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Senatskanzlei

Ausschreibung zum 20. Bremer Solidaritätspreis startet

Internationaler Preis für den Einsatz für Demokratie, Freiheit und internationale Ordnung | Nominierungen bis Ende September möglich

23.06.2026

Der Einsatz gegen autoritären Nationalismus steht im Mittelpunkt der Ausschreibung zum 20. Bremer Solidaritätspreis. Sie wendet sich an Akteurinnen, Akteure und Initiativen, vorrangig aus dem Globalen Süden, die sich in ihrem lokalen Kontext in fragilen Demokratien und autokratisch regierten Staaten gegen diese Tendenzen wenden und sich mit ihrem Einsatz diesem entgegenstellen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird voraussichtlich im Herbst 2027 auf einer öffentlichen Veranstaltung in der Oberen Rathaushalle verliehen.

Gesucht werden positive Beispiele, wie Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit gefördert werden. Der Preis soll auch optimistische Signale fördern, die die Rechenschaftspflicht von Regierungen einfordern und eine starke Zivilgesellschaft unterstützen.

Vorschläge für mögliche Preisträgerinnen und Preisträger können bis zum 30. September 2026 eingereicht werden.

Hintergrund

Weltweit nimmt die Bedrohung von Demokratien, Rechtsstaatlichkeit und Multilateralismus durch autoritäre und nationalistische Strömungen zu. In vielen Ländern ist ein Voranschreiten von einem autoritär geprägten Nationalismus zu sehen. Bewegungen wie "My Country First" stellen sich bewusst gegen die etablierte internationale Rechtsordnung und Multilateralismus, stellen internationale Organisationen und den Mehrwert einer Zusammenarbeit der Staatengemeinschaft in Frage und verunsichern damit nicht nur die eigene Bevölkerung, sondern auch befreundete Länder und Staaten. Dabei werden Nachteile für andere Länder bewusst und billigend in Kauf genommen. Eigene Interessen und das Recht des Stärkeren werden gegen internationale Solidarität und Partnerinteressen ausgespielt, politische Prozesse unterlaufen, Gewaltenteilung missachtet, gezielt Desinformationskampagnen durchgeführt und die Demokratie existentiell bedroht

Der Bremer Solidaritätspreis

Der Bremer Solidaritätspreis wird alle zwei Jahre vom Senat der Freien Hansestadt Bremen verliehen. Er soll Personen und Initiativen ermutigen und würdigen, die sich für Menschenrechte und Demokratie sowie gegen die Folgen von Kolonialismus und Rassismus einsetzen. Die ersten Preisträger waren 1988 Nelson und Winnie Mandela.

Weitere Informationen, die komplette Ausschreibung zum Bremer Solidaritätspreis sowie ein Online-Formular für Nominierungen gibt es unter: www.solidaritaetspreis.bremen.de

Ansprechpartner für die Medien:
Christian Dohle, Pressesprecher des Senats, Tel.: (0421) 361-2396, E-Mail: christian.dohle@sk.bremen.de

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