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Die Senatorin für Kinder und Bildung

Start für „Demokratie lernen & leben“

05.03.2003

Bremen ist mit 12 Schulen am bundesweiten Programm beteiligt

Mit einem offiziellen Akt nimmt am 6. März das Bund-Länder-Kommission-Programm „Demokratie lernen & leben“ seine Arbeit in den Schulen auf. Neben zahlreichen Gästen aus Wissenschaft, Politik und Schule wird auch Bundestagspräsident Wolfgang Thierse an der Auftaktveranstaltung in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin teilnehmen. „Demokratie lernen & leben“ ist ein Schulentwicklungsprogramm, bei dem Bund und Länder im Rahmen der BLK (Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung) zusammenwirken. In zwölf Bundesländern beteiligen sich insgesamt mehr als 160 allgemein-bildende und berufliche Schulen. Vor allem soll das Programm durch die Demokratisierung von Unterricht und Schulleben die Bereitschaft junger Menschen zur aktiven Mitwirkung an der Zivilgesellschaft fördern. Es ist auch eine Antwort auf Gewalt, Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen und auf die seit Jahren zunehmende Politik(er)verdrossenheit und Politikdistanz.

Das Land Bremen beteiligt sich mit zwei Vorhaben an dem BLK-Programm. In dem Vorhaben „Verantwortung übernehmen für sich und andere“, an dem sechs Schulen des Sekundarbereichs I beteiligt sind, geht es darum, geeignete Maßnahmen zur Förderung demokratischer Handlungskompetenz zu entwickeln sowie vorhandene Ansätze zu systematisieren, zu verbreitern und zu verstetigen. Ausgangs- und Kristallisationspunkt des zweiten Vorhabens ist die seit mehreren Jahren einmal jährlich im Rathaus durchgeführte „Nacht der Jugend“, die aus der Überlegung entstanden ist, wie das Erinnern an die „Reichspogromnacht“ lebendig gehalten und in eine neue Form gebracht werden kann. Ziel des Vorhabens ist es, die „Nacht der Jugend“ systematisch mit schulischen Aktivitäten zu verknüpfen, die schulische Beteiligung zu erhöhen, Transfermöglichkeiten zu gestalten und zu überprüfen, inwieweit durch eine Schülerfirma Leistungen für die Veranstaltung übernommen werden können. An dem zweiten Vorhaben sind ebenfalls sechs bremische Schulen aus den Sekundarbereichen I und II beteiligt.

Für beide Vorhaben erhält Bremen insgesamt 400.000 Euro.