Gespräche erfolgreich: Ab Sommerflugplan 2027 einmal täglich nach Frankfurt und vier Flüge nach München
25.09.2026Ab dem Sommerflugplan 2027 soll Lufthansa Bremen wieder einmal täglich mit Frankfurt sowie fast viermal täglich mit München verbinden. Damit werden wichtige Hub-Anbindungen für die Region gesichert und die internationale Erreichbarkeit des Wirtschaftsstandorts Bremen gestärkt.
Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte begrüßt die Ankündigung: "Die Wiederbelebung der Frankfurt-Verbindung ist ein wichtiger Meilenstein und ein klares Signal für den Wirtschaftsstandort Bremen und den Nordwesten insgesamt. Wir sind uns aber einig, dass dies nur ein erster Schritt sein kann. Für eine weitere Stärkung der Konnektivität unserer regionalen Wirtschaftszentren und damit auch Bremens müssen wir die Standortnachteile Deutschlands im Luftverkehrsmarkt ausgleichen. Dies sind im europäischen Vergleich deutlich zu hohe Steuern und Abgaben, die den Luftverkehr in Deutschland insgesamt ausbremsen. Hier muss dringend und vor allem schnell Abhilfe geschaffen werden."
Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation Kristina Vogt begrüßt die angekündigte Ausweitung des Lufthansa-Angebots am Flughafen Bremen: "Das ist ein sehr gutes Signal für Bremen und die gesamte nordwestdeutsche Wirtschaft. Zuverlässige Verbindungen zu den großen Drehkreuzen Frankfurt und München sind für unsere Unternehmen, für internationale Investitionen und für die Wertschöpfung am Standort von großer Bedeutung. Bremen steht im globalen Wettbewerb und gute Erreichbarkeit ist dafür ein entscheidender Standortfaktor. Dieser Erfolg ist das Ergebnis von intensiven und konstruktiven Gesprächen zwischen Wirtschaft und Politik. Wir haben als Landesregierung alles dafür getan, die Erreichbarkeit des Standorts Bremen zu sichern und werden dies auch weiterhin tun."
Mit der wiederaufgenommenen Verbindung verbessert sich die Anbindung Bremens an das internationale Streckennetz der Lufthansa Group deutlich. Über die Drehkreuze Frankfurt und München erhalten Unternehmen, Geschäftsreisende sowie Besucherinnen und Besucher der Region Zugang zu zahlreichen nationalen, europäischen und interkontinentalen Zielen.
Diese leistungsfähigen Luftverkehrsanbindungen sind insbesondere für exportorientierte Unternehmen, die Luft- und Raumfahrt, die maritime Wirtschaft, die Automobilindustrie, die Wissenschaft sowie die zahlreichen mittelständischen Betriebe im Land Bremen unverzichtbar.
Auch für den Flughafen Bremen ist die Ausweitung des Angebots ein bedeutender Schritt. Die zusätzliche Verbindung trage dazu bei, die Rolle des Flughafens als zentrale Verkehrsinfrastruktur für Bremen und die Region zu festigen.
Die Entscheidung der Lufthansa ist klares Bekenntnis zum Standort Bremen und kündigt an, den Dialog mit den Fluggesellschaften, der Flughafen Bremen GmbH und der Wirtschaft weiter fortzusetzen. Gemeinsames Ziel bleibt es, die Erreichbarkeit Bremens nachhaltig zu sichern und den Standort im internationalen Wettbewerb weiter zu stärken.
André Grobien, Präses der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven, sagt: "Die unter schwierigen Vorzeichen verhandelte Wiederaufnahme der Lufthansa-Verbindung Bremen-Frankfurt ist für unsere Region grundsätzlich eine gute Nachricht. Sie ist ein wichtiger erster Schritt, auch wenn sich die Bremer Unternehmen und die Wirtschaft in der gesamten Nordwestregion für die Anbindung an das internationale Drehkreuz Frankfurt mehr tägliche Verbindungen gewünscht hätten. Die Verbindung nach Frankfurt ist für unsere Region deshalb so überaus bedeutend, weil Frankfurt das größere Lufthansa-Drehkreuz mit deutlich mehr Langstreckenzielen ist als der Flughafen in München. Buenos Aires, Houston, Hongkong, Rio de Janeiro, Nairobi, Riad oder auch Lagos, und Hyderabad werden von Frankfurt aus direkt angeflogen. Das sind wichtige Ziele in Länder, die für unseren Exportstandort von großer Bedeutung sind und von München aus direkt nicht erreicht werden können. Vergessen wir nicht: Bremen hat die höchste industrielle Exportquote in Deutschland. Jetzt ist vor allem die Bundesregierung gefordert, die Rahmenbedingungen für den innerdeutschen Zubringerverkehr so zu verbessern, dass sich diese Verbindungen wieder lohnen und ein faires Wettbewerbsumfeld gegenüber dem europäischen Kurzstreckenverkehr entsteht. Gemeinsam mit dem Senat wird sich die Handelskammer daher dafür einsetzen, dass das mit der Lufthansa als Option verabredete weitere Aufwachsen der Frankfurt-Verbindungen auf der Tagesordnung bleibt und echte Umsetzungschancen erhält."
Dr. Stefan Kreuzpaintner, Senior Vice President Commercial Customer Offer, Lufthansa Group: "Wir bedanken uns bei der Freien Hansestadt Bremen für Ihren Einsatz. Das Engagement des Bundeslandes gibt uns die Möglichkeit, die Verbindung nach Frankfurt im Sommer wieder aufzunehmen. Indem wir abwechselnd morgens und abends fliegen, binden wir die Hansestadt an das internationale Netz in Frankfurt an. Zudem verbinden wir Bremen auch weiterhin mit München, Wien und Zürich und bieten der Region damit breite internationale Konnektivität. Klar ist aber auch: für eine dauerhafte Sicherung sowie für eine Anbindungsqualität auf höherem Niveau müssen die staatlichen Standortkosten insgesamt rasch sinken. Kurzfristig sollten sich Bund und Länder über ein dringend benötigtes Sofortprogramm verständigen. Es muss darum gehen, die Metropolregionen besser an die heimischen Drehkreuze anzubinden."
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