Sie sind hier:
  • Wohngeld plus startet zum neuen Jahr

Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Wohngeld plus startet zum neuen Jahr

Anträge können komplett digital eingereicht werden

28.12.2022

Vom 1. Januar des neuen Jahres an startet das sogenannte Wohngeld plus. Damit sind deutlich mehr Menschen Wohngeld-berechtigt als bisher. Bremen rechnet mit einem Anstieg von aktuell 6.500 Leistungsempfängerinnen und -empfängern auf 19.500 Personen. Um diesem Anstieg gerecht zu werden, hat Bremen daher die Option geschaffen, das Wohngeld komplett digital auf der Website www.wohngeld.bremen.de zu beantragen. Alle, die nicht so Internet-affin sind, können sich die Antragsunterlagen in einer speziell geschaffenen Erstantragsstelle am Willy-Brandt-Platz 3 hinter dem Bahnhof abholen und dort auch einen Termin zur weiteren Beratung vereinbaren, wenn dies notwendig ist. Eine Terminbuchung ist auch direkt auf der Wohngeld-Website möglich. Zugleich wurde ein spezieller Kurzantrag eingeführt, um vorläufige Zahlungen zu ermöglichen.

Maike Schaefer, Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, blickt mit gemischten Gefühlen auf die große Herausforderung, vor die der Bund Länder und Kommunen in kürzester Zeit gestellt hat: "Ich begrüße es außerordentlich, dass der Bund den Menschen in der aktuellen Krisenzeit angesichts steigender Energiekosten, hoher Inflation und wachsenden Mieten hilft, ihr Zuhause behalten zu können. Um diesen Ansturm aber bewältigen zu können, hat die Bundesbauministerkonferenz auf Initiative Bremens einstimmig mehrere Vorschläge zur Entbürokratisierung des Wohngeldgesetzes beschlossen. Dass die Bundesregierung diese Vereinfachungen im Interesse der Bundesländer, die die Wohngeldnovelle umsetzen müssen, nicht längst beschlossen hat, kritisiere ich scharf. Das gefährdet das gesamte Projekt, bedürftigen Menschen zu helfen. Ungeachtet dessen haben wir Vollgas gegeben, um den Menschen schnellstmöglich das Wohngeld auszahlen zu können. Mit der Digitalisierung des kompletten Antrags, der Aufstockung der Wohngeldstelle und der Schaffung einer komplett neuen Struktur am Willy-Brandt-Platz hat Bremen dazu den Grundstein gelegt. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern insbesondere in der Wohngeldstelle gilt mein großer Dank. Das war ein echtes Meisterstück in der Adventszeit."

Wie groß allein für Bremen das anstehende Unterfangen ist, verdeutlichen die nackten Zahlen: Um die Verdreifachung der Anträge bewältigen zu können, muss die Stadt Bremen 47 neue Stellen in der Wohngeldstelle schaffen. Die zusätzlichen Kosten belaufen sich auf 27,6 Millionen Euro pro Jahr. Dazu Arne Sünnemann, Abteilungsleiter Stadtplanung bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau: "Wir haben es geschafft, dass bisher bereits 37 der Stellen besetzt sind, was angesichts des Fachkräftemangels eine echte Herausforderung war. Jetzt müssen die neuen Kolleginnen und Kollegen im laufenden Betrieb eingearbeitet werden. Jeder, der seinen Antrag online stellt, hilft uns ungemein." Sünnemann betont zudem, dass jeder Anspruch auf Wohngeld schon für den Januar hat, wenn er seinen Antrag im Januar einreicht. "Das kann auch der 31. Januar sein. Es ist nicht notwendig, seinen Antrag zwingend am 2. Januar, also dem ersten Arbeitstag im neuen Jahr, einzureichen."

Ob man Wohngeld-berechtigt ist, kann man online über einen Wohngeld-Rechner selbst ermitteln. Dieser findet sich auch auf der Bremer Wohngeld-Internetseite oder auf der entsprechenden Webseite des Bundesbauministeriums unter BMWSB - Wohngeld (bund.de).

Die Wohngeldbehörde für Erstanträge ist telefonisch erreichbar unter (0421) 361-99 447. Die Öffnungszeiten sind Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9 bis 12 Uhr sowie Montag und Dienstag von 13 bis 15 Uhr und Donnerstag von 13 bis 18 Uhr. Mittwochs ist die Wohngeldstelle für Erstanträge geschlossen. Die Adresse ist Willy-Brandt-Platz 3, 28215 Bremen.

Die Wohngeldbehörde für Folgeanträge ist telefonisch erreichbar unter (0421) 361-60 21. Die Öffnungszeiten sind Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9 bis 12 Uhr sowie Montag und Dienstag von 13 bis 15 Uhr und Donnerstag von 13 bis 18 Uhr. Mittwochs ist die Wohngeldstelle für Folgeanträge geschlossen. Die Adresse ist Contrescarpe 73, 28195 Bremen.

Die Website und die Terminbuchungen sind auch via QR-Code erreichbar:

Ansprechpartner für die Medien:
Jens Tittmann, Pressesprecher bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Tel.: (0421) 361-6012, E-Mail: jens.tittmann@umwelt.bremen.de