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Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz

Hochschulkarrieren werden besser planbar: Bürgerschaft beschließt 4. Hochschulreform

15.06.2017

Die Bremische Bürgerschaft hat heute (15.Juni 2017) das Vierte Hochschulreformgesetz beschlossen. Damit wird die umfangreiche Erneuerung des Hochschulrechts fortgeführt. Mit der Reform werden die Perspektiven für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler verbessert.
Die Novellierung sieht Neuerungen insbesondere im Bereich der Personalstrukturen vor. Gerd-Rüdiger Kück, Staatsrat für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, betonte: "Mit der vierten Hochschulreform wollen wir die Karrierewege der Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler an den Hochschulen besser planbar machen und transparenter gestalten sowie gute Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigen schaffen."

Bei der Reform geht es auch darum, mehr Durchlässigkeit und Flexibilität aller Karrierewege bis hin zu einer unbefristeten Professur zu schaffen. Die zeitlich befristete Beschäftigung auf Qualifizierungsstellen und die im Grundsatz unbefristete Beschäftigung mit Daueraufgaben werden stärker akzentuiert. Den unterschiedlichen Karrierezielen des wissenschaftlichen Nachwuchses wird damit Rechnung getragen.

Zugleich wird mit der Einführung eines "tenure tracks" sowohl auf W 1- Juniorprofessuren als auch auf W 2-Professuren eine stärkere Annäherung an die internationalen Karrierewege und damit eine bessere Wettbewerbsfähigkeit ermöglicht. Das sichert zugleich die Antragsfähigkeit der Universität Bremen im "Tenure-Track-Programm" und in der "Exzellenzstrategie" gemäß den Verwaltungsvereinbarungen zwischen Bund und Ländern nach Artikel 91b Absatz 1 des Grundgesetzes.

Mit dem 4. Hochschulreformgesetz werden die Anforderungen an moderne Personalstrukturen an den Hochschulen erfüllt. Für den wissenschaftlichen Nachwuchs sind offene, variable Karrierewege besser planbar, weil die familiäre Situation besser berücksichtigt werden kann. Gleichzeitig wird den spezifischen Besonderheiten und Anforderungen von Wissenschaftseinrichtungen Rechnung getragen.