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Die Senatorin für Justiz und Verfassung

Senatorin Vogt startet zweiten Projektabschnitt der Fördermaßnahme "Diversity in KMU"

30.01.2026

Gemeinsame Pressemitteilung mit der BAB – die Förderbank für Bremen und Bremerhaven

Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation gibt den Start des zweiten Projektabschnitts der EFRE-Fördermaßnahme "Diversity in KMU" bekannt: Die Förderung und Begleitmaßnahmen werden bis Ende 2027 verlängert. Beides ist Teil der Bremer Landesstrategie "Gendergerechtigkeit im Erwerbsleben und Entgeltgleichheit" und unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Bremen und Bremerhaven dabei, Vielfalt im Betrieb systematisch zu stärken und vor allem zukunftsfähige Arbeitswelten zu gestalten sowie Fachkräfte zu gewinnen.

"Geschlechtergerechtigkeit im Erwerbsleben ist das zentrale Ziel. Faire und nachvollziehbare Bedingungen entstehen nicht von selbst, sie müssen organisiert und umgesetzt werden", sagt Senatorin Kristina Vogt. "Mit der Fortsetzung der Fördermaßnahme unterstützen wir kleine und mittlere Unternehmen dabei, Vielfalt systematisch in ihren betrieblichen Strukturen zu verankern, von Rekrutierung und Einarbeitung bis zu Führung und Arbeitszeitmodellen. Das schafft transparentere, zukunftsfähige Arbeitswelten, im Betrieb und für Beschäftigte."

Die Fördermaßnahme "Diversity in KMU" unterstützt Unternehmen dabei, sich gezielt vielfältiger aufzustellen. Das reicht von Konzepten, um Fach- und Führungspositionen vielfältiger zu besetzen bis hin zur Entwicklung und Implementierung ganzheitlicher Strategien zur Erhöhung von Vielfalt im Unternehmen. Es werden dabei alle Dimensionen von Vielfalt in den Blick genommen, von Geschlechtergerechtigkeit, Altersdiversität, internationale Fachkräfte bis hin zu unterschiedliche Lebens- und Erwerbsbiografien. Ziel ist es, Personalstrategien nachhaltiger, gerechter und anpassungsfähiger zu gestalten mit dem Ziel Fachkräfte zu gewinnen und an das jeweilige Unternehmen zu binden.

Gefördert werden unter anderem eine Analyse und Weiterentwicklung bestehender Prozesse im Hinblick auf Vielfalt, die Entwicklung von Kennzahlen zur Erfolgsmessung, die Optimierung von Rekrutierungs- und Onboardingprozessen sowie Coaching- und Mentoringangebote mit Diversitätsbezug. Ebenfalls förderfähig sind Maßnahmen zum Wissenstransfer zwischen älteren und jüngeren Mitarbeitenden, Schulungen zu Vielfalts- und Kompetenzthemen – etwa zur interkulturellen Zusammenarbeit – sowie die Entwicklung flexibler Arbeitszeit- und Führungsmodelle, beispielsweise Job- oder Top-Sharing. Auch der Einsatz digitaler Instrumente, etwa zur transparenten Analyse von Entgeltstrukturen und zur Unterstützung von Gleichstellungszielen, ist Bestandteil der Förderung.

Flankiert wird die Projektförderung durch begleitende Maßnahmen der BAB – die Förderbank für Bremen und Bremerhaven. Seit Beginn der Förderung werden Unternehmen auch durch Informationsangebote, Veranstaltungen und Workshops unterstützt. Diese Begleitmaßnahmen werden auch in Zukunft weitergeführt und ausgebaut. Sie bieten Raum für Erfahrungsaustausch, Vernetzung und praxisnahe Impulse und richten sich sowohl an geförderte als auch an interessierte Unternehmen. Darüber hinaus trägt die BAB Good-Practice-Beispiele aus den geförderten Projekten gezielt in die Breite, um erfolgreiche Ansätze für andere KMU nutzbar zu machen. Dazu gehört auch das eigene Diversity-Netzwerk der BAB, aus dem heraus der Zugang zu Fachkräften und auch die Attraktivität für Fachkräfte verbreitert wird.

"Die Suche nach geeignetem Fachpersonal wird für viele Unternehmen zunehmend anspruchsvoller. Gerade im Wettbewerb um die besten Talente können Unternehmen durch gezielte Förderung von Vielfalt einen entscheidenden Vorteil erlangen", sagt Ralf Stapp, Vorsitzender Geschäftsführer der BAB. "Die Kombination aus finanzieller Unterstützung und praxisorientierten Austauschformaten ermöglicht es kleinen und mittleren Unternehmen, Diversity-Strategien erfolgreich umzusetzen. So können sie nicht nur praxistaugliche Lösungen entwickeln, sondern auch voneinander lernen. Diese Maßnahmen machen Diversity Management im Unternehmensalltag greifbar und helfen Unternehmen dabei, neue Mitarbeitendenpotenziale zu erschließen."

Die Fördermaßnahme ist aus EU- und Landesmitteln ausgestattet. KMU können bis zu 50 Prozent ihrer förderfähigen Projektkosten, maximal 150.000 Euro pro Unternehmen, erhalten.

Interessierte Unternehmen finden weitere Informationen auf der Website der BAB für Bremen (www.bab-bremen.de) und der BIS für Bremerhaven (www.bis-bremerhaven.de). Sie können einen individuellen Beratungstermin vereinbaren und nach Einreichen der Projektskizze den Antrag digital stellen.

Ansprechpartner für die Medien:
Christopher Schönhagen, stv. Pressesprecher bei der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Tel.: (0421) 361-58276, E-Mail: christopher.schoenhagen@wht.bremen.de