Sie sind hier:
  • Ausbau des Hafenbahnhofs Speckenbüttel startet

Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation

Ausbau des Hafenbahnhofs Speckenbüttel startet

Erster Spatenstich für 56-Millionen-Euro-Projekt

24.04.2026

Mit dem heutigen ersten Spatenstich (24. April 2026) startet ein zentrales Infrastrukturprojekt für die Bremischen Häfen in Bremerhaven: der Ausbau und die umfassende Modernisierung des Hafenbahnhofs Speckenbüttel. Rund 56 Millionen Euro fließen dort in zusätzliche Gleiskapazitäten, moderne Leit- und Sicherungstechnik sowie die Digitalisierung der Anlagen, um den Schienengüterverkehr nachhaltig zu stärken und den Hafen noch leistungsfähiger an das Hinterland anzubinden. Der Bahnhof Speckenbüttel wurde bereits von 1913 bis 1916 errichtet und 1982 bis 1985 ausgebaut und modernisiert.

Den Spatenstich übernahmen unter anderem Bremerhavens Bürgermeister Torsten Neuhoff (2. von links), Hafensenatorin Kristina Vogt sowie Robert Howe, Geschäftsführer von Bremenports (2. von rechts) gemeinsam mit den Bauprojektpartnern.
Den Spatenstich übernahmen unter anderem Bremerhavens Bürgermeister Torsten Neuhoff (2. von links), Hafensenatorin Kristina Vogt sowie Robert Howe, Geschäftsführer von Bremenports (2. von rechts) gemeinsam mit den Bauprojektpartnern. Foto: Bremenports

Im Mittelpunkt des aktuellen Projekts steht nun die nächste Erweiterung des Bahnhofsteils Speckenbüttel. Dort entsteht mit der sogenannten "20er Gruppe" eine neue Vorstellanlage mit sieben zusätzlichen, jeweils rund 740 Meter zuglangen Gleisen. Diese werden künftig für die Abfertigung von Container-, Automobil- und Militärtransporten genutzt und ermöglichen unter anderem eine deutlich effizientere Zugbildung sowie Zwischenabstellung. Die neuen Gleise werden vollständig elektrifiziert und mit moderner Infrastruktur ausgestattet, darunter Bremsprobeanlagen, Weichenheizungen und zeitgemäße Beleuchtung. Parallel dazu wird die bestehende Infrastruktur umfassend digitalisiert, in dem die Leit- und Sicherungstechnik in das digitale Stellwerk integriert wird.

Die Gesamtmaßnahme ist eng verzahnt mit den Planungen der Deutschen Bahn zur Einrichtung eines sogenannten Hochleistungskorridors zwischen Bremen und Bremerhaven. Durch die abgestimmte Umsetzung beider Maßnahmen entstehen erhebliche Synergieeffekte: Während die Deutsche Bahn die Leistungsfähigkeit der Strecke im Hinterland steigert, schafft Bremerhaven im Hafen selbst die notwendigen Kapazitäten, um zusätzliche Verkehre effizient aufnehmen und abwickeln zu können.

Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, erläutert dazu, mit dem Ausbau des Hafenbahnhofs Speckenbüttel investiere man mit Nachdruck in die Zukunft der Häfen: "Die Investitionen von rund 56 Millionen Euro für den Schienengüterverkehr im Hafenhinterland sind wichtig, damit Bremerhaven auch langfristig ein starker, moderner und wettbewerbsfähiger Standort bleibt. Wir brauchen eine leistungsfähige Infrastruktur, die mit den Anforderungen wächst. Wir schaffen in Speckenbüttel nicht nur mehr Kapazitäten, sondern sorgen auch dafür, dass Abläufe einfacher, schneller und zuverlässiger werden. Das hilft den Unternehmen vor Ort ganz konkret und stärkt gleichzeitig unsere Position im internationalen Wettbewerb. Für uns ist das eine Investition, die sich für den Standort und seine Beschäftigten insgesamt auszahlt."

Auch der Bremerhavener Bürgermeister Torsten Neuhoff griff beim heutigen Startschuss mit Überzeugung zum Spaten: "Für Bremerhaven ist es ein überaus gutes Signal, dass im Hafen weiterhin klimafreundlich auf die Schiene gesetzt wird – damit werden zusätzliche LKW-Verkehre über die Straßen unserer Stadt vermieden und gleichzeitig wird sichergestellt, dass Bremerhaven ein leistungsfähiger Hafenstandort bleibt."

Luftaufnahme des Hafenbahnhofs Speckenbüttel in Bremerhaven.
Luftaufnahme des Hafenbahnhofs Speckenbüttel in Bremerhaven. Foto: Bremenports

Bremenports-Geschäftsführer Robert Howe ergänzt: "Der durch Senat und Bürgerschaft beschlossene Ausbau unseres Hafenbahnhofs ist ein klares Bekenntnis für den Standort und stärkt die Zukunftsfähigkeit Bremerhavens – wirtschaftlich, logistisch und auch im Hinblick auf neue sicherheitspolitische Anforderungen."

Bereits heute gilt Bremerhaven als einer der bedeutendsten Eisenbahnhäfen Europas. Mehr als 50 Prozent der Containertransporte werden über die Schiene abgewickelt. Im Hinterlandverkehr des Ro-Ro-Sektors liegt der Bahnanteil sogar bei über 80 Prozent – von PKW über schwere Landmaschinen bis hin zu Militärfahrzeugen. Auch im Zuge des Ausbaus Bremerhavens zu einem sogenannten Deployment Hub für den Umschlag militärischer Güter und Fahrzeuge kommt der leistungsfähigen Bahninfrastruktur eine Schlüsselrolle zu. Mit der Erweiterung der Vorstellkapazitäten wird ein zentrales Vorhaben des Masterplans Hafeneisenbahn und des Hafenentwicklungskonzepts 2035 umgesetzt. Ziel ist es, zusätzliche Verkehre effizient abzuwickeln, die Digitalisierung voranzutreiben und die Rolle Bremerhavens als leistungsfähiger und nachhaltiger Logistikstandort weiter zu stärken.

Achtung Redaktionen:
Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen die Fotos zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Fotos: Bremenports

Ansprechpartner für die Medien:

Bremen von oben ·