Gemeinsame Vision der Universitäten Bremen und Oldenburg bleibt auch nach der Entscheidung bestehen
02.10.2026Die Universitäten Bremen und Oldenburg sind in der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern nicht zur Förderung als Exzellenzverbund ausgewählt worden. Das hat die Exzellenzkommission heute (2. Oktober 2026) in Bonn entschieden. Der gemeinsame Antrag "Northwest Alliance – Connecting for Tomorrow" erhielt damit keinen Zuschlag. Die langjährige Zusammenarbeit der beiden Reformuniversitäten wird jedoch auch über diese Entscheidung hinaus fortgeführt. Zuletzt gehörte die Universität Bremen von 2012 bis 2019 zu den Exzellenzuniversitäten Deutschlands.
Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft: "Natürlich hätten wir uns den Exzellenzstatus für Bremen gewünscht. Dennoch zeigen die Universitäten Bremen und Oldenburg nicht zuletzt mit ihren Exzellenzclustern eindrucksvoll, dass wissenschaftliche Stärke und internationale Wettbewerbsfähigkeit in der Region vorhanden sind. Die Zusammenarbeit mit Oldenburg ist zugleich auf eine verlässliche Grundlage gestellt, die auch über den Exzellenzwettbewerb hinaus bestehen bleibt. Jetzt kommt es darauf an, auf diesem starken Fundament weiter aufzubauen und den Nordwesten als attraktiven und wettbewerbsfähigen Wissenschafts- und Forschungsstandort weiterzuentwickeln. Ich danke allen, die an der Antragsstellung zur Exzellenz-Universität mitgewirkt haben."
Die Förderlinie "Exzellenzuniversitäten" ist Teil der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern. Sie fördert Universitäten und Universitätsverbünde mit einer überzeugenden Gesamtstrategie für exzellente Forschung. Die Northwest Alliance konnte sich in dem hochkompetitiven Verfahren nicht durchsetzen. Grundlage der Bewerbung waren unter anderem vier Exzellenzcluster an den Universitäten Bremen und Oldenburg, darunter das gemeinsame Cluster Ozeanboden.
Für Bremen sind insbesondere die Exzellenzcluster "Der Ozeanboden – unerforschte Schnittstelle der Erde" und "Die Marsperspektive – Ressourcenknappheit als Grundlage eines Paradigmas der Nachhaltigkeit" von zentraler Bedeutung. Sie wurden im Mai 2025 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Förderung ab dem 1. Januar 2026 ausgewählt und bildeten ein wesentliches Fundament der gemeinsamen Bewerbung. Das der gemeinsame Antrag im Auswahlverfahren bis in die Endrunde gekommen ist, ist bereits ein großer Erfolg und verdeutlicht die wissenschaftliche Qualität der beiden Universitäten.
Mit der Northwest Alliance verbinden die Universitäten Bremen und Oldenburg ihre seit mehr als 25 Jahren gewachsene Kooperation zu einem gemeinsamen Wissenschaftsraum. Sie bündeln ihre Stärken in Forschung, Lehre, Transfer und Nachwuchsförderung. Unter dem Leitmotiv "Connecting for Tomorrow" setzt die Allianz auf eine Kultur des Verbindens und Beteiligens. Zusammen stehen beide Universitäten für rund 580 Professuren, 6.400 Beschäftigte, 2.700 Promovierende und 34.000 Studierende.
Der Verbund ist regional stark verankert und international ausgerichtet. Neben außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Region und dem Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst ist die Rijksuniversiteit Groningen eine wichtige Partnerin. Damit verbindet die Northwest Alliance länderübergreifende und internationale wissenschaftliche Kooperation.
Die gemeinsame Vision der Universitäten Bremen und Oldenburg bleibt auch nach der Entscheidung bestehen und bildet weiterhin den Rahmen für die strategische Zusammenarbeit in der Northwest Alliance. Ziel bleibt es, den Nordwesten als international sichtbare Wissenschaftsregion weiterzuentwickeln, gute Bedingungen für Forschung und Lehre zu schaffen und die Zusammenarbeit zwischen Universität und Gesellschaft zu stärken. Auch ohne Zuschlag bleibt die Northwest Alliance dafür eine tragfähige Grundlage.
Die Entscheidung ist kein Abschluss, sondern Ansporn, das gemeinsame Engagement fortzuführen.
Die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern ist ein dauerhaft angelegtes Förderprogramm zur Stärkung der universitären Spitzenforschung in Deutschland. Sie umfasst die Förderung von Exzellenzclustern sowie die institutionelle Förderung von Exzellenzuniversitäten und Exzellenzverbünden. Ab 2026 steigt das Gesamtbudget auf 687 Millionen Euro pro Jahr.
Die Universitäten Bremen und Oldenburg arbeiten seit mehr als 25 Jahren eng zusammen. Beide wurden in den frühen 1970er-Jahren als Reformuniversitäten gegründet und haben sich seither zu forschungsstarken Hochschulen entwickelt. Mit der Northwest Alliance führen sie ihre strategische Zusammenarbeit fort und stärken den gemeinsamen Forschungs-, Lehr- und Transferraum im Nordwesten – unabhängig von der aktuellen Entscheidung.
Ansprechpartnerin für die Medien:
Ina Schulze, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96 269, E-Mail: ina.schulze@umwelt.bremen.de