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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Wohnungsmarkt: Ergebnisse der Leerstandsstudie liegen vor

08.03.2022

Maike Schaefer, Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, hat jetzt eine neue Leerstandsstudie für den Bremer Wohnungsmarkt vorgelegt. Ziel ist es, ein ausreichendes und bedarfsgerechtes Wohnungsangebot bereit zu stellen. Die Studie wurde daher im Rahmen des Stadtentwicklungsprogramms Wohnen (STEP Wohnen 2030) in Auftrag gegeben. Beauftragt wurde das Institut empirica ag. Ergänzend wurden vom Gutachter Experteninterviews mit Vertreterinnen und Vertretern der bremischen Wohnungswirtschaft und mit Haus und Grund geführt.

Im Ergebnis befindet sich der Wohnungsleerstand gesamtstädtisch in Bremen auf einem konstant niedrigen Niveau. Eine Abfrage bei Wohnungsunternehmen ergab eine Leerstandsquote von 2,0 Prozent (1.100 Wohnungen von etwa 52.000 Wohneinheiten). Auch der auf Basis statistischer Daten errechnete buchhalterische Leerstand für die Stadt Bremen (2019) wurde vom Gutachter mit 2,0 Prozent angegeben. Für eine Großstadt wie Bremen ist das ein niedriger Wert und entspricht dem Niveau der normalen Fluktuationsquote.

Wenn Wohnungen leer stehen, entsteht dies überwiegend aufgrund von Sanierungs- oder Modernisierungstätigkeiten und ist somit temporär. Das gegenwärtige Leerstandsniveau ist nicht marktbedingt verursacht. Auch bei Einzeleigentümerinnen und -eigentümern werden Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen häufig im Rahmen von Mieterwechseln durchgeführt und erzeugen dann unterschiedlich lange Phasen von Leerständen.

Weiterhin gibt es in Bremen laut Studie keine Hinweise auf sogenannten "spekulativen" Leerstand in beachtenswertem Umfang, also das Phänomen, dass absichtlich Wohnungen leer stehen, etwa um sie zu einem späteren Zeitpunkt teurer und "unbewohnt" zu veräußern.

Die Studie verschafft einen ersten Überblick. Die Erhebung aller Wohneinheiten im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung des ZENSUS 2022 wird neue und umfänglichere Echtdaten unter anderem für die Leerstandssituation liefern. Auf dieser Grundlage werden dann auch stadträumlich differenzierte Auswertungen durchgeführt werden können. Ergebnisse werden voraussichtlich Ende 2023 vorliegen.

Dazu Senatorin Schaefer: "Die Leerstandsstudie hat gezeigt, dass wir in Bremen lediglich zwei Prozent Leerstand haben, was vor allem auf Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen basiert. Als sehr positiv ist zu bewerten, dass kein spekulativer Leerstand ausgemacht werden konnte. Bremen ist zudem mit dem Wohnraumschutzgesetz, dem Wohnungsaufsichtsgesetz, der Kappungsgrenze, der Mietpreisbremse, der Sozialwohnungsquote, dem künftigen Mietspiegel oder den Wohnraumförderprogrammen bestens aufgestellt, um Wohnraum zu schützen, den Mietanstieg moderat zu halten und weiterhin in großem Umfang neuen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Das ist erfolgreiche Wohnraumpolitik."

Ansprechpartner für die Medien:
Jens Tittmann, Pressesprecher bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Tel.: (0421) 361-6012, E-Mail: jens.tittmann@umwelt.bremen.de