürlich in den Einrichtungen der Altenpflege, werde mit späteren Schritten der Impfkampagne aber für sehr viel mehr Menschen gelten. Auf Masken, Abstandsregelungen und die Tests könne vorerst zwar noch nicht verzichtet werden. Dennoch erwartet die Senatorin mittelfristig wieder mehr Kontakte mit und unter älteren Menschen, "einfach, weil die Furcht vor einem schweren Verlauf der Infektion nachlassen wird".

In den kommenden Wochen sollen in Bremen zuerst Bewohnerinnen und Bewohner sowie Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen geimpft werden. Zuerst steht dafür nur eine begrenzte Zahl an Impfdosen zur Verfügung. "Wir rechnen zwar in den kommenden Wochen fortlaufend mit Lieferungen des Impfstoffs, aber noch nicht mit ausreichenden Mengen für alle Bremerinnen und Bremer. Deswegen richten wir unseren Fokus zu Beginn auf jene, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19 Erkrankung haben", erklärt Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard. Erst nachdem in den Pflegeeinrichtungen geimpft wurde, werden weitere Personengruppen ein Impfangebot erhalten können. "Es wird noch einige Monate dauern, bis wir einem großen Teil der Bevölkerung ein Impfangebot machen können. Von daher müssen weiterhin Abstandsregelungen, Hygienemaßnahmen und das Tragen von Masken beachtet werden."

Im Video ist die Impfung von Alice Oeßelmann zu sehen.

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