Ausstellung zur fetalen Alkoholspektrumstörung
05.06.2026FASD steht für Fetale Alkoholspektrumstörung und ist die Folge von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft. Sie gehört zu den häufigsten angeborenen, nicht genetischen Behinderungen – Schätzungen zufolge werden in Deutschland jährlich rund 15.000 Kinder mit FASD geboren (circa zwei Prozent aller Geburten). Von FASD betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben oft ihr Leben lang mit den Folgen wie körperliche und geistige Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten zu kämpfen.
Mit einer Aktionswoche zu den Folgen von Alkohol in der Schwangerschaft und FASD von Montag, 8. Juni, bis Freitag, 12. Juni 2026, wollen das Gesundheitsamt Bremen, die Landeskoordinierungsstelle Bundesstiftung Frühe Hilfen bei der Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration und der Verein faspektiven e.V. Bremerinnen und Bremer für das Thema sensibilisieren. Ein Schwerpunkt der Aktionswoche ist die Wanderausstellung "ZERO!" vom FASD-Netzwerk Nordbayern e.V., die im Gesundheitsamt Bremen gezeigt wird. Die Ausstellung klärt erlebnisorientiert über Schwangerschaft, Alkohol und FASD auf und richtet sich auch an Schülerinnen und Schüler sowie Studierende.
[FETT Dr. Claudia Schilling, Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration: "Mit der Aktionswoche schaffen wir Aufmerksamkeit für FASD. Es ist wichtig, offen über die Folgen von Alkohol in der Schwangerschaft zu sprechen. Betroffene stoßen oftmals täglich an ihre Grenzen und häufig werden ihre Schwierigkeiten missverstanden. Umso wichtiger sind Wissen und Verständnis, auch für eine bessere Unterstützung. Wir wollen werdende Eltern bestmöglich unterstützen und gleichzeitig Menschen, die mit FASD leben, mehr Sichtbarkeit, Unterstützung, Verständnis und Teilhabe ermöglichen."
Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard: "Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann für das ungeborene Kind gravierende gesundheitliche Folgen haben – oft mit Auswirkungen, die ein Leben lang spürbar bleiben. Genau deshalb ist Aufklärung so wichtig. Mit der Wanderausstellung und der Aktionswoche möchten wir für Fetale Alkoholspektrumstörungen sensibilisieren, Wissen vermitteln und dazu beitragen, dass betroffene Kinder und Familien die Unterstützung bekommen, die sie brauchen."
Wanderausstellung "ZERO!", FASD-Netzwerk Nordbayern e.V. im Gesundheitsamt Bremen vom 8. bis 12. Juni 2026 (Rosenpavillon, Horner Str. 60-70),
Der Eintritt ist frei. Gefördert wird das Vorhaben durch Mittel der Bundesstiftung Frühe Hilfen.
Der Bremer Verein faspektiven e.V., betreibt seit 2012 ehrenamtlich Aufklärung zum Thema FASD in Bremen und umzu. Während der Aktionswoche sind Fachvorträge, Workshops und Gesprächsrunden für Fachkräfte, Betroffene und Pflegeeltern geplant. Die Teilnahmen sind kostenlos und interessierte können sich gerne anmelden über www.faspektiven.de.
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