Die Städtepartnerschaft zwischen Bremen und Danzig in Polen feiert 2026 ein bedeutendes Jubiläum: Sie war 1976 nicht nur die erste Städtepartnerschaft zwischen einer polnischen und westdeutschen Stadt, seit 50 Jahren verbindet die beiden Hansestädte eine erfolgreiche Zusammenarbeit und ein freundschaftlicher Austausch.
Mit einer Festveranstaltung feierten Bremen und Danzig am heutigen Abend (Dienstag, 23. Juni 2026) in der Oberen Rathaushalle dieses Jubiläum. Bürgermeister Andreas Bovenschulte begrüßte die Gäste, unter denen auch eine Delegation aus Danzig unter Leitung der stellvertretenden Stadtpräsidentin Monika Chabior war. Das anschließende Galakonzert des Fördervereins für junge Musiker aus Deutschland und Polen rundete die Jubiläumsfeier ab.
Bürgermeister Andreas Bovenschulte sagte anlässlich des Jubiläums: "Dieser Abend zeigt: Die deutsch-polnischen Beziehungen liegen vielen Menschen am Herzen. Herzlichen Dank an Sie alle für Ihre Arbeit und Ihr Engagement. Sie füllen diese Partnerschaft in besonderer Weise mit Leben. Aus einer Unterschrift ist über fünf Jahrzehnte eine lebendige Partnerschaft gewachsen: getragen von Vertrauen, Respekt und Freundschaft."
Anlässlich des Jubiläums wurde als "gemeinsames Geburtstagsgeschenk" verkündet, dass sich beide Städte verpflichten, ein Künstlerinnenstipendium / Residency-Programm (Fokus Literatur / City of Literature) ins Leben zu rufen. Mit der Unterzeichnung des Letters of Intent haben Bürgermeister Bovenschulte und die stellvertretende Stadtpräsidentin Chabior die beiden Creative Cities/Cities of Literature auch im Bereich des kulturellen Austauschs weiter gestärkt.
2026 steht für weitere Jubiläen der deutsch-polnischen Freundschaft: Vor 35 Jahren wurde der Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland unterzeichnet. Und junge internationale Musikerinnen und Musiker treffen sich bereits zum zehnten Mal, um gemeinsam zu musizieren. Das heutige Galakonzert ist der Abschluss des Festivals für junge Musikerinnen und Musiker aus Deutschland und Polen, das vom 19. bis 23. Juni 2026 in Bremen veranstaltet wurde. Dessen zentrales Ziel ist es, den interkulturellen Dialog insbesondere unter jungen Menschen zu stärken. Auch Inklusion und Teilhabe sind wichtige Ziele des Fördervereins für junge Musiker aus Deutschland und Polen wie auch in der Städtepartnerschaft.
Die Danziger Delegation ist seit gestern (Montag, 22. Juni 2026) zu Gast in Bremen. Noch bis zum 24. Juni 2026 nehmen sie Fachtermine zu den Themen politische und demokratische Bildung, Inklusion, wirtschaftliche Zusammenarbeit und kultureller Austausch wahr. Auch ein Gespräch mit Bürgerschaftsabgeordneten steht auf dem Programm.
Zum Jubiläum wurde ein umfangreiches Programm in beiden Städten organisiert, das vielfältige Veranstaltungen und Aktivitäten umfasst. In Bremen und Danzig finden Ausstellungen, Konzerte, Workshops und Diskussionsrunden statt, die die gemeinsame Geschichte und die aktuellen Projekte der Partnerschaft beleuchten. Der aktuelle Stand des Jubiläumsprogramms findet sich auf www.rathaus.bremen.de/danzig.
Die Unterzeichnung der Partnerschaft am 12. April 1976 stand unter der Prämisse "Dialog statt Kalter Krieg". Danzig und Bremen haben in den 1970er Jahren einen wichtigen Schritt zur Versöhnung und Annäherung von durch den Eisernen Vorhang getrennten Völkern getan.
Bremen und Danzig verbindet eine lebendige Städtepartnerschaft, die auf Austausch, Freundschaft und europäischer Verbundenheit basiert. Über fünf Jahrzehnte hinweg ist eine Partnerschaft gewachsen, die weit über offizielle Kontakte hinausgeht und von Vertrauen und gegenseitigem Respekt getragen wird. Was als offizielles Bündnis begann, ist heute ein dichtes Netzwerk persönlicher Begegnungen, Freundschaften und Kooperationen.
Ansprechpartner für die Medien:
Christian Dohle, Pressesprecher des Senats, Tel.: (0421) 361-2396, E-Mail: christian.dohle@sk.bremen.de