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Der Senator für Finanzen | Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Mit nachhaltigen Gebäuden zur klimaneutralen Stadt

Baustandards für öffentliche Gebäude in Bremen werden aktualisiert

18.04.2023

Die Klimaenquete-Kommission hat in ihrem Abschlussbericht die Ziele klar formuliert: Das Land Bremen soll bis zum Jahr 2038 klimaneutral, die öffentlichen Gebäude sogar bereits ab 2035 klimaneutral mit Energie versorgt sein. Der Senat hat diese Ziele übernommen. Um sie zu erreichen ist die Anpassung der Baustandards für öffentliche Gebäude erforderlich. Der Senator für Finanzen hat dem Senat in seiner heutigen Sitzung (18. April 2023) einen entsprechenden Vorschlag vorgelegt.

Dazu Finanzsenator Dietmar Strehl: "Klar ist, wir müssen sehr viel schneller und grundlegender als bisher den öffentlichen Gebäudebestand sanieren, um hier bis 2035 klimaneutral zu sein. Das ist – auch vor dem Hintergrund des notwendigen Ausbaus der Schulen und Kitas – eine riesige Herausforderung. Die neuen Baustandards sind darauf ausgerichtet, die beschlossenen Klimaziele so effektiv wie möglich zu erreichen."

Der entscheidende Schritt gegenüber den bisher geltenden Baustandards ist die Wärmwende, das heißt der Wechsel von fossilen hin zu erneuerbaren Energieträgern. An erster Stelle soll hier Fernwärme genutzt werden. Ist dies nicht möglich, sollen Wärmepumpen zum Einsatz kommen. Neubauten werden künftig nach Effizienzhaus 40- Standard errichtet. Zusätzlich werden höhere Anforderungen an den Wärmeschutz und die Belüftung gestellt. Bei den Dächern von Neubauten soll eine Vollbelegung mit Photovoltaik angestrebt werden. Die Mindestanforderungen der mit Photovoltaik-Anlagen zu belegenden Bruttodachflächen liegen bei 50 Prozent und sollen so geplant werden, dass eine möglichst große Fläche dafür nutzbar ist. Auch Sanierungen von öffentlichen Gebäuden orientieren sich am EH40-Niveau.

Grundsätzlich soll die Sanierung von Gebäuden einem Abriss und Neubau vorgezogen werden. Dazu die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Dr. Maike Schaefer: "Wir dürfen nicht so weiterbauen, wie bisher. Es schadet dem Klima, wenn wir Baumaterialien energieaufwändig neu herstellen und dann aufwändig entsorgen oder recyceln müssen. Bremen denkt hier um und setzt auf Sanierung und nachhaltige Baumaterialien wie Holz. Das ist erst der Anfang. Wir müssen auch beim Bauen in Kreisläufen denken. Das schont Ressourcen und ist gut fürs Klima."

Um Bauprojekte zu beschleunigen, sehen die neuen Baustandards keine gesonderte Prüfinstanz für energetische Aspekte vor. Die Einhaltung der Standards sichern die bereits bestehenden Verfahren nach den Richtlinien für Planung und Durchführung von Bauaufgaben.

Ansprechpartner für die Medien:

  • Gregor Möllring, stellvertretender Pressesprecher beim Senator für Finanzen, Tel.: (0421) 361 94168, E-Mail: presse@finanzen.bremen.de
  • Jens Tittmann, Pressesprecher bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Tel.: (0421) 361-6012, E-Mail: jens.tittmann@umwelt.bremen.de