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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Anja Stahmann empört über Anschlag auf Ausstellung jüdischer Sportler

Zwei Figuren am Jahrestag der Pogromnacht in Bochum zerstört / Ausstellung war zur Sportministerkonferenz 2019 auch in Bremerhaven

13.11.2020

Mit äußerster Empörung hat Bremens Sportsenatorin Anja Stahmann auf den Anschlag in Bochum auf eine Wanderausstellung zur Geschichte jüdischer Sportlerinnen und Sportler im nationalsozialistischen Deutschland reagiert. Zwei Figuren der Ausstellung, die zur Sportministerkonferenz im November 2019 auch in Bremerhaven zu sehen war, sind in der Nacht vom 9. auf den 10. November 2020 in Bochum stark beschädigt worden. Die Kulturstiftung des Deutschen Fußballbundes, auf deren Initiative die Ausstellung im Jahr 2015 entstanden war, geht von einem antisemitischen Hintergrund aus. "Dieser Übergriff am Jahrestag der Reichspogromnacht macht mich fassungslos“, sagte Anja Stahmann, amtierende Vorsitzende der Konferenz der Sportministerinnen und -minister. „Hier tritt eine Gesinnung zutage, der unsere Gesellschaft mit aller Entschiedenheit entgegentreten muss." Die Ausstellung solle dazu beitragen, „die Erinnerung an die Gräuel des Nationalsozialismus lebendig zu halten“. Der Anschlag stelle unter Beweis, wie notwendig das bis heute sei.

Mit überlebensgroßen Silhouetten erinnert die Ausstellung an das Leben, die Erfolge und die Verfolgung von 17 herausragenden Sportlerpersönlichkeiten im nationalsozialistischen Deutschland – Nationalspieler, Welt- und Europameister, Olympiasieger und Rekordhalter, die zu den gefeierten Idolen ihrer Zeit zählten. "Anhand ausgewählter Porträts macht die Ausstellung das große Verdienst jüdischer Sportlerinnen und Sportler für die Entwicklung des modernen Sports in Deutschland sichtbar", hatte Senatorin Stahmann zur Eröffnung im Deutschen Auswandererhauses in Bremerhaven gesagt. "Als Juden wurden diese Frauen und Männer während der NS-Zeit aus ihren Sportvereinen ausgeschlossen, und Titel wurden ihnen aberkannt. Etliche wurden deportiert, viele haben im finstersten Kapitel deutscher Geschichte in den Konzentrationslagern ihr Leben gelassen."

Näheres zu der Ausstellung des Zentrums deutsche Sportgeschichte finden Sie unter anderem hier.

Dr. Berno Bahro
Zentrum deutsche Sportgeschichte e. V.
Gribenowstr. 21
10435 Berlin
Tel.: 0175-1407470
E-Mail: bernobahro@zentrum-deutsche-sportgeschichte.de
www.zentrum-deutsche-sportgeschichte.de