Senat bewilligt umfassende Informationsstrategie
23.06.2026Der Umbau der Bremer Innenstadt geht in die nächste, bedeutende Phase – von der Planung in die Umsetzung. In seiner heutigen Sitzung (23. Juni 2026) hat der Senat die Weichen für die mehrjährige Transformation des Zentrums gestellt: Mit dem Aktionsplan "Centrum Bremen 2030+" ist die konzeptionelle Grundlagenarbeit des Projektbüros Innenstadt Bremen erfolgreich abgeschlossen – das Fundament steht. Unter anderem ist eine langfristig angelegte Kommunikations- und Informationskampagne vorgesehen.
Mehrere Großprojekte prägen den westlichen Kernbereich – das Parkhaus Mitte, das ehemalige Horten-Gebäude, das frühere C&A-Gebäude und der Karstadt-Neubau. Damit daraus kein Flickenteppich aus Einzelbaustellen wird, sondern ein zusammenhängender, lebendiger Stadtraum, ziehen Bau- und Wirtschaftsressort gemeinsam an einem Strang. Sie steuern die Großprojekte im westlichen Kernbereich. Parallel startet Ende 2026 die Kommunikations- und Informationsstrategie, die die Menschen durch die anspruchsvolle Bauzeit tragen soll.
Das Bauressort führt die städtebauliche und freiraumplanerische Regie – für zukunftsfeste Nutzungskonzepte, für attraktive öffentliche Räume, belebte Erdgeschosse und eine klimagerechte Gestaltung mit blau-grüner Infrastruktur. Das Wirtschaftsressort verantwortet gemeinsam mit der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH die wirtschaftsstrukturellen Fragen und stärkt den Einzelhandelsstandort.
Kern des Vorhabens ist eine Strategie, die Transparenz zum Prinzip macht: Sie nimmt Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibende und Gäste über die gesamte Bauzeit mit. Eine aktive Baustellenkommunikation zeigt, was hinter dem Bauzaun entsteht. Eine fortlaufende, öffentlich einsehbare Übersicht macht klar, wo, wie lange und mit welchen Einschränkungen gebaut wird – samt Ausblick auf das fertige Ergebnis.
Bauzäune und Leerstände werden zur Bühne: für Information, Ausstellungen und Beteiligung. Eine zentrale digitale Plattform bündelt Projekte, Fortschritte und Mitmach-Angebote an einem Ort, eine übergreifende Dachkampagne gibt allem ein gemeinsames Gesicht. Der Leitgedanke: Kommunikation aus einem Guss, die den Umbau nicht als Störung, sondern als sichtbaren Fortschritt für das Herzstück unserer Innenstadt erfahrbar macht. Federführend ist die WFB – in engster Abstimmung mit Bau- und Wirtschaftsressort sowie der Senatskanzlei.
Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Die Bremer Innenstadt steht vor der größten Transformation seit der Nachkriegszeit. Weg von einem reinen Handelszentrum, hin zu einer City für alle. Natürlich mit Platz für Handel und Dienstleistung, aber auch für Büros und Wohnungen, Gastronomie und Kultur, Wissenschaft, und Bildung. Die begleitende Kampagne ist ein klares Signal: Wir lassen in der Umbauzeit niemanden allein und packen den Umbau unserer Innenstadt gemeinsam an."
Bausenatorin Özlem Ünsal: "Bremens Innenstadt erlebt den größten Umbau seit Jahrzehnten – und wir gestalten ihn konzentriert wie ambitioniert aus einem Guss. Mein Anspruch ist klar: Am Ende stehen nicht viele Einzelbaustellen nebeneinander, sondern ein lebendiger und innovativer Stadtraum – einladend mit einem innovativen Nutzungskonzept, einladenden öffentlichen Plätzen zum Verweilen und ohne Konsumzwang, mehr Grün gegen die Sommerhitze und Raum für Familien, Kinder und alle, die hier wohnen, arbeiten oder shoppen wollen. Die Bauzeit wird fordernd. Aber niemand muss sie allein durchstehen."
Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation: "Die Transformation des Zentrums ist eine echte Chance. Innenstädte stehen heute vor grundlegend veränderten Anforderungen, Einkaufen allein reicht nicht mehr. Menschen suchen Orte, an denen sie sich gerne aufhalten, zum Verweilen, Erleben, Arbeiten, Wohnen und Begegnen. Sie wollen Gastronomie und Kultur neben dem Handel, begrünte Plätze, lebendige Erdgeschosse, attraktiven Wohnraum und eine gute Anbindung an den ÖPNV. Eine Innenstadt, die all das bietet, wird auch als Wirtschaftsstandort dauerhaft attraktiv sein.“
Den Startschuss gibt Ende 2026 ein Innenstadt-Gipfel, der die bisherigen Ergebnisse bündelt und die aktive Öffentlichkeitsarbeit eröffnet. Angelegt ist die Strategie auf Dauer – über die Baujahre hinweg soll sie Vertrauen schaffen, Orientierung geben und die Transformation als das vermitteln, was sie ist: ein gemeinsames Zukunftsprojekt für Bremen.
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