Sie sind hier:
  • Bremen macht sich stark für sozialgerechten Klimaschutz

Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft

Bremen macht sich stark für sozialgerechten Klimaschutz

20. Sitzung des Ständigen Ausschusses Klimaschutz im Bremer Rathaus

10.06.2026

Bremen ist Gastgeberin für die 20. Sitzung des Ständigen Ausschusses Klimaschutz am 11. und 12. Juni 2026. Vertreterinnen und Vertreter aller Bundesländer und des Bundes kommen im Bremer Rathaus zusammen, um sich über aktuelle Herausforderungen und Lösungen im Klimaschutz auszutauschen. Bremen hat für die Jahre 2025 und 2026 gemeinsam mit dem Bund den Co-Vorsitz in diesem wichtigen Gremium übernommen.

Dabei setzt Bremen in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt: Klimaschutz soll gerecht gestaltet werden und alle Menschen mitnehmen – unabhängig von ihrer sozialen Lage. Dazu werden zwei renommierte Experten Impulse geben: Prof. Dr. Olaf Groh-Samberg vom Socium Bremen spricht über die Bedeutung einer sozialgerechten Klimapolitik für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dirk Arne Heyen vom Öko-Institut stellt einen Sozial-Check für klimapolitische Maßnahmenvorschläge vor und benennt damit verbundene Herausforderungen und Lösungsansätze für die Verwaltung.

Neben den Impulsvorträgen stehen Berichte des Bundes zu aktuellen Themen wie Klimazielen, Energiegesetzgebung, Mobilitätsprogrammen und dem Klimasozialplan auf der Tagesordnung. Auch die Länder berichten über ihre Aktivitäten und Herausforderungen.

Bremen übernimmt Verantwortung

Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Dr. Henrike Müller begrüßt die Teilnehmenden persönlich und unterstreicht die Bedeutung des Austauschs: "Klimaschutz darf nicht nur technisch gedacht werden, sondern muss alle Bevölkerungsgruppen in den Blick nehmen. Sozialgerechter Klimaschutz ist uns in Bremen ein wichtiges Anliegen, auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt. Denn die Folgen der Klimakrise gehen uns alle an und sind längst im Alltag vieler Menschen spürbar: Immer mehr Hitzetage belasten insbesondere ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich eingeschränkte Personen. Gleichzeitig führen häufigere Starkregenereignisse zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern. Klimaschutz und Klimaanpassung sind deshalb keine abstrakte Debatte und nicht nur Zukunftsaufgaben, sondern bereits heute notwendig, um unsere Lebensqualität, unsere Gesundheit und den sozialen Zusammenhalt zu sichern."

Gerade als kleinstes Bundesland mit großen sozialen Unterschieden will Bremen zeigen, dass Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zusammengehören. Der Austausch über Landesgrenzen hinweg ist dabei ein wichtiger Baustein, um voneinander zu lernen und gemeinsam voranzukommen.

Hintergrund

Der Ständige Ausschuss Klimaschutz ist ein wichtiges Fachgremium innerhalb der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft "Klima, Energie, Mobilität – Nachhaltigkeit" (BLAG KliNa). Die BLAG KliNa bereitet die Beratungen der Umweltministerkonferenz (UMK) fachlich vor. Im Ständigen Ausschuss tauschen sich Vertreterinnen und Vertreter von Bund und Ländern aus, entwickeln gemeinsame Positionen und erarbeiten Lösungen für aktuelle klimapolitische Herausforderungen. Bremen nutzt seinen Co-Vorsitz, um gezielt soziale Aspekte in die Debatte einzubringen und Impulse für eine gerechte Klimapolitik zu setzen. Die Sitzung findet traditionell einmal im Jahr in Berlin und einmal im jeweils vorsitzenden Bundesland statt. Im kommenden Jahr übernimmt Hamburg den Co-Vorsitz.

Mit der Ausrichtung der Sitzung und dem inhaltlichen Schwerpunkt setzt Bremen ein Zeichen für einen Klimaschutz, der niemanden zurücklässt.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Ina Schulze, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96 269, E-Mail: ina.schulze@umwelt.bremen.de

Bremen von oben ·