Sie sind hier:
  • Könecke- und Coca-Cola-Areal werden zu zukunftsweisenden Quartieren in Hemelingen

Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Könecke- und Coca-Cola-Areal werden zu zukunftsweisenden Quartieren in Hemelingen

Ausstellung im Haus der Bausenatorin zeigt Wettbewerbs-Gewinner

11.10.2023

Nach dem Verlassen des Standortes von Coca-Cola und der Fleischwarenfabrik Könecke in Hemelingen und im gleichnamigen Ortsteil wurde es still um das Traditions-Quartier. Doch in den kommenden Jahren sollen auf dem rund 3,5 Hektar a großen "Coca-Cola-Areal" sowie dem fast 4,5 Hektar großen ehemaligen "Könecke-Bereich" an der Ahlringstraße zwei zukunftsweisende Quartiere mit einem breiten Nutzungsmix aus Wohnen, Einzelhandel, Gewerbe und einem Berufsschulstandort entwickelt werden.

"Ein großer Schritt für die Zukunft Hemelingens. Wohnen, Arbeiten und Berufsschulcampus werden den Stadtteil wiederbeleben," sagt Hemelingens Ortsamtsleiter Jörn Hermening über die Entwürfe.

Der Einzelhandel wird dabei im Bereich des Coca-Cola-Areals angesiedelt. Die Option zur Entwicklung einer Berufsschule liegt im Bereich des Könecke-Areals. Vor zwei Jahren wurde zwischen der Stadtgemeinde Bremen und Wohninvest, der JL Gruppe sowie dem Unternehmen Quell R. E. die Durchführung von zwei Realisierungswettbewerben vereinbart. Im März 2023 starteten zeitgleich beide Wettbewerbe.

Für das "Coca-Cola-Areal" lag bereits ein städtebauliches Konzept vor, so dass jeweils noch konkrete Fassaden- und freiraumplanerische Entwürfe vorzulegen waren. Für das Könecke-Areal war ein städtebaulich-freiraumplanerisches Konzept gefragt. Es sollte die stadtstrukturelle Verknüpfung berücksichtigen und die Erkenntnisse aus dem Wettbewerb für den Quartiersplatz im Coca-Cola-Areal miteinbeziehen.

Eine der Animationen über das neu entstehende Quartier. So können die Areale von Coca-Cola und Könecke aussehen. Grafik: Bauressort
Eine der Animationen über das neu entstehende Quartier. So können die Areale von Coca-Cola und Könecke aussehen. Grafik: Bauressort

In beide Wettbewerbsverfahren waren jeweils die gleichen sechs Planungsteams eingeladen. In der Jury unter dem Vorsitz von Herrn Prof. Jörg Aldinger haben renommierte Fachleute für Städtebau, Architektur und Freiraumgestaltung, Vertreterinnen und Vertreter des Bau- und Wirtschaftsressorts, der Ortsamtleiter und Beiratssprecher sowie Fachpolitikerinnen und Fachpolitiker mitgewirkt.

Die Entscheidung zum Wettbewerb Coca-Cola (Platzgestaltung/Fassaden) wurde durch die Jury bereits im Sommer 2023 getroffen. Nach der Preisgerichtssitzung des Könecke-Areals am 13. September 2023 werden jetzt die Ergebnisse beider Verfahren der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Ganze mündet in eine Ausstellung und wird im Siemenshochhaus vorgestellt. Die Ausstellung geht vom 16. Oktober 2023 bis 22. Dezember 2023.

Ausstellung im Haus der Bausenatorin zeigt Wettbewerbs-Gewinner: Ünsal würdigt die Preisträger

Am Montag, 13. November 2023, wird Bremens Bausenatorin Özlem Ünsal ab 17.30 Uhr mit Senatsbaudirektorin Prof. Iris Reuther, Architekten und Fachexperten Gewinner im Rahmen der Ausstellung empfangen und mit ihnen über die Entwürfe ins Gespräch gehen.

Senatsbaudirektorin Prof. Dr. Iris Reuther freut sich über die Ergebnisse des Wettbewerbs: "Wir sehen sehr schöne Entwürfe für die Gestaltung des Platzes und seiner Fassaden an der Hemelinger Bahnhofsstraße im Coca-Cola Areal. Beides stellt für die Entwicklung von Hemelingen einen besonderen Meilenstein dar."

Und auch Dr. Dirk Kühling von der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa zeigt sich begeistert: "Der vorgelegte Entwurf bietet eine gute Grundlage für die Verankerung des Themas Arbeit an diesem 'Neuen Ort der Produktiven Stadt'. Nun kommt es vor dem Hintergrund der aktuell komplexen immobilienwirtschaftlichen Rahmenbedingungen darauf an, hieraus konkrete gewerblichen Projekte zu entwickeln".


Und so hat die Jury entschieden:

Für den Fassaden-Wettbewerb auf dem "Coca-Cola-Areal" wurden zwei erste Plätze sowie ein dritter Platz vergeben:

  • ein 1. Preis für die Fassadengestaltung
    Octagon Architekturkollektiv, Leipzig, mit studiofutura, Berlin

    Begründung des Preisgerichts: "Der Grundgedanke der Arbeit besteht in einem nachhaltigen Ansatz und der Wiederverwendung von vorhandenen Baumaterialien der Bestandsgebäude auf dem angrenzenden Könecke-Areal."

    Dazu Juryvorsitzender Prof. Jörg Aldinger "Das Könecke Areal stellt höchste Anforderungen an Städtebau und Freiraum, die von allen Teams mit qualitätvollen Lösungen begleitet wurden. Die Arbeit von Octagon, dem 1.Preis, zeichnet sich durch die ganzheitliche und zukunftsfähige Entwurfshaltung aus, die ein charaktervolles Stadtquartier für Wohnen, Arbeiten und Bildung zeitnah erwarten lässt."

  • Ein weiterer 1. Preis für die Freiraumplanung
    Hähnig | Gemmeke Architekten BDA Partnerschaft mbB, Tübingen, mit Bruun & Möllers Landschaften, Hamburg

    Begründung des Preisgerichts: "Ein vielfältig nutzbarer Baumplatz soll das neue Quartier an der Hemelinger Bahnhofstraße prägen. Der südlich angrenzende Teil des Stadtraumes mit einem Angebot für Kinderspiel unter der vorhandenen Linde setzt diese Entwurfsidee fort."

  • 3. Preis
    HKP Architekten, Bremen, mit RABE LANDSCHAFTEN, Hamburg

Für den städtebaulichen Realisierungswettbewerb mit freiraumplanerischen Ideenteil auf dem "Könecke-Areal" wurden folgende Preise vergeben:

  • 1. Preis
    Octagon Architekturkollektiv, Leipzig, mit studiofutura, Berlin

    Begründung des Preisgerichts: "Die Arbeit entwickelt konzeptionell zwei wesentliche Qualitäten, die Leitmotive der Arbeit sind: zum einen das schmale Parkband entlang der Gleise, an das sich ganz selbstverständlich die großen Volumen des Berufsschulcampus anschließen, zum andern das urbane innere Erschließungsband, das in einer wohltuenden Eindeutigkeit alle Nutzungen verknüpft und Adresse für die Schuleingänge, Wohnstrukturen und Betriebe zu entwickeln in der Lage ist."

  • 2. Preis
    Hähnig | Gemmeke Architekten BDA Partnerschaft mbB, Tübingen, mit Bruun & Möllers Landschaften,
    Hamburg
  • 3. Preis
    CITYFÖRSTER architecture + urbanism, Hannover, mit chora blau Landschaftsarchitektur, Hannover

Constantin Hägele, Wohninvest sagt dazu: "Mit dem Abschluss des Wettbewerbsverfahrens ist nun der Schulterschluss zwischen den Entwicklungen auf dem ehemaligen Arealen Coca-Cola und Könecke getan. Wir freuen uns, zusammen mit unserem neuen Partner und Mitinitiator, dem Bremer Unternehmer und Architekten Lüder Kastens auf die Umsetzung der Planungen im Zuge der nun anstehenden Bauleitplanung."

Jan Leis, JL Gruppe: "Mit dem Wettbewerbsergebnis sind wir sehr zufrieden, denn gerade die Variabilität und Flexibilität des Siegerentwurfs sowie die logische Anordnung der Baukörper mit ihren vorgeschlagenen Nutzungen hat sehr überzeugt."

Achtung Redaktionen:
Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen das Foto zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Grafik: Bauressort
Foto-Download (jpg, 848.2 KB)

Ansprechpartner für die Medien:
René Möller, Pressesprecher bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Tel.: (0421) 361-6012 , E-Mail rene.moeller@bau.bremen.de