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Neue Ansiedlung im Steingut-Quartier

Gestra beabsichtigt Umzug nach Bremen-Grohn | Öffentliche Veranstaltung informiert über aktuelle Pläne

04.04.2023

Der Investorengemeinschaft "Steingut Projekt GmbH" ist es gelungen, das Unternehmen Gestra aus Bremen-Findorff für eine Ansiedlung im neuen Steingut-Quartier in Bremen-Grohn zu gewinnen. Für die Verlagerung seines Standorts benötigt das Unternehmen eine Fläche von fünf Hektar. Es soll dort ein CO2-neutraler Neubau entstehen, der alle aktuellen Nachhaltigkeitsstandards erfüllt.

Das Interesse des traditionsreichen Bremer Unternehmens an einem Standort im Steingut-Quartier macht es nötig, den städtebaulichen Entwurf anzupassen: Im Februar 2022 hat die Baudeputation auf Grundlage eines Entwurfs des Büros Schönbornschmitz für das etwa zehn Hektar große Betriebsgelände der Norddeutschen Steingut das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans "Steingut" (1629) eingeleitet. Daraufhin hat das Bauressort die dafür erforderlichen Beteiligungsverfahren durchgeführt. Der Flächenbedarf, den das Unternehmen Gestra für eine Verlagerung seiner Produktionsstätte und aller anderen Unternehmensbereiche benötigt, macht jedoch eine weitreichende Anpassung des städtebaulichen Entwurfs erforderlich. Daher wird die Baudeputation in einer Sitzung am Donnerstag, den 13. April 2023 über die Änderung der mit dem Bebauungsplan verfolgten Ziele und die Prüfung der Ansiedlung des Unternehmens in Grohn beraten.

Das heutige Betriebsgelände der Norddeutschen Steingut in Grohn soll zu einem "neuen Ort der produktiven Stadt" werden. Die Planung sieht bislang eine Mischung aus Wohnen und Arbeiten in hoher räumlicher Dichte sowie ergänzende soziale Infrastruktureinrichtungen vor. Mit Gestra als Teil des Quartiers würde der gewerbliche Aspekt dieser Planung deutlich gestärkt werden. Die Planung soll von der Steingut Projekt GmbH umgesetzt werden.

Dr. Maike Schaefer, Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, unterstützt das Interesse von Gestra an diesem Standort. "Die Ansiedelung wäre ein sehr wichtiger Impuls für Bremen Grohn und Bremen-Nord. Das Konzept der 'produktiven Stadt' mit Wohnen und Arbeiten in einem Quartier mit gutem ÖPNV-Anschluss hat sich bewährt und erweist sich als Standortvorteil. Eine CO2-neutrale Umsetzung des Neubaus wäre ein sehr klares Vorbild für künftige Bauunterfangen in Bremen. Gestra könnte hier verdeutlichen, dass ein solch wichtiges klimapolitisches Projekt mit hoher Signalwirkung rentabel umzusetzen ist."

Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa schließt sich dem an: "Die Ansiedlung der Gestra AG auf dem Steingut-Quartier ist ein toller Erfolg für Bremen und insbesondere auch für den Bremer Norden. Dem 1902 gegründeten Traditionsunternehmen kann die notwendige Entwicklungsperspektive am Standort Bremen geboten werden. So sichern wir mehr als 400 Arbeitsplätze für Bremen. Für den Bremer Norden bedeutet dies eine Stärkung als Arbeits- und Wirtschaftsstandort. Mit der Ansiedlung kommen wir dem Ziel, das Steingut-Areal zu einem Ort der Produktiven Stadt zu entwickeln, einen großen Schritt näher. Statt auf eine Trennung in Wohn- und Schlafstätten einerseits und reine Gewerbegebiete andrerseits setzen wir dabei auf einen guten Mix aus Arbeiten, öffentlicher Nutzung, Aufenthaltsqualität und Wohnen, und das unter Aspekten der Nachhaltigkeit."

Die Investoren Olaf Mosel und Thorsten Nagel von der Steingut Projekt GmbH werben ebenfalls für die Planungen: "Wir freuen uns ein so erfolgreiches Unternehmen, mit dieser hohen Anzahl an qualifizierten Arbeitsplätzen, in Grohn anzusiedeln und sind den Senatorinnen Schäfer und Vogt sehr dankbar für die große Unterstützung bei diesem Vorhaben."

Friedhelm Lefting, Vorstandsvorsitzender der Gestra AG, sagt: "Ausschlaggebend für unser Interesse am Steingut-Quartier ist einerseits die gute Verkehrs- und ÖPNV-Anbindung am neuen Standort. Andererseits wollen wir auch gern daran mitwirken, ein attraktives Quartier für den Stadtteil und unsere Mitarbeitenden zu schaffen. Gestra wird mit allen Unternehmensbereichen nach Grohn kommen: Produkt- und Technologieentwicklung, Akademie, Vertrieb, Produktion sowie sämtlichen Zentralfunktionen. Wir haben unser Wachstum in den letzten Jahren als Teil der Spirax-Sarco Engineering PLC (UK) beschleunigt und stoßen am derzeitigen Standort in Findorff an unsere Grenzen. Wir glauben, dass wir unsere langfristigen Strategien am Standort Steingut noch besser umsetzen, und unseren Mitarbeitenden dort zudem ein inklusives und vielfältiges Umfeld bieten können. Wir bei Gestra freuen uns auf die Realisierung dieses wichtigen Projekts, an dem sehr viele Mitarbeitende direkt und indirekt beteiligt sein werden."

Um die Öffentlichkeit über die neuen Chancen für den Standort Steingut zu informieren, führt das Bauamt Bremen-Nord am Donnerstag, den 20. April 2023 um 19 Uhr eine Videokonferenz durch. Stadtentwicklungssenatorin Maike Schaefer, Vertreter und Vertreterinnen des Bauamt Bremen-Nord sowie Wirtschaftsstaatsrat Sven Wiebe werden zusammen mit Akteuren der Steingut Projekt GmbH und ihrem Architekturbüro Schönbornschmitz mit der Öffentlichkeit über die geänderten Rahmenbedingungen sprechen.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zu dieser Videokonferenz eingeladen. Die Einwahl erfolgt über https://meet.goto.com/bbn/. Für diejenigen, die nicht über die technischen Voraussetzungen verfügen, besteht die Möglichkeit persönlich an der Veranstaltung teilzunehmen. Hierzu wird um eine vorherige Anmeldung per E-Mail an stadtplanungnord@bau.bremen.de gebeten.

Ansprechpersonen für die Medien:

  • Jens Tittmann, Pressesprecher bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Tel.: (0421) 361-6012, E-Mail: jens.tittmann@umwelt.bremen.de
  • Kristin Viezens, Pressesprecherin bei der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, Tel.: (0421) 361-59090, E-Mail: kristin.viezens@wae.bremen.de