Sie sind hier:
  • Vizepräsident des Landesarbeitsgerichts Bremen Michael Grauvogel in den Ruhestand verabschiedet

Der Senator für Justiz und Verfassung

Vizepräsident des Landesarbeitsgerichts Bremen Michael Grauvogel in den Ruhestand verabschiedet

Das Landesarbeitsgericht Bremen teilt mit:

18.02.2013

Der Vizepräsident des Landesarbeitsgerichts Bremen Michael Grauvogel wurde am 15.02.2013 zum Ende des Monats in den Ruhestand verabschiedet. Michael Grauvogel, geboren am 16.06.1948 in Lippstadt, studierte Rechtswissenschaften, Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg, Marburg und Gießen. Nach Abschluss der juristischen Ausbildung wurde er zunächst Rechtsanwalt und wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Senator für Bauwesen in Bremen. Nach Tätigkeiten als Leiter des Betriebs- und Personalräte-Zentrums der damaligen Arbeitnehmerkammer Bremen und Justiziar bei der Senatskommission für das Personalwesen Bremen wechselte Grauvogel am 01.01.1990 als Richter zum Arbeitsgericht Bremen. Von Juli 2006 bis September 2009 war er Stellvertretender Direktor des Arbeitsgerichts Bremen-Bremerhaven. Ab 01.10.2009 wurde er zum Vorsitzenden Richter am Landesarbeitsgericht Bremen ernannt, dessen Vizepräsident er am 01.06.2010 wurde.

Das Landesarbeitsgericht Bremen verliert mit Michael Grauvogel einen allseits geschätzten stellvertretenden Gerichtsleiter, der sich neben seiner richterlichen Tätigkeit in vielfältiger Weise um die Organisation des Gerichtsbetriebs verdient gemacht hat. Staatsrat Matthias Stauch würdigte die Leistungen: "Michael Grauvogel hat über Jahrzehnte im Arbeitsgericht und Landesarbeitsgericht das Gesicht der Arbeitsgerichtsbarkeit in Bremen und Bremerhaven entscheidend geprägt. Seine offene und zugleich verbindliche Art hat viel zum Ausgleich in den Arbeitsverhältnissen beigetragen. Engagiert und freundlich ist Michael Grauvogel all die Jahre gewesen, herzlichen Dank dafür." Auch die Präsidentin des Landesarbeitsgerichts, Sabine Kallmann, hob in ihrer Abschiedsrede die Tätigkeiten von Michael Grauvogel in vielen Projekten im Bereich der Arbeitsgerichtsbarkeit und bei den Fachgerichten in Bremen hervor, so z. B. bei der Einführung der Mediation bei den Fachgerichten. Außerdem hat er sich um Fortbildungsfragen gekümmert, wobei er für die Arbeitsgerichtsbarkeit die Proberichterfortbildung länderübergreifend organisiert und betreut hat. Durch all diese Tätigkeiten wurde er ein Mentor der jüngeren Kollegen und ein Bindeglied zwischen den Instanzen. Durch die Versetzung des Vizepräsidenten in den Ruhestand entsteht eine große Lücke in der Gerichtsorganisation der Arbeitsgerichtsbarkeit Bremen, die bald geschlossen werden muss.