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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Für den Schutz der Natur und eine nachhaltige Flächennutzung in Bremen

www.lapro-bremen.de: Das Landschaftsprogramm Bremen geht online

31.01.2013

Ab sofort kann auch der Entwurf des Landschaftsprogramms mit interaktiven Plänen im Internet eingesehen werden. Das Landschaftsprogramm ist das zentrale Planungsinstrument des Naturschutzes und der Grünordnung und wird parallel zum Flächennutzungsplan (www.fnp-bremen.de) für die Stadtgemeinde Bremen neu aufgestellt. „Das Landschaftsprogramm dient dem Schutz von Natur und Landschaft. In den bevorstehenden Diskussionen wird es um bessere Grünverbindungen für Mensch und Tier gehen, um den Erhalt alter Parks und alter Bäume in der Stadt, um die Zukunft der Kleingärten und der Erholungsgebiete, um die bäuerlich geprägte Kulturlandschaft und andere Qualitäten Bremens als grüne Stadt an Weser, Lesum und Wümme“ sagt Umweltsenator Joachim Lohse.

Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (Behörden und andere Planungsträger) können Bürgerinnen und Bürger bereits ab heute bis zum 28. Februar 2013 Hinweise und Kommentare zu Text und Plänen unter www.lapro-bremen.de abgeben. Der entsprechende Link im Internet wird auch auf der Homepage des SUBV www.umwelt.bremen.de unter > Natur > Landschaftsplanung bereit gestellt.

Das Ergebnis dieser ersten informellen Beteiligungsphase für alle Bürgerinnen und Bürger wird bei der Überarbeitung des Plans berücksichtigt. Anschließend wird die Öffentlichkeit förmlich beteiligt (Öffentliche Auslegung der Planunterlagen).

Das Landschaftsprogramm bewertet den Zustand von Natur und Landschaft und stellt die Ziele des Naturschutzes dar. Es enthält Maßnahmen für den Erhalt der biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen sowie für die Verbesserung des Erholungswerts der Landschaft und der Freiräume in der Stadt. Im Sinne einer nachhaltigen Nutzung von Natur und Landschaft definiert die Landschaftsplanung Maßstäbe für andere Planungen und liefert damit wichtige Beiträge zur Steuerung einer umweltverträglichen Flächennutzung.

Das gültige Landschaftsprogramm Bremen wurde 1991 von der Bremischen Bürgerschaft beschlossen. Seither hat sich nicht nur das Land Bremen stark verändert, es sind auch neue gesetzliche Anforderungen hinzugekommen. Vor allem aber will die Stadtgemeinde Bremen ihre räumlichen Qualitäten entsprechend dem Leitbild „lebenswert – urban – vernetzt“ in die Zukunft entwickeln. Als besondere Schwerpunkte der Neuaufstellung des Landschaftsprogramms werden bei der Erarbeitung folgende Themen von besonderem öffentlichem Interesse sein:

- Klimaschutz und Klimawandel: Wie verändern sich Naturschutz und Freiraumplanung; wie muss sich der Städtebau in Bremen verändern, wenn die Klimaerwärmung weiter fortschreitet?

  • Was muss die Grünplanung gegen die Überhitzung verdichteter Stadtbezirke an heißen Sommertagen unternehmen?
  • Worauf muss sich das Wassermanagement unserer Schutzgebiete im Feuchtgrünlandring einstellen?
  • Brauchen wir neue Zielarten des Naturschutzes?

- Mit Bezug auf den sozialen und demografischen Wandel geht es u.a. darum,

  • den Beitrag der Grünversorgung zur Vermeidung von Segregation in den Stadtteilen auszuschöpfen,
  • die Innenentwicklung durch Erhalt und Verbesserung der Wohn- und Aufenthaltsqualität in der Stadt nachhaltig zu gestalten,
  • die Verbundenheit der Bevölkerung mit ihrer Stadt und ihrem Stadtteil durch Identität stiftende Orte zu stärken. Dazu gehören auch gut nutzbare Freiräume, prägende Grünstrukturen und erlebbare Orte mit Bezug zum Naturraum oder zur Kulturgeschichte,
  • Kindern Raum für eine gesunde körperliche und seelische Entwicklung zu geben,
  • die veränderten Ansprüche der alternden Gesellschaft an städtische Freiräume zu berücksichtigen.