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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

„Innovative Ansätze in der Altenpflege umgesetzt“

19.10.2005

Senatorin Röpke würdigt 30-jähriges Bestehen des Hauses Kattenesch der Bremer Heimstiftung

Am 20. Oktober 1975 zogen die ersten Bewohner in das neue Haus Kattenesch der Bremer Heimstiftung ein. 30 Jahre später, am 20. Oktober 2005 (Donnerstag) um 14 Uhr, wird Sozialsenatorin Karin Röpke an die Geschichte der Einrichtung erinnern und die sechs neuen Wohnküchen des Hauses eröffnen. Interessierte Bürger haben von 16 bis 19 Uhr die Möglichkeit, das Wohn- und Pflegeheim an der Alfred-Faust-Straße 115, das rund 150 Seniorinnen und Senioren ein gemütliches Zuhause bietet, unter fachkundiger Leitung zu besichtigen.


Am 3. April 1974 hatte Annemarie Mevissen, die damalige Bürgermeisterin und Senatorin für Soziales, Jugend und Sport, den Grundstein für das „Altenwohnzentrum Kattenesch“ gelegt. Ein bewusst gewählter Standort, denn im Stadtteil gab es keine vergleichbare Einrichtung, wohl aber großen Bedarf an Wohn- und Pflegeplätzen für ältere Mitbürger. 12 Millionen Mark waren für den Bau veranschlagt worden; an den Kosten beteiligten sich neben dem Land Bremen und dem Bund auch das Deutsche Hilfswerk und die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte.


Es entstanden 52 Appartements für rüstige Senioren sowie 156 Plätze für Pflegebedürftige. 10 weitere Appartements waren für körperbehinderte Menschen aller Altersstufen vorgesehen. Eine hydrotherapeutische Abteilung mit einem Bewegungsbad, ein Dienstleistungszentrum sowie Räume für Gymnastikkurse und Hobbygruppen komplettierten die Einrichtung.


Seit 1994 ist das Haus Zug um Zug modernisiert und an aktuelle Anforderungen angepasst worden. Das defekte Schwimmbad wurde in einen Betreuungsraum für dementiell betroffene Bewohnerinnen und Bewohner umgewandelt. Es entstanden zudem drei Praxen für Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie, die auch die Bewohner des Stadtteils versorgen. 2003 wurde der große Speisesaal zu einem öffentlichen Restaurant namens „Bremer Süden“ umgebaut.


In einem weiteren Schritt konnten die bestehenden Doppelzimmer in komfortable Einzel-Appartements umgebaut werden, in denen heute insgesamt 89 Seniorinnen und Senioren leben. Parallel dazu wurden die Betreuungsbereiche durch sechs Hausgemeinschaften mit Wohnküchen ersetzt, in denen die Bewohner ganz nach Wunsch Gesellschaft finden, sich an der Hausarbeit beteiligen oder einfach nur ein Schwätzchen halten können.


In den unterschiedlich gestalteten, etwa im friesischen, rustikalen oder mediterranen Stil eingerichteten Wohnküchen wird auch das Mittagessen gekocht, wobei die „Alltagsbegleiter“ zu wichtigen Bezugspersonen für die Bewohner werden. Sie gestalten den Tag, organisieren die Mahlzeiten und stehen als ständige Ansprechpartner zur Verfügung.


Mit den neuen Wohnküchen, die pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum des Hauses fertig geworden sind, setzt die Bremer Heimstiftung nach Auffassung von Senatorin Karin Röpke eine „äußerst erfreuliche Entwicklung in der Altenpflege“ fort: „Ich bin wirklich stolz darauf, dass in den Einrichtungen der Heimstiftung solche innovativen und letztlich menschlichen Ansätze der Pflege umgesetzt werden.“