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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau | Sonstige

Umweltressort und swb raten vorsorglich zu sorgsamem Umgang mit Wasser

Trinkwasserversorgung für Sommerhitze gerüstet

20.07.2022

Die aktuell hohen Temperaturen führen zu einem erhöhten Verbrauch von Trinkwasser in Bremen. Das Umweltressort und swb raten darum vorsorglich zu einem noch überlegteren und sorgsameren Umgang mit Trinkwasser als sonst. Ziel ist es, den Mehrverbrauch an heißen Tagen größtmöglich zu begrenzen – und damit Verbrauchsspitzen zu vermeiden.

Anhaltende Wärme und Trockenheit führen dazu, dass die oberirdischen Gewässer in Bremen bereits seit Juni wenig Wasser führen. So liegt der Abfluss der Weser in Bremen aktuell nur knapp über dem mittleren langjährigen Niedrigwasserabfluss. Die Grundwasserstände liegen aktuell noch im natürlichen jahreszeitlich bedingten Schwankungsbereich.

Sollte es in den kommenden Tagen, ähnlich wie im Sommer 2020, eine längere Trockenperiode geben, kann dies auch zum Absinken der Grundwasserstände führen. Weil für diese Woche, ab Dienstag, 19. Juli, hohe Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius angekündigt sind, rät die Umweltsenatorin zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit der Ressource Wasser.

"Ein nachhaltiger Umgang mit dem Lebensmittel Nummer 1 – dem Trinkwasser – ist von entscheidender Bedeutung für die zukünftige Sicherung der Wasserversorgung. Jede und jeder einzelne kann bewusst und sparsam mit der Ressource Wasser umgehen und somit sowohl die Umwelt als auch den eigenen Geldbeutel entlasten", appeliert Klimaschutz- und Umweltsenatorin Dr. Maike Schaefer.

Liegt der Trinkwasserverbrauch der Stadt an normal temperierten Sommertagen bei etwa 90.000 Kubikmetern, kann er an heißen Tagen durchaus weiter ansteigen. Durch den wärmebedingten Mehrverbrauch erhöhen sich die Bezugsmengen. Das wiederum erhöht die Förderung der wertvollen Ressource Grundwasser im Umland, denn das Bremer Trinkwasser stammt zu 100 Prozent aus Grundwasserquellen und das zu über 80 Prozent aus Niedersachsen: "Wir wissen um unsere Abhängigkeit vom niedersächsischen Grundwasser und möchten beim verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser in Bremen mit gutem Beispiel vorangehen. Darüber hinaus nehmen wir unsere Verantwortung für die zuverlässige Versorgung der Stadt mit qualitativ exzellentem Trinkwasser sehr ernst und müssen daher ein Auge auf die Ressourcen haben", sagt Dr. Torsten Köhne, swb-Vorstandsvorsitzender.

Den täglichen Umgang mit Trinkwasser auf den Prüfstand stellen

Um den Mehrverbrauch an heißen Tagen größtmöglich zu begrenzen, ist der Gebrauch von Trinkwasser noch sorgsamer als sonst zu überdenken. Praktisch heißt das, den täglichen Umgang mit Trinkwasser einfach im Vorfeld auf den Prüfstand zu stellen: Was ist zwingend jetzt notwendig? Welche Dinge und Tätigkeiten in Haushalt und Gewerbe können abgeändert, auf kältere Tage verschoben oder sogar dauerhaft gestrichen werden?

Dazu zählen allgemeine Reinigungsarbeiten, Autowäschen oder das Waschen von nicht sofort benötigten Textilien und Geschirr ebenso wie das Bewässern von Rasen- und Grünflächen, das regelmäßige Neubefüllen von Pools und Planschbecken.

Auch im täglichen Umgang mit Trinkwasser gibt es ein erhebliches Sparpotenzial, ohne dass man hygienische Einschränkungen hinnehmen muss:

  • undichte Wasserhähne und Toilettenspülkästen reparieren,
  • an der Toilettenspülung, wenn möglich, die Spartaste betätigen,
  • beim Duschen, Waschen, Rasieren und Zähneputzen nicht durchgängig das Wasser laufen lassen,
  • Waschmaschinen und Geschirrspüler nur voll befüllt laufen lassen.

Diese Maßnahmen mögen, auf den Haushalt bezogen, zwar kleine Mengen sein, auf eine Großstadt gerechnet summieren sich die Einsparungen zu vielen Hundert oder Tausend Kubikmetern pro Tag, die nicht ungenutzt ins Abwasser gehen.

Natur – und Umweltschutz: Worauf zu achten ist

Die Bewässerung des eigenen Gartens sollte auf ein absolut notwendiges Maß beschränkt werden.

Gut zu wissen: Gelb gewordene Rasenflächen in eigenen Garten erholen sich recht schnell wieder, wenn es regnet, da der Rasen nur oberflächlich vertrocknet, die Wurzeln aber intakt bleiben. Wird vor dem Beginn von Hitzeperioden auf eine Bewässerung verzichtet, so bildet der Rasen tiefere Wurzeln aus, die den Rasen länger mit Wasser aus tieferen Bodenschichten versorgen. Ferner sollte der Rasen in Hitze- und Trockenperioden nicht zu kurz geschnitten werden, da er dann umso schneller verbrennt.

Die Entnahme von Grundwasser ist erlaubnisfrei, soweit nur geringe Wassermengen für die Bewässerung des eigenen Gartens entnommen werden. Hier ist aber zu beachten, dass die Bohrung eines Grundwasserbrunnens einen Monat vor Beginn bei der Wasserbehörde angezeigt, also gemeldet werden muss.

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