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Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Tuberkulose-Verdacht: Ergebnisse liegen vor

Erster Testdurchlauf aus in einer Kita abgeschlossen

06.05.2026

Ende April wurde das Gesundheitsamt Bremen über einen Befund von offener ansteckungsfähiger Tuberkulose informiert. Aufgrund der Tätigkeit der betroffenen Person in einer Bremer Kindertagesstätte wurden in den vergangenen Tagen rund 100 Kinder durch das Gesundheitsamt Bremen vorsorglich untersucht und auf Tuberkulose getestet. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse zeigen bei einem weiteren Kind einen Kontakt mit Tuberkulose. Die anschließenden Untersuchungen ergaben jedoch keine Hinweise auf eine offene ansteckungsfähige Tuberkulose.

Um bei positiven Testergebnissen eine schnelle und gezielte Behandlung sicherzustellen, arbeitet das Gesundheitsamt Bremen im Rahmen der Untersuchungen und Testungen von Beginn an mit dem Eltern-Kind-Zentrum Prof. Hess zusammen. In enger Abstimmung ist bei einem positiven Test auf Tuberkulose die Durchführung der weiteren Diagnostik direkt in der Kinderklinik vorgesehen, was beim positiven Fall so auch umgesetzt wurde. Auch die Behandlung entsprechend der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts erfolgt durch das Eltern-Kind-Zentrum Prof. Hess. Das betroffene Kind wird derzeit – wie auch das Ende April positiv getestete Kind – mit Antibiotika behandelt. Es besteht keine Ansteckungsgefahr.

Da eine Infektion mit Tuberkulose jedoch sicher erst sechs bis acht Wochen nach der Übertragung nachgewiesen werden kann, werden die Testungen der Kinder in der Woche vor Pfingsten wiederholt. Zeitgleich werden dann auch die Beschäftigten der Kindertagesstätte durch das Gesundheitsamt Bremen auf einen Kontakt mit Tuberkulose getestet. Bereits in der vergangenen Woche hat das Gesundheitsamt Bremen dazu eine Informationsveranstaltung für die Beschäftigen der Kita durchgeführt.

Wichtige Fragen & Antworten zum Tuberkulose Bakterium

  • Was ist Tuberkulose?
    Tuberkulose (Tbc) ist eine durch Mycobacterium tuberculosis verursachte Infektionskrankheit, die meist die Lunge betrifft und gut behandelbar ist. Sie ist weltweit verbreitet, in Deutschland jedoch selten.
  • Wie wird Tuberkulose übertragen?
    Die Übertragung erfolgt über die Luft bei engem Kontakt mit einer ansteckenden Person.
    Ein relevantes Risiko besteht vor allem bei längerem, wiederholtem Aufenthalt in geschlossenen Räumen. Kurze Alltagskontakte führen in der Regel nicht zu einer Ansteckung.
  • Welche Symptome zeigen Erkrankte?
    Typische Anzeichen sind länger anhaltender Husten, Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust und Müdigkeit. Bei Kindern verläuft eine Infektion häufig mild oder ohne erkennbare Symptome.
  • Wann bricht die Krankheit aus und wie lange ist man ansteckend?
    Eine Infektion mit dem Bakterium kann meistens sechs bis acht Wochen nach der Übertragung nachgewiesen werden. Eine Infektion hat nicht immer eine Erkrankung zur Folge, sondern zeigt nur, dass das Immunsystem sich mit dem Erreger auseinandersetzt. Nur etwa 5 bis 10 Prozent der Jugendlichen und Erwachsenen und etwa 20 bis 40 Prozent der Kleinkinder und Menschen mit ausgeprägter Abwehrschwäche erkranken und sind damit ansteckend. Ansteckend sind Personen mit einer offenen Lungentuberkulose, bei denen die Erreger im Auswurf nachweisbar sind. Durch die Einnahme wirksamer Medikamente sind Erkrankte schon während der laufenden Behandlung meist nach zwei bis drei Wochen nicht mehr ansteckend.
  • Für wen ist das Bakterium gefährlich und wie wird das Bakterium behandelt?
    Besonders gefährdet sind kleine Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Nach engem Kontakt werden jüngere Kinder (unter 5 Jahre) vorsorglich behandelt, während ältere Kinder (über 5 Jahre) und Erwachsene zunächst getestet und nur bei Bedarf behandelt werden. Eine nachgewiesene Tuberkulose wird mit einer mehrmonatigen, gut wirksamen Antibiotikatherapie behandelt.

Weitere Informationen:
Weitere, auch mehrsprachige, Informationen über Tuberkulose gibt es auf der Seite des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit: shop.bioeg.de/erregersteckbrief-tuberkulose/.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Kristin Viezens, Pressesprecherin der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Tel.: (0421) 361-2082, E-Mail: kristin.viezens@gesundheit.bremen.de

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