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Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau

Femizid in Bremerhaven: Aufklärung erforderlich, Gewaltschutz stärken

Leiterin der ZGF in Bremerhaven zum gewaltsamen Tod einer Frau am 6. September

28.09.2026

Zum Femizid in Bremerhaven am 6. September 2026 erklärt Dr. Kathrin Stern, Leiterin des Büros der Zentralstelle der Landesfrauenbeauftragten (ZGF) in Bremerhaven: "Ich bin tief betroffen über den Tod einer Frau in unserer Stadt. Mein Mitgefühl gilt ihren Angehörigen und allen Menschen, die ihr nahestanden. Im Mittelpunkt stehen jetzt die Angehörigen und die sachliche Aufklärung des Geschehens."

Dr. Kathrin Stern weiter: "Zugleich müssen wir als Stadtgesellschaft unvermindert alles daransetzen, dass Frauen frühzeitig Unterstützung und Schutz erhalten, wenn sie von Gewalt bedroht sind. Wenn eine Frau aufgrund ihres Geschlechts getötet wird, geht es um männliche Kontrolle und Dominanz. Es handelt sich daher um einen Femizid. Das Wort ‚Beziehungstat‘ verharmlost die dahinter stehende Machtdynamik. Die genauen Umstände dieser Tat müssen nun sorgfältig aufgeklärt werden.
Als Vertreterin der Landesfrauenbeauftragten in Bremerhaven ist mein Auftrag, auf geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam zu machen und mich für Prävention, Schutz und Unterstützung einzusetzen. Dieser Fall verdeutlicht erneut, wie wichtig wirksamer Gewaltschutz ist."

Femizide auf Bundesebene

Das Lagebild "Häusliche Gewalt" des Bundeskriminalamts vom vergangenen November besagt, dass alle zwei bis drei Tage ein Mann seine Partnerin oder Ex-Partnerin tötet. Fast jeden Tag gibt es einen Tötungsversuch. Im Bereich der frauenfeindlichen Straftaten registrierte das BKA einen Anstieg von 73,3 Prozent zum Vorjahr. Quelle: www.bka.de

Ansprechpartnerin für die Medien:
Susanne Gieffers, ZGF Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: (0421) 361-6050, E-Mail: presse@frauen.bremen.de

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