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Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration

"Wer junge Menschen stärkt, investiert in die Zukunft unseres Landes"

Prävention sichtbar machen: Jugendsenatorin zieht positives Fazit ihrer Ostertour

17.03.2026

Mit einem Besuch bei der inklusiven Jugendhilfe JoJu und der Stadtteilfarm Osterholz-Tenever hat die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, Dr. Claudia Schilling, am Montag, 16. März 2026, ihre Ostertour abgeschlossen. Diese stand unter dem Motto „Prävention in der Kinder- und Jugendarbeit“ und führte die Senatorin an insgesamt drei Terminen zu Projekten, die junge Menschen und Familien frühzeitig unterstützen, soziale Teilhabe stärken und Herausforderungen präventiv begegnen.

Senatorin Dr. Claudia Schilling beim Besuch der Stadtteilfarm Osterholz-Tenever.
Senatorin Dr. Claudia Schilling beim Besuch der Stadtteilfarm Osterholz-Tenever. Foto: Sozialressort

Im Mittelpunkt standen Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie Angebote der frühen Beratung und Unterstützung für Familien. Die Senatorin nutzte die Tour, um mit Fachkräften, Trägern und jungen Menschen ins Gespräch zu kommen und sich ein Bild von der praktischen Umsetzung präventiver Ansätze in Bremen zu machen. „Prävention beginnt dort, wo wir junge Menschen stärken, bevor Probleme entstehen oder sich verfestigen“, betonte die Senatorin. „Die vielen engagierten Fachkräfte und Projekte in Bremen leisten hier eine unverzichtbare Arbeit, niedrigschwellig, und nah an den Lebenswelten junger Menschen und Familien.“

Prävention von Anfang an: Station in Huchting

Den Auftakt bildete ein Besuch in Huchting. In der Praxis für ambulante Kinder- und Jugendmedizin von Kinderarzt Dr. Stefan Trapp übergab Senatorin Dr. Schilling symbolisch die 22.000. "Willkommen in der Familie"-Mappe an eine junge Bremer Familie. Die Mappe wird Eltern in Bremen im Rahmen der U3-Vorsorgeuntersuchung überreicht und enthält wichtige Informationen, Notfallkontakte sowie Hinweise auf Unterstützungsangebote für Familien. Im Rahmen der Präventionskettenarbeit ist geplant, künftig Fachkräfte aus Bereichen wie Familienberatung oder Gesundheitsförderung zeitweise direkt in der Kinderarztpraxis Sprechstunden anbieten zu lassen, um Familien frühzeitig und niedrigschwellig zu erreichen.

Anschließend lernte die Senatorin im Café Carl die Arbeit der Bremer Stadtteileltern kennen. Das Projekt unterstützt Familien durch einen Peer-to-Peer-Ansatz im Alltag, erleichtert den Zugang zu Bildungs- und Beratungsangeboten und stärkt gesellschaftliche Teilhabe. Im Quartiersbildungszentrum Robinsbalje kam sie beim wöchentlichen Familienbasteln mit Familien ins Gespräch.

Frühe Unterstützung für Familien

Leiterin Swantje Büssenschütt (r.) erklärt Senatorin Dr. Claudia Schilling das Konzept der präventiven Erziehungsberatung.
Leiterin Swantje Büssenschütt (r.) erklärt Senatorin Dr. Claudia Schilling das Konzept der präventiven Erziehungsberatung. Foto: Sozialressort

Dr. Claudia Schilling besuchte auch die präventive Erziehungsberatung für die Stadtteile Hemelingen und Osterholz (derzeit noch im Sozialzentrum 5 angesiedelt). Das Modellprojekt arbeitet sozialräumlich und aufsuchend und richtet sich an Familien, die frühzeitig Unterstützung in Erziehungsfragen oder in belastenden Lebenssituationen benötigen. "Frühe Beratung kann entscheidend dazu beitragen, Familien zu entlasten und Kinder in ihrer Entwicklung zu stärken", sagte die Senatorin. "Gerade niedrigschwellige Angebote sind dabei ein wichtiger Baustein."

Prävention, Teilhabe und Perspektiven in Osterholz-Tenever

Zum Abschluss informierte sich die Jugend- und Sozialsenatorin zunächst in der Einrichtung JoJu (Inklusive Jugendhilfe der Johanniter-Unfall-Hilfe) in Osterholz-Tenever über ein Angebot für junge Menschen mit besonders komplexen Unterstützungsbedarfen. Die Einrichtung arbeitet rechtskreisübergreifend und richtet sich an Kinder und Jugendliche, deren Unterstützung sowohl Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII) als auch der Eingliederungshilfe (SGB IX) umfasst. Dr. Schilling erhielt Einblicke in den Alltag der Wohngruppe und tauschte sich mit Einrichtungsleitung und dem Team über die besonderen Herausforderungen in der Betreuung dieser Zielgruppe aus.

Am Nachmittag besuchte sie die Stadtteilfarm Osterholz-Tenever, die seit Anfang 2026 von der Fokus gGmbH betrieben wird. Dort stellten Geschäftsführung und Team die Angebote der Farm vor: niedrigschwellige Freizeit-, Bildungs- und Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendlichen im Quartier. Natürlich durfte die Fütterung der Schafe, Ziegen, Hühner und Kaninchen auch nicht fehlen. Auch der Fahrradpark Tenever, ein Projekt für schulmüde junge Menschen, ist inzwischen auf dem Gelände angesiedelt. Hier können Jugendliche praktische Fähigkeiten erlernen, gemeinsam Fahrräder reparieren und schrittweise wieder an schulische und soziale Strukturen herangeführt werden. "Diese Projekte zeigen eindrucksvoll, wie Prävention im Alltag funktioniert: durch Vertrauen, Beteiligung und Angebote, die junge Menschen ernst nehmen und ihnen Räume zur Entwicklung geben", erklärte Dr. Schilling.

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Ansprechpartnerin für die Medien:
Nina Willborn, Pressesprecherin bei der Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, Tel.: (0421) 361-20323, E-Mail: nina.willborn@soziales.bremen.de