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Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft | Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Hochwasserschutzprojekt stärkt Sicherheit und Lebensqualität

Investition in den Deichschutz sichert Menschen, Wirtschaft und Infrastruktur in Bremen-Blumenthal

26.06.2026

Mit der feierlichen Einweihung des modernisierten Hochwasserschutzprojekts am Gelände der ehemaligen Bremer Wollkämmerei (BWK) in Blumenthal setzt Bremen ein starkes Zeichen für die Zukunftssicherung des Stadtteils und der gesamten Region. Das Projekt ist ein zentraler Baustein im Schutz vor den wachsenden Herausforderungen durch Hochwasser und Klimawandel. Rund 123 Hektar Fläche, darunter bedeutende Wirtschaftsstandorte und wichtige Infrastruktureinrichtungen, profitieren nun von einem zeitgemäßen und leistungsfähigen Deichsystem.

Weihten die neue Anlage ein (v.l.): Oliver Fröhlich (Ortsamtsleiter Blumenthal), Senatorin Henrike Müller, René Kotte (Abteilungsleiter Bauressort), Wilfried Döscher (Deichhauptmann am rechten Weserufer), Nicole Raming (Projektleiterin beim Deichverband am rechten Weserufer).
Weihten die neue Anlage ein (v.l.): Oliver Fröhlich (Ortsamtsleiter Blumenthal), Senatorin Henrike Müller, René Kotte (Abteilungsleiter Bauressort), Wilfried Döscher (Deichhauptmann am rechten Weserufer), Nicole Raming (Projektleiterin beim Deichverband am rechten Weserufer). Foto: Umweltressort

Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft unterstreicht die zentrale Rolle des Hochwasserschutzes für Bremen: "Etwa 83 Prozent der Landesfläche und damit mehr als eine halbe Million Menschen sind potenziell hochwassergefährdet. Die Sicherstellung der Hochwasserschutzsysteme ist daher weit mehr als eine technische Aufgabe – er ist ein aktiver Beitrag zum Schutz von Menschenleben, Wohnungen, Betrieben, Verkehrswegen und öffentlicher Infrastruktur. Küstenschutz ist Menschenschutz, damit Daseinsvorsorge im besten Sinne und Daueraufgabe für das Land Bremen."

Özlem Ünsal, Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung: "Aus einer reinen Schutzanlage ist ein Ort für alle geworden. Wo über Jahre eine Mauer den Weg zu Weser versperrte, lädt heute ein gepflasterter Uferweg zum Flanieren ein und verbindet das Kämmerei Quartier erstmals mit der Parkanlage Bahrsplate. Dafür hat mein Ressort rund zwei Millionen Euro aus Mitteln dem Städtebau investiert, denn zu einer lebenswerten Stadt gehören auch für alle zugängliche Orte am Wasser."

Mit der Fertigstellung des Projekts auf dem ehemaligen BWK-Gelände entsprechen nun rund 77 Prozent der Küstenschutzlinie entlang der Unterweser den aktuellen Anforderungen – ein bedeutender Fortschritt für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.

Seit 2020 wurde die Küstenschutzlinie am BWK-Gelände umfassend modernisiert. Die erforderliche Höhe wurde auf der fachlichen Grundlage des Generalplan Küstenschutzes Teil I aus 2007 auf 7,50 Meter angehoben, eine neue Hochwasserschutzwand errichtet und der Deichverteidigungsweg erneuert. Auch städtebauliche Verbesserungen wie neue Promenaden, Platzgestaltungen mit entsprechender Stadtmöblierung und Beleuchtung sowie der farblichen Ausgestaltung inklusive Verklinkerung der Hochwasserschutzwand, wurden umgesetzt, um das Quartier attraktiver und lebenswerter zu machen. Die Investitionskosten von 27,1 Millionen Euro wurden überwiegend durch Bundes- und Landesmittel getragen, während die Stadt Bremen den kommunalen Anteil für die städtebaulichen und verkehrlichen Maßnahmen übernommen hat.

Nicole Raming, Projektleiterin des Deichverbands am rechten Weserufer: "Das Hochwasserschutzprojekt in Blumenthal ist sowohl für den Deichverband als auch für den Stadtteil Blumenthal etwas Besonderes. Für den Deichverband ist es baulich und finanziell das bisher umfangreichste Küstenschutzvorhaben, das er als Projektträger leitet, und für den Stadtteil die erstmalige Möglichkeit, über das Gelände der Bremer Wollkämmerei Zugang zur Weser zu erhalten."

Zu Zeiten der Bremer Wollkämmerei war das Gelände als privates Areal über mehr als 100 Jahre vollständig für die Öffentlichkeit verschlossen. Anschließend wurde es zwar zugänglich, durch die alte Hochwasserschutzwand waren jedoch weder Sicht noch Zugang zur Weser möglich. Diese Wand wurde im Zuge des Bauvorhabens auf Geländehöhe zurückgebaut und durch ein ansprechendes Geländer ersetzt.

Durch die Rückversetzung der Spundwand auf dem Areal wurde somit nicht nur ein technisch wertvoller Unterhaltungsweg gewonnen, sondern auch erstmals die Möglichkeit, direkt an der Weser zu flanieren."

Das Hochwasserschutzprojekt in Blumenthal steht beispielhaft für die Verbindung von Sicherheit, Stadtentwicklung und Klimaanpassung. Die enge Zusammenarbeit zwischen Deichverband, Verwaltung, Planungsbüros, Unternehmen und den Menschen vor Ort war entscheidend für den Erfolg. Senatorin Müller dankte bei der Einweihung allen Beteiligten für ihr Engagement und ihre Geduld während der Bauzeit und betonte, dass der Schutz vor Hochwasser eine dauerhafte Aufgabe bleibt, die kontinuierliche Investitionen und Anpassungen erfordert.

Mit dem neuen Hochwasserschutz ist Blumenthal nun deutlich besser aufgestellt, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Die Investition in den Hochwasserschutz ist eine Investition in die Sicherheit, die Lebensqualität und die wirtschaftliche Stärke des Stadtteils – und damit ein Gewinn für alle Menschen in Bremen-Nord.

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Ansprechpersonen für die Medien:

  • Ina Schulze, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96 269, E-Mail: ina.schulze@umwelt.bremen.de
  • Aygün Kilincsoy, Pressesprecher bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Tel.: (0421) 361 - 6012, E-Mail: ayguen.kilincsoy@bau.bremen.de
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