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Die Senatorin für Finanzen

Verkauf des Hartmannstiftes gescheitert - Investor sagt Immobilien Bremen nach intensiven Verhandlungen ab

07.12.2018

Die Verkaufsverhandlungen über das ehemalige Hartmannstift in Bremen-Vegesack haben zu keinem positiven Ergebnis geführt. Immobilien Bremen hatte in den vergangenen Monaten intensive Gespräche mit einem möglichen Investor geführt, der sich nun aus dem Projekt zurückgezogen hat.

Das frühere Krankenhausgebäude steht seit mehreren Jahren zum Verkauf. Im Mai 2015 war eine zweite Ausschreibung veröffentlicht und mit dem Einreichen von Nutzungskonzepten verbunden worden. Im Fokus standen dabei neben der Preisvorgabe gemäß Verkehrswert unter anderem städtebauliche Anforderungen sowie die Berücksichtigung sozialer Aspekte. So war eine Quote von 25 Prozent zu errichtender Sozialwohnungen festgelegt worden.

Gefordert war zudem ein Sanierungskonzept für das einstige Klinikgebäude, das der Unternehmer Wilhelm Hartmann 1885 als Krankenhaus für Vegesack gestiftet hatte und bis 1988 als Frauenklinik des Zentralkrankenhauses Bremen-Nord genutzt wurde. Danach diente das Anwesen, zu dem ein rund ein Hektar großes Grundstück gehört, bis 2010 als Dienstsitz des Bauamtes Bremen-Nord. Zuletzt waren dort Flüchtlinge aus Krisenregionen untergebracht.

Nach erfolgter Ausschreibung hatte Immobilien Bremen die eingegangenen Nutzungskonzepte gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Bauamtes Bremen-Nord und des Ortsamts sowie des Beirats Vegesack bewertet. Im Anschluss folgten erste Gespräche mit einem Bremer Investor. Nach weiteren, zeitlich ausführlichen Verhandlungen wurde das eingereichte Nutzungskonzept mehrfach durch das Unternehmen modifiziert und in zwei Sitzungen des Gestaltungsgremiums beim Senator für Umwelt, Bauen und Verkehr (SUBV) eingehend erörtert. Vorgesehen waren u.a. die Umgestaltung des Altbaus sowie der Bau von rund 66 Wohneinheiten.

Trotz der bereits sehr weit gediehenen Gespräche kam es jetzt zur Absage durch den Investor, der auf die derzeit schwierigen Rahmenbedingungen für die Immobilienbranche verwies. Das Investitionsvolumen für das Projekt sei beachtlich, zumal die Baupreise ständig ansteigen. Auch die mit einer Altbausanierung beinhalteten Risiken wurden als hoch bewertet. Dies stehe für den Investor in einem nicht vertretbaren Verhältnis zu den wirtschaftlichen Erfolgsaussichten.

Die Stadtgemeinde Bremen wird sich nunmehr mit der weiteren Verwertung des Hartmannstifts auseinandersetzen.

Rückfragen an:
Peter Schulz – Pressesprecher Immobilien Bremen, Tel. 0151 – 1255 8348