Sie sind hier:
  • Innensenator Kuno Böse: „Kinder müssen auch auf der Fahrt in den Urlaub immer angeschnallt sein“

Der Senator für Inneres

Innensenator Kuno Böse: „Kinder müssen auch auf der Fahrt in den Urlaub immer angeschnallt sein“

21.05.2002

Anlässlich der heutigen Pressekonferenz zur Vorstellung des Aktionstages „Urlaubsfit? Kid fährt mit“ dankte der Bremer Senator für Inneres, Kultur und Sport, Dr. Kuno Böse,den zahlreichen Initiatoren für Ihr Engagement. „Der Aktionstag am 1. Juni auf dem Ansgarikirchhof bietet allen Bremerinnen und Bremern eine hervorragende Möglichkeit, sich über eine für Eltern und Kinder abwechslungsreiche, stressfreie und sichere Fahrt in den Urlaub zu informieren. Gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Verkehrsunfallzahlen sollte das Thema ‚Kinder im Auto‘ sehr ernst genommen werden.“

Im vergangenen Jahr verunglückten 42.732 Kinder im Straßenverkehr, 228 davon tödlich. In Bremen gab es im vergangenen Jahr keine im Straßenverkehr getöteten Kinder. 36 Prozent der im Jahr 2001 im Straßenverkehr verunglückten Kinder (15.192) und 40 Prozent der dort gestorbenen Kinder (93) waren Mitfahrer im PKW. Häufigste Ursache für die schweren und tödlichen Verletzungen waren nach Auskunft von Bremens Innensenator Dr. Kuno Böse, „nicht angelegte oder schlecht angepasste Rückhaltesysteme.“ Stichproben durch die Bremer Polizei, die im Jahr 2001 vor verschiedenen Bremer Schulen durchgeführt wurden, ergaben, dass fast jedes dritte Kind im Auto völlig ungesichert oder nicht richtig angeschnallt war. „Bereits ab einer Geschwindigkeit von 30 km/h werden bei einer Vollbremsung solche gewaltigen Kräfte frei, dass sich niemand mehr festhalten oder abstützen kann,“ ergänzte Innensenator Kuno Böse. „Ebenso ist es ein verhängnisvoller Irrtum, dass die Vordersitze das Kind bei einem Aufprall auffangen würden. Das Kind wird vielmehr schräg nach oben katapultiert und prallt auf den Vordermann.“

Die rechtliche Situation ist eindeutig, die Pflichten für die Besetzung des PKW gemäß § 23 Abs. 1 StVO haben die Fahrer wahrzunehmen, besonders wenn die Einsichtsfähigkeit der Kinder fehlt. „Die Anschnallpflicht muss wieder stärker in das Bewusstsein der Autofahrer gerückt werden,“ forderte Dr. Böse und ergänzte, “Eltern müssen prüfen, ob ihr Kind während der Fahrt angeschnallt bleibt.“ Auch für die Umsetzung dieser Pflichten bietet der Aktionstag „Urlaubsfit? Kid fährt mit“ Tipps und Anregungen.