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Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration

Senatorin Stahmann bezeichnet Bericht über Zahlen aus dem Bundesfamilienministerium als „offenkundig fehlerhaft“

23.10.2012

Den aktuellen Bericht eines Online-Nachrichtenmagazins zum Ausbau der Kinderbetreuung bezeichnet Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen, als „offenkundig fehlerhaft“. Nach dem Bericht findet in Bremen etwa jede fünfte Familie keinen Betreuungsplatz für ihr unter dreijähriges Kind, weil es an Angeboten fehlen soll. „Diese Angabe ist falsch“, erläuterte Anja Stahmann. Im Bremer Sozialressort liegt eine Arbeitsfassung der bislang unveröffentlichten Studie vor, auf die sich die Berichterstattung offenbar bezieht. Verfasst hat sie das Deutsche Jugendinstitut im Auftrag der Bundesfamilienministerin auf der Grundlage einer repräsentativen Stichprobe. Befragt wurden in dem zitierten Zusammenhang nicht alle Eltern, sondern nur die, die keinen Betreuungsplatz haben. „Eltern, die schon versorgt sind, ist diese Frage natürlich nicht vorgelegt worden“, so die Senatorin. „Damit ergibt sich ein aber völlig anderes Bild vom zusätzlichen Platzbedarf.“

Anja Stahmann betonte zudem, dass die Studie den Ausbaustand des abgelaufenen Kindergartenjahres im Land Bremen wiedergibt. „Wir haben für die Stadt Bremen allein in diesem Jahr die Zahl der Plätze für Kinder unter drei Jahren um fast 1200 erhöht. Das ist ein Viertel mehr, als wir im August 2011 zur Verfügung stellen konnten.“

Derzeit werden in der Stadt Bremen fast 5400 Kinder in Krippen, in der Tagespflege sowie in sozialpädagogischen Spielkreisen betreut. Das Sozialressort bereitet gerade die Grundlage dafür vor, dass bis Anfang 2014 über 400 weitere Plätze hinzukommen. „Sobald nach der Anmeldephase im Januar 2013 deutlich geworden ist, wie viele Eltern ihre Kinder tatsächlich zur Betreuung anmelden, wird entschieden, ob bis zum August darüber hinaus ein weiterer Ausbau notwendig ist“, sagte Anja Stahmann. „Interessensbekundungen der Träger liegen uns vor.“