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Spitzenforschung aus Bremen: Senatorin Quante-Brandt traf Antarktis-Forscherinnen und Forscher

25.06.2016
Dr. Uwe Nixdorf, Stellvertretender AWI-Direktor, Senatorin Prof. Dr. Quante-Brandt, Dr. Eberhard Kohlberg, Technischer Leiter der Neumayer-Station (v.l.), JPG, 24.2 KB
Dr. Uwe Nixdorf, Stellvertretender AWI-Direktor, Senatorin Prof. Dr. Quante-Brandt, Dr. Eberhard Kohlberg, Technischer Leiter der Neumayer-Station (v.l.)

Bremens Wissenschaftssenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt hat gestern (Freitag, 24. Juni 2016) in Bremerhaven rund 40 Antarktis-Forscherinnen und - forscher getroffen. Sie nahm an dem jährlich stattfindenden Überwinterer-Treffen des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtzzentrum für Polar- und Meeresforschung, kurz AWI, teil. Bei dem Treffen kommen jedes Jahr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, die für das AWI in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten in der Antarktis auf der Neumayer-Station überwintert haben.

Senatorin Quante-Brandt kam mit den Forscherinnen und Forschern ins Gespräch. Dabei hob sie die besondere Bedeutung der AWI-Station hervor: "Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben den Forschungsauftrag, unter extremen und schwierigen Wetterbedingungen für eine lange Zeit dort zu leben und zu arbeiten. In der Antarktis haben sie in unterschiedlichen Fachgebieten wie zum Beispiel der Meteorologie, der Chemie und der Geophysik geforscht. Die Daten, die sie dort gewinnen, sind nicht nur für die deutsche, sondern auch für die internationale Wissenschaftsgemeinschaft elementar und bedeutungsvoll." Die Senatorin bedankte sich bei den Forscherinnen und Forschern für ihren Einsatz: "Ihre Arbeit im 'ewigen Eis' hat einen großen Anteil daran, dass die Expeditionen so erfolgreich waren und es auch noch sind. Das ist eine starke Leistung." Das Personal der Antarktisüberwinterungen setzt sich aus unterschiedlichen Fachrichtungen zusammen: Geophysik, Meteorologie, Spurenstoffchemie. Es gehören außerdem Ingenieurinnen und Ingenieure, IT-Kommunikationsexpertinnen und -experten, ein Koch oder eine Köchin sowie ein Arzt bzw. eine Ärztin zur Besetzung.

Als erste Forschungsstation in der Antarktis ist die Neumayer-Station III ein kombiniertes Gebäude für Forschung, Betrieb und Wohnen auf einer Plattform oberhalb der Schneeoberfläche, verbunden mit einer in den Schnee gebauten Garage. Ein Blockheizkraftwerk, dessen Abwärme für Heizung und Schneeschmelze genutzt wird, versorgt die Station mit Energie. Eine Windkraftanlage trägt zur umweltfreundlichen Energieversorgung der Station bei.

Senatorin Quante-Brandt: "Ich bin beeindruckt von der Neumayer III-Station. Sie bietet beste Voraussetzungen für eine nachhaltige Klimaforschung."
Im antarktischen Sommer leben dort bis zu 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Während des Winters sind es neun. Durch den ständigen Betrieb der Observatorien sind Langzeitmessungen auf der AWI-Antarktisstation möglich. Sie liefern wichtige Daten zu Erdbeben weltweit, zur Entwicklung der Ozonschicht sowie zum Abschmelzen der polaren Eisschilde.

"Spitzenforschung kommt aus Bremen", betonte Senatorin Quante-Brandt. "Die Neumayer-Station ist ein Aushängeschild der deutschen und natürlich der bremischen Wissenschaft. Ich bin bestärkt darin, welche zentrale Bedeutung wir den Meereswissenschaften als einem von fünf Schwerpunkten der Wissenschaftspolitik des Landes Bremen eingeräumt haben. Auch unsere Strategie, die Kooperationen zwischen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und den Hochschulen zu stärken, wird bestätigt."

Foto: AWI