Sie sind hier:
  • Verfassungsschutz warnt vor Gefahren

Die Senatorin für Inneres und Sport

Verfassungsschutz warnt vor Gefahren

Hinweise auf großen Info-Screens vor Angriffen fremder Nachrichtendienste

22.04.2026

Der Verfassungsschutz Bremen nutzt ab sofort die großen Info-Screens des Medienhauses Ströer, um die Bevölkerung direkt vor aktuellen Bedrohungen zu warnen. Den Anfang macht eine Warnmeldung zu einer sogenannten Phishing Kampagne, die ausländischen Nachrichtendiensten zugerechnet wird. Der Begriff Phishing kommt vom englischen Wort "fishing" (Angeln) – die Schreibweise ist ein Slangwort aus der Welt der Hacker. Beim Phishing versucht jemand, Personen dazu zu bringen, sensible Informationen wie Passwörter, Pins oder persönliche Daten preiszugeben.

Auf diesen Inforscreens warnt der Bremer Verfassungsschutz jetzt vor Gefahren.
Auf diesen Inforscreens warnt der Bremer Verfassungsschutz jetzt vor Gefahren. Foto: Innenressort

Die Angreifer "angeln" also nach Daten, indem sie sich als jemand ausgeben, dem man vertraut – wie zum Beispiel einem angeblichen technischen Support-Team eines Messengerdienstes. In jüngster Vergangenheit war dies unter anderem beim Messengerdienst "Signal" zu beobachten. Die Akteure behaupten dabei, dass ein akutes Sicherheitsproblem bestünde und ohne schnelles Handeln der sofortige Verlust aller Daten drohe. Dabei können sie einen enormen Druck auf ihre potenziellen Opfer ausüben. Ziel sind Mitarbeitende von Unternehmen, Behörden, Medien, aus dem politischen wie militärischen Bereich aber auch Privatpersonen.

Auf die Bedrohung hatten zuvor auch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) hingewiesen. Der Verfassungsschutz geht nun über die digitalen Außenmedien von Ströer, die unter anderem an vielbefahrenen Straßen, Verkehrsknotenpunkten der Stadt und an Haltestellen stehen, neue Wege der direkten Warnung der Bevölkerung. Grundlage ist ein Kooperationsvertrag zwischen dem LfV Bremen und Ströer – der erste seiner Art in Deutschland.

Künftig sind über diesen Weg im Land Bremen weitere Kampagnen zu Desinformation, hybriden Bedrohungen und aktuellen Entwicklungen im Extremismus geplant. Die Meldungen erscheinen anlassbezogen und werden eng mit dem BfV sowie der Polizei Bremen abgestimmt.

Dr. Eva Högl, Senatorin für Inneres und Sport: "Bedrohungen wie Phishing durch fremde Nachrichtendienste sind real und treffen Menschen mitten im Alltag. Wir informieren deshalb dort, wo Menschen sind – nicht nur im Internet oder in Fachmedien. Bremen geht damit einen neuen Weg in der Sicherheitskommunikation. Und wir fangen gerade erst an."

Thorge Koehler, Leiter des Labdesamtes für Verfassungsschutz Bremen: "Der Bremer Verfassungsschutz übernimmt mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle. Wir wollen über diese unmittelbare Warnung an die Bevölkerung Aufmerksamkeit erzeugen und noch mal andere Gruppen erreichen als bisher."

Alexander Stotz, CEO Ströer Media Deutschland GmbH: "Mit unseren digitalen Screens erreichen wir in Echtzeit einen großen Teil der Bevölkerung. Unsere Screens unterstützen heute bereits Krisenstäbe der Kommunen sowie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und die Sicherheitsbehörden bei Fahndungen. Wir freuen uns, mit dem Land Bremen nun einen weiteren wichtigen Anwendungsfall für Warnungen und Aufklärungen zu etablieren."

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Landesamtes für Verfassungsschutz Bremen (www.verfassungsschutz.bremen.de) oder direkt bei den Bundesbehörden unter den beiden folgenden Links:

Achtung Redaktionen:
Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen das Foto zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Foto: Innenressort
Foto-Download (jpg, 2.3 MB)

Ansprechpersonen für die Medien: