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Der Senator für Inneres

Polizeipräsident Professor Eckard Mordhorst gestorben

17.01.2009

Polizeipräsident Professor Eckard Mordhorst ist in den Morgenstunden des 17. Januar gestorben. Er erlag den Folgen einer schweren Herzerkrankung. Diese Nachricht wurde mit tiefer Betroffenheit vom Senator für Inneres und der Kollegenschaft aufgenommen. Die Anteilnahme gilt jetzt Frau Mordhorst und den Kindern.

In einer ersten Würdigung hob der Senator für Inneres und Sport, Ulrich Mäurer, die Leistungen des Präsidenten hervor: „Sein besonderes Anliegen war es, die Polizei in der Mitte der Gesellschaft zu verankern und ihre Bürgernähe zu fördern. Dies ist ihm in hervorragender Weise gelungen und zeichnet sein Lebenswerk aus. Schwerpunkt seiner Arbeit war neben der Kriminalitätsbekämpfung die Prävention, für die er sich mit großem Engagement auf polizeilicher, aber auch auf politischer Ebene eingesetzt hat. Professor Mordhorst hat sein Amt nicht nur als Beruf aufgefasst, sondern er hat es gelebt. Er war sowohl für seine Kolleginnen und Kollegen, wie auch für die politische Führung ein äußerst loyaler Partner, der immer nach optimalen Lösungen suchte und beharrlich die Prinzipien einer zivilen Polizei vertrat.“

Polizeidirektor Lutz Müller, der Stellvertreter des Präsidenten, würdigte besonders den kooperativen Führungsstil des Verstorbenen. „Eckard Mordhorst hat nicht nur große Verdienste um die Polizei erworben, er hat immer auch großen Wert auf einen menschlichen Umgang nach innen und nach außen gelegt. In seiner Führungsrolle ist er immer auch Kollege geblieben. Ich habe großen Respekt vor seiner Lebensleistung.“

Der Personalratsvorsitzende Harry Kuck erklärte: „Angesichts der zunehmende Herausforderungen an die Arbeit der Polizei hat der Personalrat einen sehr engen Dialog mit dem Präsidenten geführt. Diesen habe ich in der Sache immer als sehr konstruktiv empfunden. Eckard Mordhorst war für den Personalrat ein engagierter, aber stets fairer Verhandlungspartner, für den der menschliche Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen im Vordergrund stand.“


Der gelernte Flugzeugbauer Prof. Eckard Mordhorst stand seit dem Jahr 2001 an der Spitze der Polizei Bremen. Der Ehemann und Vater von zwei erwachsenen Kindern wurde am 21. September 1946 geboren. Nachdem er seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr abgeleistet hatte, trat er am 1. April 1970 als ‚außerplanmäßiger Kriminalmeister’ seinen Dienst bei der Bremer Polizei an. Eckard Mordhorst war zunächst mehrere Jahre in der Mordkommission tätig und kehrte, nachdem er den Lehrgang für den gehobenen Polizeivollzugsdienst 1978 absolviert hatte, dorthin zurück. Die Ausbildung für den höheren Polizeivollzugsdienst an der Polizei-Führungsakademie in Hiltrup schloss er 1986 erfolgreich ab. Bevor er 1991 als Referent zum Senator für Inneres wechselte, leitete Eckard Mordhorst verschiedene Inspektionen innerhalb der Kriminalpolizei. Als Referent entwickelte er u. a. das polizeiliche Rauschgiftbekämpfungskonzept, das bis heute noch Grundlage für die Bekämpfung des offnen Drogenhandels ist. Im Februar 1993 übernahm er die Leitung der Kriminalpolizei und fungierte als stellvertretender Polizeipräsident. Der Leitende Kriminaldirektor engagierte sich mehrere Jahre im Vorstand des „Weißen Ring“ und lehrte an der Hochschule für öffentliche Verwaltung. Auch nach seiner Ernennung zum Polizeipräsidenten übte er weiterhin seine Dozententätigkeit an der Hochschule aus und wurde 2002 zum Professor berufen.