ZDF-Fernsehrat bekennt sich einstimmig zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk
29.09.2026Die Bremer Senatorin Özlem Ünsal weist Vorschläge zur Privatisierung des ZDF und zur Auflösung erfolgreicher Rundfunkanstalten wie Radio Bremen entschieden zurück. Ünsal gehört dem ZDF-Fernsehrat als staatliche Vertreterin für Bremen der Länderbank an. Das Gremium hat sich in seiner 10. Sitzung am 25. September 2026 in Mainz einstimmig zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk bekannt.
Damit reagiert das Kontrollgremium auch auf die Debatte, die Kulturstaatsminister Wolfgang Weimer mit seinen Aussagen ausgelöst hatte. Getragen wird der Beschluss einstimmig von den 16 Ländern und mehr als 40 zivilgesellschaftlichen Institutionen im Fernsehrat.
Senatorin Özlem Ünsal: "Rundfunkpolitik ist Ländersache, und Medienpolitik auch Demokratiepolitik. Der Vorstoß ist nicht nur falsch, er kommt angesichts der aktuellen politischen Ereignisse auch zur Unzeit. Die Branche selbst hat die neue Frontstellung längst erkannt: Genau jene, die jetzt gegeneinander in Stellung gebracht werden sollen, treten gemeinsam für professionellen Journalismus ein."
Eine Privatisierung des ZDF und die Auflösung erfolgreicher Anstalten wie Radio Bremen oder des Saarländischen Rundfunks würden weder Verlage noch private Rundfunkanbieter stärken, so Ünsal. "Sie schwächen vielmehr genau jene publizistische Infrastruktur, die Deutschland zwingend braucht: gegen die Macht globaler Plattformen, gegen algorithmische Steuerung durch KI-Systeme von Big-Tech-Unternehmen, gegen Desinformation und politische Einflussnahme. Deshalb widersprechen wir im Fernsehrat diesen Vorschlägen entschieden, einstimmig und mit einem klaren Bekenntnis zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk", erklärt gemeinsam mit Prof. Dr. Andreas Breiter (Bereich Wissenschaft und Forschung). Beide sind Bremer Mitglieder des ZDF-Fernsehrat.
Zum Beschluss des ZDF-Fernsehrats: www.zdf.de
Ansprechpartner für die Medien:
Aygün Kilincsoy, Pressesprecher bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Tel.: (0421) 361 - 6012, E-Mail: ayguen.kilincsoy@bau.bremen.de