Bundesminister Pistorius besucht Rathaus und OHB
14.07.2026Der Bundesminister für Verteidigung, Boris Pistorius, hat heute (10. Juli 2026) Bürgermeister Andreas Bovenschulte im Rathaus besucht. Sie tauschten sich über sicherheitspolitische Themen aus. Anschließend fuhren sie gemeinsam zur Zentrale des Raumfahrtkonzerns OHB bei der Universität.
Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Bremen ist auch dank OHB die Space City Nummer 1 in Deutschland, wenn nicht sogar in Europa. Bremen ist der bedeutendste Technologiestandort im Nordwesten. Und Bremen entwickelt sich immer mehr zur Schaltzentrale der See- und Weltraumverteidigung. Damit leistet die heimische Luft- und Raumfahrtindustrie nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Eigenständigkeit, sondern sichert und schafft auch Tausende von Arbeitsplätzen."
OHB ist seit langem nicht nur in der zivilen Raumfahrt tätig, sondern auch ein wichtiger Partner für die Bundeswehr im Bereich der weltraumgestützten Infrastruktur für Sicherheit und Verteidigung. Im Werk verschafften sich Pistorius und Bovenschulte zusammen mit der OHB-Konzernführung einen Eindruck von der Produktion und erhielten Einblicke in die laufende Produktion. Kürzlich haben OHB und Rheinmetall zudem das Gemeinschaftsunternehmen "OHB Rheinmetall Space Networks GmbH" mit Sitz in Bremen gegründet. Es bewirbt sich um den Auftrag für ein neuartiges satellitengestütztes Kommunikationssystem der Bundeswehr.
Für das Verteidigungsministerium nimmt das Land Bremen eine zunehmend wichtige Rolle ein. Das drückt sich vor allem in den rund 1,3 Milliarden Euro aus, die in die Infrastruktur des Hafens für den Ausbau Bremerhavens zu einem maritimen Logistik-Hub fließen, um den wachsenden Anforderungen der Nato und des Operationsplans Deutschland gerecht zu werden. Es ist die höchste Förderung, die der Bund jemals für ein Projekt im Land Bremen zur Verfügung gestellt hat. Gleichzeitig ist es ein wesentlicher Schritt zur Verbesserung der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands, die daneben auch die Leistungsfähigkeit Bremerhavens im allgemeinen Hafenbetrieb verbessert.
Daneben hat das Ministerium beschlossen, das Beschaffungsamt der Bundeswehr mit einem neuen Standort für die Bereiche Marine und Weltraum in Bremen zu stärken. Von hier aus wird künftig die Beschaffung für diese Schlüsselbereiche koordiniert. Damit nimmt das Land künftig eine zentrale Rolle für die See- und Weltraumverteidigung Deutschlands ein.
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