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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung | Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Senat beschließt 1,85 Millionen Euro für Gesundheitszentrum in Gröpelingen

Städtebaufördermittel ermöglichen integrierte Gesundheitsversorgung in einem besonders von Armut betroffenen Stadtteil

09.06.2026

Der Senat hat heute (Dienstag, 9. Juni 2026) den Einsatz von 1,85 Millionen Euro aus dem Städtebauförderungsprogramm "Sozialer Zusammenhalt” für ein integriertes Gesundheitszentrum in Gröpelingen beschlossen. Mit den Mitteln wird das bestehende Gebäude "Beim Ohlenhof 14" modernisiert; die Gesamtinvestition liegt bei rund 4,6 Millionen Euro. Auf einer Bruttogrundfläche von 1.960 Quadratmetern sollen dort künftig verschiedene Professionen sektorenübergreifend und interdisziplinär zusammenarbeiten und eine ganzheitliche Versorgung auf medizinischer, pflegerischer, präventiver, kurativer, rehabilitativer und sozialer Ebene bieten.

Bausenatorin Özlem Ünsal: "Der Abbau von gesundheitlicher Ungleichheit ist nicht nur ein gesundheitspolitisches, sondern auch ein sozial- und stadtentwicklungspolitisches Ziel. Armut ist keine Option und Gesundheit unser gemeinsames Gut, dass nicht vom Wohnort abhängen darf. Deshalb investieren wir mit 1,85 Millionen Euro unserer Städtebauförderung aus dem Bauressort genau hier, wo der Bedarf am größten ist und machen aus einem Bestandsgebäude im Herzen Gröpelingens einen Ort, an dem Versorgung, Beratung und Prävention zusammenkommen. Das ist für mich gelebte soziale Gerechtigkeit.”

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard: "Mit dem Umbau des Gebäudes Beim Ohlenhof 14 für das Gesundheitszentrum Gröpelingen kommen wir einer bürgerzentrierten Versorgung einen großen Schritt näher. Zukünftig werden an diesem zentralen Ort für Gesundheit Angebote der Prävention, Gesundheitsförderung und Versorgung miteinander verbunden. Die Menschen im Quartier werden so wohnortnah unterstützt, beraten und besser durch das Gesundheitssystem geleitet. Gleichzeitig wird vor Ort ein Netzwerk geschaffen, das auf allen Ebenen Austausch ermöglicht."

Gröpelingen ist im stadtweiten Vergleich überdurchschnittlich von Armut betroffen. Zu den gesundheitlichen Folgen zählen unter anderem eine niedrigere Lebenserwartung, eine höhere Säuglingssterblichkeit und schlechtere Befunde bei den Schuleingangsuntersuchungen. Zugleich gibt es im Stadtteil weniger medizinisches und therapeutisches Personal als in anderen Stadtgebieten. Daraus folgt eine gesundheitliche Ungleichheit gegenüber der übrigen Stadtbevölkerung.

Das Bauressort hat die Idee eines "lokal integrierten Gesundheitszentrums für Alle” bereits 2021 im Zuge der Fortschreibung des Integrierten Entwicklungskonzepts (IEK) Gröpelingen aufgenommen. Ebenfalls seit 2021 fördert die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz den Verein LIGA e.V.; LIGA steht für "lokales integriertes Gesundheitszentrum für Alle". Ziel ist es, über neue Strukturen den Zugang zu Gesundheitsversorgung, Gesundheitsförderung und Prävention zu verbessern und die gesundheitliche Chancengleichheit der Gröpelinger Bevölkerung zu stärken. Der Verein betreibt derzeit eine Beratungsstelle in der Lindenhofstraße 18 mit einer wachsenden Zahl individueller Beratungs- und Gruppenangebote sowie einer breiten Netzwerkplattform: liga-groepelingen.de.

Mit dem Senatsbeschluss ist ein Meilenstein für den weiteren Ausbau erreicht: Die LIGA Gesundheits GmbH – getragen vom Evangelischen Diakonischen Krankenhaus, der AOK Bremen/Bremerhaven, der AWO und dem Verein LIGA e.V. – hat das Grundstück "Beim Ohlenhof 14” unter dem Vorbehalt der Fördermittelbewilligung erworben. Die Städtebaufördermittel von 1,85 Millionen Euro fließen in die Modernisierung des Gebäudes, machen das Vorhaben wirtschaftlich tragfähig und sichern die Finanzierung weiterer Kosten ab. Nach den derzeitigen Planungen mieten neben Arztpraxen die AWO Soziale Dienste, AWO Ambulant, eine Außenstelle des Gesundheitsamts Bremen, das Hebammenzentrum West, der LIGA e.V. sowie eine Frühberatungsstelle Flächen im Gesundheitszentrum.

Der Baubeginn der Modernisierungsarbeiten ist für das letzte Quartal 2026 vorgesehen, Fertigstellung und Bezug sind für Ende 2027 geplant. Ab Anfang 2028 sollen die Akteurinnen und Akteure in den neuen Räumlichkeiten arbeiten. Beide Ressorts begleiten die Umsetzung eng.

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