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Die Senatorin für Kinder und Bildung | Sonstige

Nach dem großen Krieg. Ein neues Europa 1918–1923

Open-Air-Ausstellung auf dem Rudolf-Hilferding-Platz

27.09.2023

Pressemitteilung der Landeszentrale für politische Bildung Bremen

Die deutsch- und englischsprachige Ausstellung "Nach dem großen Krieg. Ein neues Europa 1918–1923" ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit im Rahmen des Europäischen Netzwerks Erinnerung und Solidarität, in welche die Perspektiven und die Expertisen mehrerer Länder einflossen. Vom 6. bis 29. Oktober 2023 ist die Open-Air-Ausstellung in Bremen auf dem Rudolf-Hilferding-Platz (vor dem Haus des Reichs) zu sehen. Die Eröffnung findet am 6. Oktober um 15 Uhr mit dem Bremer Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte und den Veranstaltern statt. Im Anschluss folgt eine Führung durch die Ausstellung.

Die Open-Air-Ausstellung umfasst die fünf Jahre nach dem Ersten Weltkrieg (1918–1923), eine Zeit des Aufruhrs, in der politische, militärische, kulturelle, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen in Mittel- und Osteuropa kumulierten. Diese Jahre symbolisieren auch die Emanzipation der Frau. Neue intellektuelle Strömungen sowie moderne Entwicklungen hielten Einzug in Wissenschaft und Gesellschaft. Bemühungen um Friedenssicherung und Unabhängigkeitsbestrebungen entfalteten ihre Dynamik. Sie waren begleitet von politischem Revisionismus, territorialen Ansprüchen und einem Gewaltniveau, das den Krieg an vielen Orten vor allem im östlichen Europa fortsetzte.

Die Ausstellung zeigt, wie aus der Erbmasse der vier Großmächte Russisches Reich, Deutsches Reich, Habsburger Monarchie und Osmanisches Reich neue Staaten hervorgingen, die wesentlich zur Neuordnung Europas nach 1918 beitrugen. Mehr als 200 Archivdokumente in multimedialer Form – Fotos, Karten und Filme – ergeben zusammen mit vielen individuellen Zeugnissen ein komplexes und anschauliches Bild des damaligen Europas.

Die Ausstellung "Nach dem großen Krieg. Ein neues Europa 1918–1923" wird seit fünf Jahre im Rahmen einer internationalen Tournee präsentiert. Bisher wurde sie in 23 Städten in 13 Ländern ausgestellt: Prag (Tschechische Republik), Sarajevo (Bosnien und Herzegowina), Bratislava (Slowakei), Verdun (Frankreich), Berlin und Weimar (Deutschland), Rijeka (Kroatien), Wien (Österreich), Kaunas und Vilnius (Litauen), Tallinn (Estland), Darmstadt (Deutschland), Dublin (Irland), Sibiu (Rumänien), Triest (Italien), Breslau, Krakau, Warschau, Posen, Lublin, Stettin, Danzig (Polen) und Brüssel (Belgien). Weitere Informationen zum Projekt, den an der Vorbereitung der Ausstellung beteiligten Experten und der internationalen Tournee finden Sie unter: www.enrs.eu/afterthegreatwar.

Veranstalter: Das Europäische Netzwerk Erinnerung und Solidarität (ENRS, Warschau), das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE, Oldenburg) und die Landeszentrale für politische Bildung Bremen in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bremen und weiteren lokalen Partnern.

Weitere Informationen:
Tobias Peters, Landeszentrale für politische Bildung Bremen, Tel.: (0421) 361-2098, E-Mail: tobias.peters@lzpb.bremen.de]

Ansprechpartnerin für die Medien:
Patricia Brandt, Pressesprecherin bei der Senatorin für Kinder und Bildung, Tel.: (0421) 361-10411, E-Mail patricia.brandt@bildung.bremen.de