Teilnahme an Betriebsversammlung des Produktionswerkes
17.09.2026Auf Einladung der IG Metall hat Bürgermeister Andreas Bovenschulte heute (17. September 2026) an drei Betriebsversammlungen im Bremer Mercedes-Werk teilgenommen. Bovenschulte betonte vor der Früh-, der Spät- und der Nachtschicht, dass der Senat auch in den derzeit schwierigen Zeiten für die Automobilindustrie an der Seite der Beschäftigten und des Unternehmens stünde: "Bremen steht zu Mercedes-Benz. Bremen steht zu diesem Werk. Und Bremen steht zu den Menschen, die hier arbeiten."
Bürgermeister Andreas Bovenschulte betonte die starke Stellung des Bremer Werkes im Konzern: "Ihr könnt hier Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, mit Hybridantrieb und mit elektrischem Antrieb auf denselben Linien bauen. Das ist kein Zufall. Das ist das Ergebnis Eurer Erfahrung, Eures Könnens und Eurer täglichen Arbeit. Seit fast fünfzig Jahren trägt der Stern dieses Werk. Und dieses Werk trägt Bremen. Ich will, dass das auch in den nächsten fünfzig Jahren so bleibt."
Bovenschulte sprach sich zudem dafür aus, dass Bremen mehr als ein reiner Montagestandort wird. Im Land gebe es mit mehreren spezialisierten Firmen und wissenschaftlichen Instituten viel Kompetenz in Sachen Sensorik, Künstliche Intelligenz und autonomes Fahren. Bovenschulte: "Ich wünsche mir, dass Mercedes diese Fähigkeiten stärker nutzt und das Bremer Werk in Entwicklungs- und Erprobungsprojekte einbindet."
Gleichzeitig forderte Bovenschulte von der Konzernleitung, dass sie ernsthafte Konzepte zur Sicherung des Pkw-Baus in Deutschland und damit auch in Bremen auf den Weg bringt. Die Internationalisierung der Produktion und die Verlagerung in Billiglohnländer könne kein Zukunftskonzept sein: "Ich bestreite nicht, dass Mercedes seine Kosten senken muss. Aber ich sage auch klar: Die Beschäftigten dürfen nicht zur bequemsten Antwort auf jedes Problem werden. Gleiches Geld für mehr Arbeit ist noch keine Zukunftsstrategie. Eine verschobene Sonderzahlung gewinnt keinen Marktanteil in China. Und Arbeit, die einmal verlagert wurde, kommt nur selten zurück." Bovenschulte stellt sich zudem an die Seite von Betriebsrat und Gewerkschaft "Für mich ist eine starke Arbeitnehmervertretung kein Problem für einen Industriestandort. Im Gegenteil: Sie ist ein Standortvorteil. "
Ansprechpartner für die Medien:
Christian Dohle, Pressesprecher des Senats, Tel.: (0421) 361-2396, E-Mail: christian.dohle@sk.bremen.de