Senat legt Fahrplan vor | Verbindung nach Niedersachsen wird langfristig gesichert
26.05.2026Bremen modernisiert eine seiner zentralen Verkehrsachsen im Westen der Stadt. Im Sommer 2026 wird die Stromer Landstraße unter Vollsperrungen großflächig saniert. Parallel laufen die Planungen für den Ersatzneubau der über 70 Jahre alten Stedinger Brücke. Während der Bauzeit sichert eine Behelfsbrücke die Verbindung in das niedersächsische Umland. Die Maßnahmen sind eng mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr abgestimmt.
Özlem Ünsal, Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung: "Die Stedinger Brücke ist inzwischen über 70 Jahre alt, die Stromer Landstraße braucht eine Grunderhaltung – das ist nicht schön, aber unvermeidbar. Wir haben einen klaren Plan und setzen ihn Schritt für Schritt um: erst die Sanierung im Sommer, dann die Behelfsbrücke, dann der Neubau. Das werden Bremerinnen und Bremer und insbesondere die Pendlerinnen und Pendler spüren. Aber verantwortliche Politik heißt, ehrlich zu sagen, was nötig ist, und es dann auch zu machen."
Im Sommer 2026 werden mehrere Baufelder auf der gesamten Strecke der Stromer Landstraße unter Vollsperrungen erhalten – einschließlich des Bereichs angrenzend zur Ochtumbrücke. Erneuert werden auch die Randbereiche und Bankette. Schäden im Geh- und Radwegbereich werden im Zuge der Arbeiten auf der gesamten Strecke beseitigt, einschließlich des Abschnitts ab dem Stellfeldsweg in Richtung Ochtumbrücke. Wo der Querschnitt des Geh- und Radwegs durch Bodenablagerungen eingeengt ist, wird die ursprüngliche Breite abschnittsweise wiederhergestellt. Wie alle Hauptverkehrsstraßen in Bremen wird die Stromer Landstraße alle zwei Wochen auf Schäden kontrolliert; akute Gefahren werden sofort beseitigt, größere Schadensbilder werden gesammelt und abschnittsweise im Zuge von Sperrungen abgearbeitet.
Die 1954 errichtete Stedinger Brücke weist Tragwerksdefizite und eine fortschreitende Schadensbildung auf. Bereits 2024 wurde eine Lastbeschränkung auf 30 Tonnen angeordnet; die Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 Kilometer pro Stunde bleibt bestehen. Eine aufwändige Sanierung wäre nicht wirtschaftlich – der Senat plant daher einen Ersatzneubau an gleicher Stelle. Die Planung steht derzeit am Ende der Vorplanung. Im nächsten Schritt folgen Grunderwerb und – sobald die Finanzierung durch Bremen und Niedersachsen gesichert ist – Planfeststellung und Ausschreibung. Der Baubeginn ist nach aktuellem Stand für 2031 vorgesehen, die Bauzeit beträgt etwa eineinhalb bis zwei Jahre.
Damit die Verbindung nach Niedersachsen während des Brückenneubaus nicht abreißt, wird eine Behelfsbrücke errichtet. Aktuell werden zwei Varianten untersucht: eine Fahrbahn mit Zwei-Richtungsverkehr und begleitendem Geh- und Radweg sowie eine einspurige Fahrbahn mit Lichtsignalanlage und begleitendem Geh- und Radweg. In beiden Varianten ist ein begleitender Geh- und Radweg vorgesehen. Die Festlegung der Variante erfolgt gemeinsam mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, da die Brücke länderübergreifend in der Flussmitte liegt. Die Umleitungsstrecke soll bis Ende 2030 fertiggestellt sein, damit der Abbruch und Neubau der Hauptbrücke unmittelbar danach beginnen können.
Mit Sanierung, Behelfsbrücke und Ersatzneubau sichert der Senat die Verbindung zwischen Bremen und dem niedersächsischen Umland verlässlich, während der Bauzeit und für die Jahrzehnte danach.
Ansprechpartner für die Medien:
Aygün Kilincsoy, Pressesprecher bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Tel.: (0421) 361 - 6012, E-Mail: ayguen.kilincsoy@bau.bremen.de