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Die Senatorin für Finanzen

Open Data Beteiligungsverfahren gestartet - Welche Daten soll die Verwaltung maschinenlesbar veröffentlichen?

06.03.2014

"Welche Daten soll die Verwaltung maschinenlesbar veröffentlichen?" Diese Frage steht im Mittelpunkt einer vierwöchigen Online-Konsultation, die heute (Donnerstag, 6. März 2014) von Bürgermeisterin Karoline Linnert und Prof. Dr. Herbert Kubicek vom Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) gestartet wurde. Bis zum 6. April 2014 können potenzielle Nutzerinnen und Nutzer von so genannten Open-Data-Sätzen unter http://stateboard.de/opendata im Netz Wünsche äußern. "Wir wollen keine Datenfriedhöfe produzieren, sondern ein bedarfsgerechtes Angebot machen. Daten maschinenlesbar zur Verfügung zu stellen und auf aktuellem Stand zu halten ist aufwendig. Um die knappen Ressourcen im Haushaltsnotlageland Bremen gezielt einsetzen zu können, wollen wir wissen, woran die Öffentlichkeit besonders interessiert ist. Die Online-Konsultation hilft uns, eine Prioritätenliste zu erstellen", erläutert Bürgermeisterin Linnert.

Ein Anfang in Sachen Open Data ist bereits gemacht. Seit 2011 betreibt das Finanzressort das Portal www.daten.bremen.de, in dem über 100 Datensätze verzeichnet sind. Diese Rohdaten könne für neue Programme für PC und Handy weiterverwendet werden. Die Idee der Kooperation von Open Data funktioniert. Verwaltungen stellen Daten zur Verfügung und Unternehmen oder interessierte Privatpersonen und Organisationen präsentieren diese auf neue, für die Bürgerinnen und Bürger nützliche Art und Weise. "Die Open- Data-Strategie des Senats trägt erste Früchte", freut sich Karoline Linnert. "Es gibt beispielsweise Apps zum Haushalt (Wo geht mein Geld hin?"), zu Spielplätzen oder zur ‚netten Toilette‘."

Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs "Apps4deutschland" wurde Bremen 2012 für die Veröffentlichung der Haushaltsdaten in maschinenlesbarer Form ausgezeichnet. Kommentar der Bürgermeisterin: "Ein Ansporn für uns, am Ball zu bleiben und das Angebot zu vergrößern."

Professor Kubicek appelliert an alle Interessierten, sich an der Online-Konsultation zu beteiligen: "Sie haben das Wort. Nutzen Sie die Chance, das Open-Data-Angebot bedarfsgerecht auszubauen. Zurzeit klafft bundesweit eine große Lücke zwischen Angebot und Nachfrage. Laut Umfragen sind Daten zu Umweltbelastungen und Hygienekontrollen sehr begehrt. Am häufigsten angeboten werden aber Daten der Bevölkerungsstatistik und der Wahlbeteiligung."

Das ifib hat bereits eine Liste von Publikationen des Bremer Senats ins Netz gestellt, die auf vielfältigen Datensätzen beruhen. Für die Veröffentlichung dieser Daten in maschinenlesbarer Form können sich die Teilnehmer/innen der Online-Befragung aussprechen. Professor Kubicek betont: "Natürlich kann eine solche Liste nicht vollständig sein. Selbstverständlich können auch Wünsche genannt werden, die nicht auf der Liste stehen. Ich bin sehr gespannt, was an Vorschlägen eingereicht wird."