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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

5G-Modellregion "A27 Bremen-Niedersachsen" wird gefördert

Kooperation von Bremen, Bremerhaven, Cuxhaven und Osterholz erhält 100.000 Euro Konzeptförderung für die Entwicklung einer 5G-Modellregion

19.12.2019

Die Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven sowie die Landkreise Cuxhaven und Osterholz erhalten als Kooperationsverbund eine Konzeptförderung von 100.000 Euro im Rahmen eines Wettbewerbs im 5G-Innovationsprogramm zur Entwicklung einer 5G-Modellregion "A27 Bremen-Niedersachsen".

Das 5G-Innovationsprogramm geht auf die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung beschlossene 5X5G-Strategie zurück und soll die Erprobung von 5G-Anwendungen unter realen Bedingungen ermöglichen. Ziel der ausgelobten Konzeptförderung ist es, Projektideen zu entwickeln, die 5G-Anwendungen in der Region erproben und erforschen. Auf diese Weise sollen potenzielle Nachfrager und Anbieter von innovativen 5G-Mobilfunklösungen zusammengeführt und die Potenziale des 5G-Mobilfunks vor Ort sichtbar gemacht werden.
Besonders herausragende Konzepte können in einem zweiten Schritt mit einer Umsetzungsförderung in 2020 und 2021 prämiert werden.

Der Zuwendungsbescheid wurde heute (19.12.2019) in Berlin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur von Hans-Georg Tschupke (vorne links), Abteilungsleiter bei der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, und in Anwesenheit von Staatssekretärin Sarah Ryglewski (2.v.l.), Elisabeth Motschmann (Mitte, Bremer MdB) und Bundesverkehrsminister Scheuer (2.vr.) entgegengenommen, jpg, 84.5 KB
Der Zuwendungsbescheid wurde heute (19.12.2019) in Berlin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur von Hans-Georg Tschupke (vorne links), Abteilungsleiter bei der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, und in Anwesenheit von Staatssekretärin Sarah Ryglewski (2.v.l.), Elisabeth Motschmann (Mitte, Bremer MdB) und Bundesverkehrsminister Scheuer (2.vr.) entgegengenommen

Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt: „Ich sehe in der ausgelobten Konzeptförderung ein großes Potenzial, 5G-Anwendungen zu entwickeln, die auf die Erfordernisse der jeweiligen Regionen und damit auf die konkreten Bedürfnisse der dort lebenden Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen ausgerichtet sind. Die Kombination von städtischen und ländlichen Regionen im Projekt ermöglichen eine große Bandbreite an Pilotvorhaben mit Wirtschaft und Wissenschaft.“

Im Wege der länderübergreifenden Zusammenarbeit über das Anfang 2019 gegründete gemeinsame Breitbandzentrum Niedersachsen-Bremen (b|z|n|b) entstand die Initiative einer Bewerbung auf den 5X5G-Wettbewerb im Rahmen des nunmehr gestarteten 5G-Innovationsprogramms der Bundesregierung. Zusammen mit der Stadtgemeinde Bremerhaven, den Landkreisen Cuxhaven und Osterholz und mit Unterstützung des Breitbandzentrum Niedersachsen Bremen sowie der Universität Bremen wurde eine gemeinsame Bewerbung erarbeitet und von der Stadtgemeinde Bremen eingereicht.
Peer Beyersdorff, Geschäftsführer des Breitbandzentrums Niedersachsen-Bremen, sieht diese gemeinsame Initiative als einen ersten schönen Erfolg der länderübergreifenden Zusammenarbeit des (b|z|n|b).

Das vorgeschlagene 5G-Modellprojekt A27 Bremen-Niedersachsen umfasst die Konzeptionierung für den Aufbau und die Evaluation verschiedener Anwendungen und Technologien in ausgewählten Ausbauschwerpunkten entlang der Regionen der Autobahn A27.

Das Gebiet zeichnet sich insbesondere durch den Übergang von städtischen zu sehr ländlich geprägten Regionen aus, die neben Industrie- und Hafengebieten, Logistik in der Fläche, als auch durch Landwirtschaft, Freizeit- und Tourismusangebote charakterisiert sind. Neben dem direkten Übergang von Stadt und Land ist vor allem auch die Nordseeküste und die Außenweser eine Besonderheit der vorgeschlagenen 5G-Modellregion.

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Die Autobahn A27 versteht sich hierbei als Hauptverbindungsader zwischen den urbanen und ländlich geprägten Gebieten dieser Region, die täglich von vielen Menschen im privaten und beruflichen Umfeld genutzt wird.
Bernd Lütjen, Landrat des Landkreises Osterholz betont, dass es bis zu einem flächendeckenden Ausbau von 5G noch ein sehr weiter Weg sei, wenn man bedenke, dass es auch im Bereich von 2G und 4G deutschlandweit noch erhebliche Lücken gebe. „Dennoch ist es wichtig, bereits frühzeitig Praxiserfahrungen zu sammeln, um gut vorbereitet zu sein“, so Lütjen.
Die Anwendungen sollen später im Sinne eines Schaufensters vorgestellt und für interessierte Menschen erfahrbar gemacht werden.

Kai-Uwe Bielefeld, Landrat des Landkreises Cuxhaven, sieht im Erfolg des Kooperationsverbundes die Möglichkeit im Zukunftsfeld 5G, die für uns wichtigen Anwendungsbereiche Tourismus, Industrie, Hafen und Logistik, Landwirtschaft und Rettungswesen schon frühzeitig bei uns zu testen und interessierten Menschen zu vermitteln.

Mit der Einrichtung von regionalen 5G-Testgebieten als Modellprojekte können nicht nur die technischen Aspekte frühzeitig erprobt werden, vielmehr können durch 5G-Pilotprojekte bedeutende Kenntnisse gewonnen werden, wie die 5G-Services z. B. von den beteiligten Unternehmen in neue Geschäftsmodelle für zentrale Anwendungen umgesetzt werden können, sodass in Summe ein möglichst großer Nutzen für eine Digitale Gesellschaft erreicht werden kann.

Es gilt die Vielfältigkeit der Anforderungen von sehr hohen Datenraten, der massiven Kommunikation von vielen kleinen Datenpaketen oder auch dem Anspruch von sehr hoher Zuverlässigkeit und kurzen Reaktionszeiten in einem realen Umfeld mit realen Anwendungspartnern auszuprobieren und die Nutzungspotenziale herauszuarbeiten.

So können beispielsweise Unternehmen mit lokalen Anwendungspartnern kooperieren, um die Erfahrungen über die technischen Möglichkeiten und Nutzen auszutauschen. Abhängig vom konkreten Anwendungsbeispiel können solche Schaufenster ebenso interessant zum Ausprobieren und zur allgemeinen Information für Bürger*innen aller Altersklassen sein.

Foto: Büro Sarah Ryglewski

Ansprechpartner für die Medien:
Kai Stührenberg, Pressesprecher bei der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, Tel.: (0421) 361-59090, E-Mail: kai.stuehrenberg@wah.bremen.de