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Erster Schritt zum Aus-und Weiterbildungscampus

Workshop zu wichtigem Projekt im Rahmen der Klimaschutzstrategie 2038

13.12.2022

Gemeinsame Pressemitteilung mit der Handels- und der Handwerkskammer

Gemeinsam mit dem Handwerk und Industrieunternehmen soll in Bremen ein Campus für Aus- und Weiterbildung im Kontext der Transformation, Klimaschutz und erneuerbaren Energien entstehen. Ziel ist es, in Bremen mittelfristig die Fachkräftesituation zu verbessern, in dem Aus- und Weiterbildung auf höchstem technischen und pädagogischen Niveau umgesetzt werden kann. Klimaneutralität und der damit verbundene Bedarf an Fachkräften im Bereich der erneuerbaren Energien kann nur gedeckt werden, wenn alle Potentiale von der Ausbildung, über die Gewinnung von Frauen und vor allem die Qualifizierung von vorhandenen Personal erschlossen werden.

Das gilt für alle von der Transformation betroffenen Bereiche wie etwa der Dekarbonisierung der Industrie, Entwicklung und Anwendung neuer Technologien, oder der Gebäudesanierung. Der geplante Campus sichert die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und erhöht die Attraktivität des Innovationsstandorts Bremen für Ansiedlungen. Durch die Verzahnung von Ausbildung, Weiterbildung im Bereich Handwerk und Industrie und einer modernen Berufsschule können insbesondere bei der Ausstattung mit neuesten Unterrichtsmaterialien und Technologien, weitreichende Synergien genutzt werden.

Kai Stührenberg, Staatsrat für Arbeit, eröffnet den Workshop zum Aus- und Weiterbildungscampus für Innovation, Transformation und Klimaschutz. Foto: Wirtschaftsressort
Kai Stührenberg, Staatsrat für Arbeit, eröffnet den Workshop zum Aus- und Weiterbildungscampus für Innovation, Transformation und Klimaschutz. Foto: Wirtschaftsressort

Einen ersten Schritt zu diesem Aus- und Weiterbildungscampus für Innovation, Transformation und Klimaschutz hat es am vergangenen Freitag (9. Dezember 2022) gegeben. Unternehmen, Sozialpartnerinnen und -partner, Kammern, Hochschulen, die Senatskanzlei, die senatorische Behörde für Kinder und Bildung sind auf Einladung der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa und zu einem Workshop zusammengekommen. Dort wurde erörtert, welche konkreten Anforderungen es für einen solchen Campus gibt, welche Bedarfe vorhanden sind und wie die Zusammenarbeit von privaten und staatlichen Akteuren umgesetzt werden kann.

Ziel ist es, den Campus zu einem Ort von überregionaler Strahlkraft zu machen. Ein Ort, an dem Aus- und Weiterbildung eng mit akademischer Bildung verzahnt wird. Mit der Vision, einen solchen Ort zu schaffen, übernimmt das Land Bremen eine Vorreiterrolle bei dem Aus- und Aufbau von Lernorten für Berufe, die sich mit dem der Ausbau erneuerbare Energien beschäftigen.

Grundlage für den Aus- und Weiterbildungscampus für Innovation, Transformation und Klimaschutz ist der Beschluss des Senats vom 15. November 2022 zur Klimaschutzstrategie 2038. Der Aufbau eines Aus- und Weiterbildungscampus ist Teil dieser Strategie, aufgeführt in der Fastlane für wirtschaftliche Transformation. Auf Basis der im Workshop gewonnenen Erkenntnisse soll nun der Planungsprozess im Detail starten.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Der geplante Aus- und Weiterbildungscampus ist gut für Arbeitsplätze, gut für die Umwelt und gut für den Standort Bremen. Und er ist ein wichtiger Baustein dafür, dass die heimische Wirtschaft den Strukturwandel meistert, dass sie fit für die Zukunft wird und gestärkt aus den aktuellen Krisen hervorgeht. Dank des drei Milliarden Euro schweren Modernisierungsboosters haben wir jetzt die Schlagkraft, solche zukunftsweisenden Investitionen zu unterstützen."

Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa: "Ohne ausreichende Fachkräfte können die Ziele der Klimaschutzstrategie 2038 nicht erfüllt werden. Von Wasserstofftechnologien, Wärmversorgung bis zur energetischen Sanierung: es ist wichtig, bereits jetzt dafür zu sorgen, dass qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen. Mit unserer Landesagentur für berufliche Weiterbildung haben wir eine wichtige Infrastruktur geschaffen. Nun geht es darum, gemeinsam mit den Berufsschulen und weiteren Akteuren ein Zentrum für Aus- und Weiterbildung für Innovation, Transformation und Klimaschutz aufzubauen."

Sascha Aulepp, Senatorin für Kinder und Bildung: "Die enge Verzahnung betrieblicher Aus- und Weiterbildung mit den berufsbildenden Schulen sichert den gegenseitigen Austausch von Schule und Betrieb, Theorie und Praxis. Gerade in einem so hoch dynamischen Feld wie der Erneuerbaren Energie ist es wichtig, Kompetenzen und Kapazitäten zu bündeln und Synergien zu heben, vom Fachraum über technische Ausstattung bis hin zur gemeinsamen Mensa. Den Aus- und Weiterbildungscluster Erneuerbare Energien mit der Campusvision der berufsbildenden Schulen zu verbinden, ergibt daher absolut Sinn."

Dr. Matthias Fonger, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven sagt: "Wir sind ein innovationsstarker Industriestandort. Bremische Unternehmen benötigen qualifizierte Fachkräfte, um für den technologischen Wandel hin zu einer klimaneutraleren Produktion die notwendigen Innovations- und Transformationsprozesse aktiv gestalten zu können. Die Handelskammer befürwortet es, klimaschutzrelevante Inhalte beispielsweise zur Dekarbonisierung des Fahrzeugbaus und der Zulieferindustrie, zur Umstellung auf die Wasserstofftechnologie, Elektromobilität und Windkraft verstärkt auch in der beruflichen Weiterbildung zu berücksichtigen. Entsprechend unterstützen wir die geplante Weiterbildungsinitiative im Bereich erneuerbare Energien, für deren Konzept gemeinsam mit der Wirtschaft erste gute Grundlagen geschaffen wurden. Wichtig ist jetzt, dass wir zügig zu weiteren Entscheidungen kommen, um möglichst bald mit entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen beginnen zu können."

Andreas Meyer, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Bremen: "Wenn es darum geht, den Klimaschutz in Haushalten und Unternehmen umzusetzen, spielt das Handwerk eine zentrale Rolle. Beispiele dafür sind die Wärmedämmung von Gebäuden, die Installation von Wärmepumpen und Photovoltaik-Anlagen oder die Wartung und Reparatur von Elektrofahrzeugen. Ein Campus mit dem Schwerpunkt erneuerbare Energien könnte dazu beitragen, den Handwerksunternehmen optimale Bedingungen für ihre Aus- und Weiterbildung zu bieten und damit auch den Fachkräftemangel verringern."

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