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Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Untersuchung durch Schulzahnarzt wird Pflicht

12.01.2017

Schülerinnen und Schüler in Bremen und Bremerhaven müssen künftig verpflichtend an schulzahnärztlichen Untersuchungen teilnehmen. Das hat die Deputation für Gesundheit und Verbraucherschutz heute (Donnerstag, 12. Januar 2017) beschlossen. Bisher war die Teilnahme an diesen Untersuchungen freiwillig. Gesundheitssenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt sagte:" Ich bin froh, dass wir diese verbindliche Regelung einführen, denn wir sehen einen großen Bedarf, vor allem in sozial schwierigeren Stadtteilen. Wir wollen im Sinne des Gesundheitsschutzes gewährleisten, dass Kinder und Jugendliche lückenlos von dem Gesundheitsangebot profitieren. Zahngesundheit ist ein wichtiges Thema. Dem wollen wir damit Rechnung tragen."

Hintergrund:
Der Schutz und die Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen gehören zu den zentralen Aufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Einen Aufgabenbereich stellt dabei die Tätigkeit des schulzahnärztlichen Dienstes dar, der in bestimmten Jahrgangsstufen der allgemeinbildenden Schulen regelmäßig zahnärztliche Untersuchungen durchführt mit dem Ziel, an der Gesunderhaltung des Zahn-, Mund- und Kieferbereichs der Schülerinnen und Schüler mitzuwirken. Diese Untersuchungen ergänzen die gruppenprophylaktischen Maßnahmen, zu deren Sicherstellung die Krankenkassen seit Januar 2000 nach § 21 SGB V verpflichtet sind und die in erster Linie auf die Erkennung und Verhütung von Zahnkrankheiten wie Karies ausgerichtet sind. Die Untersuchungen des schulzahnärztlichen Dienstes beinhalten die Inspektion der Mundhöhle auf Karies und Schleimhauterkrankungen sowie auf Zahn- und Kieferfehlstellungen. Darüber hinaus wird der Zahnstatus erhoben und eine Kariesrisikozuordnung nach einheitlichen internationalen Standards vorgenommen. Damit erfüllen die schulzahnärztlichen Untersuchungen den wichtigen Zweck, gesundheitliche Beeinträchtigungen festzustellen, die die Schulfähigkeit der Kinder und Jugendlichen im Ganzen oder in bestimmten Bereichen, zum Beispiel für Sprachkurse, beeinflussen können.