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Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation

Start der neuen Start-up Förderung im Land Bremen

Antragsstellung ab 26. April möglich

17.04.2023

Nach dem Beschluss des Senats vom 31. Januar 2023 zur Einrichtung eines neuen Förderprogramms für Start-ups wird nun der Startschuss für die Antragsstellung am 26. April 2023 gegeben. Antragsberechtigt sind Start-ups im Land Bremen, die sich in den ersten fünf Jahren nach Gründung befinden. Das neue Förderprogramm unterstützt diese Unternehmen dabei, ihr Produkt zur Marktreife zu führen. Insgesamt stehen für das Programm in der ersten Phase bis 2025 Mittel in Höhe von rund vier Millionen Euro zur Verfügung, mit maximal 150.000 Euro als Fördersumme pro Gründungsvorhaben.

Das Wirtschaftsressort rechnet mit neun bis zwölf geförderten Projekten zusätzlich pro Jahr. Die maximale Laufzeit pro Projekt beträgt 24 Monate. Laut Startupdetector-Report gab es 2021 im Land Bremen 20 Start-up-Gründungen.

Dazu Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa: "Ein Wirtschaftsstandort wird durch Gründerinnen und Gründer belebt. Sie treiben Innovationen an und schaffen und sichern Arbeitsplätze. Das neue Start-up-Programm ist ein Meilenstein bei der Förderung innovativer Gründungsvorhaben. Die neue Förderung ist eine besonders umfassende Hilfestellung, gerade in der Aufbauphase von Start-ups. Mit Zuschüssen zu allen benötigten Ausgaben, etwa für Personal, Marketing oder die Entwicklung von Prototypen, können wir Start-ups dabei unterstützen, ihre Ideen in die Marktreife zu bringen. Das gab es vorher in der Start-up-Förderung Bremens nicht. Das neue Programm ergänzt die bereits bestehenden Angebote wie Coachings, Mikrokredite oder Beteiligungen. Sie hat das Potenzial, die Anzahl der Start-ups vor Ort deutlich zu erhöhen."

"In den vergangenen Wochen haben wir mit Hochdruck an der schnellen inhaltlichen und digitalen Umsetzung des Förderprogramms gearbeitet und freuen uns, dass wir die Antragsstellung jetzt bereits nach kurzer Zeit ermöglichen können", sagt Ralf Stapp, Vorsitzender Geschäftsführer der BAB – Die Förderbank. "Mit dem Start rechnen wir mit einem großen Beratungsaufwand, da die Antragsstellung mehrere Prozessschritte vorsieht. Das Starthaus Bremen und Bremerhaven ist bestens gewappnet, den Antragsstellenden auf dem Weg zur Förderung zur Seite zu stehen."

Nils Schnorrenberger, Geschäftsführer der BIS Wirtschaftsförderung Bremerhaven ergänzt: "Auch wir freuen uns über die schnelle Ausgestaltung der Förderrichtlinie mit den Kolleginnen und Kollegen der BAB und sind gespannt auf die ersten Projektskizzen der Start-up-Szene. Für den Standort Bremerhaven erhoffen wir uns innovative Ideen, die zur Entwicklung neuer Technologien und Produkte führen, starke Impulse um diese Innovationen voranzutreiben und natürlich auch neue Arbeitsplätze."

Der Prozess sieht vor, dass interessierte Start-ups zunächst eine Projektbeschreibung, ein sogenanntes Pitchdeck, einreichen. Nach deren Begutachtung besteht die anschließende Antragsstellung aus wenigen Schritten, mit denen die Förderfähigkeit des Gründungsvorhabens geprüft wird. Dazu gehören eine Projektpräsentation, ein sogenannter Pitch, sowie ein Businessplan und eine Kostenkalkulation für das Projekt. Überzeugen Pitch und Unterlagen, soll anschließend die Antragsstellung für Bremen über das BAB-Förderportal "Förderbar" erfolgen. In Bremerhaven ist der Antrag schriftlich bei der BIS einzureichen.

"Mit diesem Prozess wollen wir sicherstellen, dass die Startups schon einen gewissen Reifegrad mit sich bringen oder prüfen, ob sie noch in einer Vorstufe stehen und zunächst an ihrer Geschäftsidee feilen sollten", sagt Petra Oetken, Leiterin des Starthauses Bremen und Bremerhaven. "Auch dafür können wir im Starthaus Programme anbieten, wie zum Beispiel den Open Innovation Cycle, der etwas früher im Prozess ansetzt und die Geschäftsmodelle nochmal auf die Probe stellt. Die Start-ups sollen die Fördermittel möglichst effektiv einsetzen können, weshalb Vorarbeiten wie ein validiertes Geschäftsmodell abgeschlossen sein sollten", führt Oetken aus.

Interessierte Start-ups erhalten Informationen beim Starthaus, einem Segment der BAB – Die Förderbank, und bei der BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwickung GmbH. Die Umsetzung des neuen Programms erfolgt in Bremen durch die BAB und in Bremerhaven durch die BIS.

Weitere Informationen gibt es auf der Starthaus-Website unter www.starthaus-bremen.de/de/page/finanzierung/startupfoerderung.

Über das Starthaus:

Das Starthaus ist die zentrale Anlaufstelle im Bremer Gründungsökosystem. Es begleitet Gründungs- und Aufbauprozesse, stellt Kontakte zum Gründungsnetzwerk des Landes Bremen her und konzipiert und koordiniert die verschiedenen Förderbausteine. In der Starthaus-Initiative arbeitet die Gründungsszene des Landes Bremens eng zusammen, um Gründungsinteressierte auf dem Weg in die erfolgreiche Selbstständigkeit zu begleiten. Das Starthaus wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Weitere Informationen: www.starthaus-bremen.de, www.starthaus-bremerhaven.de

Ansprechpartnerinnen für die Medien:

  • Kristin Viezens, Pressesprecherin bei der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, Tel.: (0421) 361-59090, E-Mail: kristin.viezens@wae.bremen.de
  • Vanessa Roth, Pressesprecherin BAB – Die Förderbank, Tel.: (0421) 9600-388, E-Mail: vanessa.roth@bab-bremen.de
  • Insa Rabbel, Leiterin Stabsstelle Standortmarketing, BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung GmbH, Tel.: 0471 94646-926, E-Mail: rabbel@bis-bremerhaven.de