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Der Senator für Inneres und Sport

Sportdeputation bewilligt zusätzliche Mittel für Umkleidegebäude – Ersatz für gesperrten Sportplatz An Smidts Park

19.03.2003

FC Burg bekommt neuen Kunstrasenplatz

Die städtische Deputation für Sport hat sich heute (19.3.2003) mit der Problematik der Dioxinbelastung auf dem Sportplatz An Smidts Park befasst und zugunsten des betroffenen Fußballclubs FC Burg weitreichende Beschlüsse mit einem Volumen von 1,15 Millionen € gefasst.

Wie der Senator für Inneres, Kultur und Sport, Dr. Kuno Böse, nach der Sitzung mitteilte, wird für den FC Burg als Sofortmaßnahme ein Kunstrasenplatz im neuen Sportpark Grambke gebaut. Grundsätzlich soll der FC Burg in Grambke auf jeden Fall zwei Plätze (für Trainung und für Punktspiele) bekommen, da eine Sanierung des kontaminierten alten Platzes An Smidts Park allen Beteiligten als wenig zweckmäßig erscheint. Vorausschauend wird daher auch das neue Umkleidegebäude für die Fußballspieler gleich eine Nummer größer ausfallen. Entsprechende Mittel wurden heute bewilligt.

Die Sportdeputation stimmte einem aktuell geänderten Vorschlag des Senators zu, dass im Sportpark Grambke der im ersten Bauabschnitt geplante Rasenplatz als Kunstrasenplatz mit einer Vier-Mast-Flutlichtanlage hergestellt wird. Dieser Platz hat den Vorteil, ganzjährig bespielbar und auch für das Training der Fußballer geeignet zu sein. Im 2. Bauabschitt erfolgt – sobald die noch offenen Grundstücksfragen am Sportparkgelände geklärt sind – dann ein Rasenplatz. Der Kunstrasenplatz wird mit 600.000 € veranschlagt.

Der FC Burg bekommt zudem – neben der ohnehin geplanten Umkleideräume im Sportpark Grambke – eine weitere Umkleideeinheit, die der erforderlichen Kapazität beider Sportplätze entspricht. Insgesamt wurden hierfür rund 550.000 € zur Verfügung gestellt, Die Deputierten genehmigten Sport-Wettmittel zur Vorfinanzierung der Maßnahme. Eine Refinanzierung soll aus dem möglichen Verkaufserlös An Smidts Park erfolgen. Bevor die Deputation endgültig über eine Aufgabe dieses Platzes beschließt, sollen die zuständigen Ämter möglichst zeitnah eine realistische Verwendung des Platzes – geplant ist Wohnbebauung – darlegen.


Zur Vorgeschichte: Nachdem der Sportplatz An Smidts Park wegen gemessener erhöhter Dioxinwerte Ende Februar gesperrt worden ist, hatte Sportsenator Dr. Böse die Verwaltung gebeten, rasch Alternativen zu entwickeln. Im Interesse der betroffenen Fußballspieler sollte so schnell wie möglich ein zusätzlicher Trainingsplatz und erweiterte Umkleidegebäude im neuen Sportpark Grambke errichtet werden.

In der heutigen Deputationsvorlage wird eine Wiedernutzbarmachung des gesperrten Platzes für den Sport allein schon aus wirtschaftlichen Gründen für nicht vertretbar eingestuft, zumal dieser Platz laut einem Planaufstellungsbeschluss ohnehin in den nächsten Jahren zugunsten von Wohnungsbau aufgegeben werden soll.

Ein von der GBI beauftragtes Ingenieurbüro hatte im Februar bei geotechnischen Untersuchungen hinsichtlich möglicher Altlasten und der grundsätzlichen Baugrundbeschaffenheit auf dem Rotgrantplatz An Smidts Park eine Dioxinbelastung festgestellt, die deutlich oberhalb der für Wohngebiete und Sport- und Freizeiteinrichtungen geltenden Grenzwerte der Bodenschutzverordnung liegt. Bei einer früheren Erhebung für mögliche Dioxinbelastung im Jahr 1991 wurde dieser Platz vom Bauamt Bremen-Nord als unbedenklich eingestuft.

Der Sportplatz wurde sofort gesperrt; der Spiel- und Trainingsbetrieb des FC Burg wurde auf benachbarte Sportanlagen verlegt. Daraufhin haben Bau-, Gesundheits- und Umweltbehörde umgehend weitergehende Untersuchungen durchführen lassen (sog. Vollanalyse), die dann die erhöhte Dioxinbelastung in der Deckschicht des Sportplatzes bestätigten. Vergangene Woche wurde der Platz mit einer stabilen Folie abgedeckt. Über Art und Umfang der Sanierung ist noch gesondert zu entscheiden.