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Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft

Wissenschaftssenatorin initiiert Stipendienprogramme für ukrainische Studierende

01.07.2022

Geflüchtete ukrainische Studierende und Ukrainerinnen und Ukrainer, die bereits vor Kriegsbeginn im Land Bremen studiert haben, können in zwei Förderrichtlinien Gelder in Höhe von insgesamt 133.200 Euro beantragen. Gefördert wird zum einen der Wiedereinstieg ins Studium und zum anderen die Unterhaltssicherung von in finanzielle Not geratene Studierende.

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine sind über 8.000 ukrainische Geflüchtete nach Bremen gekommen. Einige von ihnen mussten ihr Studium unterbrechen und möchten jetzt an den landesbremischen Hochschulen ihr Studium fortsetzen. Doch häufig sind die finanziellen Mittel knapp und die Studierenden benötigen Unterstützung. "Es ist uns ein großes Anliegen, diesen jungen Menschen eine finanzielle Sicherung zum Wiedereinstieg in das Fachstudium zu geben," erläutert Wissenschaftssenatorin Dr. Claudia Schilling die Auslobung der Fördergelder. 25 Bachelor- oder Masterstudierende werden mit einer einmaligen Summe von jeweils bis zu 1.200 Euro gefördert. "Dieses Geld kann unter anderem für Lehr- und Lernmaterialien oder zur Finanzierung des Semesterbeitrages genutzt werden," so Senatorin Dr. Schilling weiter. Die Bewerbungsfrist endet am 30. November 2022.

Wegbrechen finanzieller Unterstützung führt zu Notlagen

Aber auch die Ukrainerinnen und Ukrainer, die schon vor dem 24. Februar 2022 als internationale Studierende an den landesbremischen Hochschulen eingeschrieben waren, stehen vor großen finanziellen Schwierigkeiten. "Für internationale Studierende ist das Wegbrechen der finanziellen Unterstützung aus dem Elternhaus besonders hart, da sie nicht auf staatliche Förderung in Deutschland bauen können," betont Senatorin Dr. Schilling. "Daher stellen wir Mittel zur Verfügung, um 40 Studierenden für bis zu sechs Monate eine Unterhaltssicherung in Höhe von monatlich 430 Euro anbieten zu können. Für die sprachliche und fachliche Vorbereitung der geflüchteten Studierenden können wir dankenswerterweise auf die bestehenden Strukturen der Academy HERE AHEAD zurückgreifen. Hier werden seit 2016 sehr erfolgreich internationale Studierende auf ein Studium an unseren Hochschulen vorbereitet," so Senatorin Dr. Schilling. "Ich freue mich, dass bis zu 65 ukrainische Studierende in dieser Notsituation unterstützt werden können.

Informationen zu den beiden Förderlinien finden sich auf der folgenden Webseite: www.aheadbremen.de/de/stipendien/Stipendienprogramm_Ukraine.php

Die Academy HERE AHEAD

Die Academy HERE AHEAD ist eine gemeinschaftliche Einrichtung der fünf staatlichen Hochschulen des Landes Bremen. Sie bietet internationalen Studieninteressierten mit und ohne Fluchthintergrund Programme zur Studienvorbereitung an einer landesbremischen Hochschule. Dabei umfasst das Angebot den Spracherwerb bis zum nötigen C1-Niveau (GER), überfachliche Seminare wie wissenschaftliches Arbeiten und interkulturelle Trainings sowie eine fachliche Vorbereitung. Studieninteressierte mit einer indirekten Hochschulzugangsberechtigung können nach erfolgreicher Zugangsprüfung ein Studium an den staatlichen Hochschulen im Land Bremen aufnehmen.
Weitere Informationen dazu unter www.aheadbremen.de

Fragen beantwortet:
Alexandra Kinne, Beratung und Stipendien, Academy HERE AHEAD, Telefon: (0421) 218-69681, E-Mail: kinne@aheadbremen.de

Ansprechpartnerin für die Medien:
Ana Belle Becké, Stellv. Pressesprecherin bei der Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Tel.: (0421) 361-83158, E-Mail: anabelle.becke@swh.bremen.de