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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Umfrage zur dritten und letzten Phase im Verkehrsversuch Humboldtstraße

05.10.2021

In der Fahrradstraße Humboldtstraße findet seit Anfang März dieses Jahres ein Verkehrsversuch statt. Seit dem 19. Juli 2021 läuft die dritte und letzte Versuchsphase, in der die Humboldtstraße als Einbahnstraße für den Autoverkehr in Fahrtrichtung Osten organisiert ist. Radfahrende können weiterhin in beide Richtungen die Fahrradstraße nutzen.

Nun wird erneut eine Umfrage angeboten: Alle Anwohnerinnen und Anwohner des Quartiers und alle Nutzerinnen und Nutzer sind eingeladen, auf diesem Wege ihre Erfahrungen mit der Einbahnstraßen-Regelung in den Prozess einzubringen. Die Umfrage läuft ab sofort bis zum 24. Oktober 2021: Verkehrsversuch Humboldtstraße – Phase 3 (arcgis.com)

Der Verkehrsversuch wird Mitte Oktober abgeschlossen. Erst nach Auswertung der Ergebnisse wird eine Entscheidung für die zukünftige Verkehrsregelung getroffen.

Hintergrund

Die Humboldtstraße ist seit 2014 eine Fahrradstraße. Die Zahl der Radfahrenden hat seitdem deutlich zugenommen und das Konzept hat sich grundsätzlich bewährt. Allerdings gibt es Konflikte zwischen Radverkehr und Kfz-Verkehr. Diese betreffen zum Beispiel Drängeln, zu enges Überholen und zu hohe Geschwindigkeiten, gerade an den Baumnasen. Mit einer Vorher-Befragung wurde außerdem als Problem von Fußgängerinnen und Fußgängern benannt, dass Radfahrende regelwidrig auf den Gehweg ausweichen. Auch Autofahrende bemängeln Rücksichtslosigkeit durch Radfahrende.

Dabei ist immerhin etwa ein Fünftel der Autos reiner Durchgangsverkehr. Die Unfallforschung bestätigt mit einer Untersuchung in Fahrradstraßen die Problematik, die der Kfz-Durchgangsverkehr für den Radverkehr auslöst. Mit einem Verkehrsversuch sollen nun mögliche Lösungen für die Fahrradstraße Humboldtstraße erprobt werden. In drei Versuchsphasen wurden nacheinander die drei Regelungen "Anlieger frei", "Sperrung für Kfz-Durchgangsverkehr" und "Einbahnstraßenlösung" für den Kfz-Verkehr erprobt. Das Ziel ist eine "Fahrradstraße zum Wohlfühlen". Mit dem Verkehrsversuch soll in der Praxis die beste Lösung gefunden werden. Das ist ein neuer Weg für die Verkehrsplanung in Bremen.

Die Auswirkungen auf den Autoverkehr werden im Verkehrsversuch ebenso untersucht, wie die Wirksamkeit auf die Belange der Fahrradstraße und die Wahrnehmung aller Verkehrsteilnehmenden.

Aktuelle Informationen zum Verkehrsversuch Humboldtstraße finden sich auf der Internetseite: Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau - Verkehrsversuch Fahrradstraße Humboldtstraße (bremen.de)

Ansprechpartner für die Medien:
Jens Tittmann, Pressesprecher bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Tel.: (0421) 361-6012, E-Mail: jens.tittmann@umwelt.bremen.de