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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Senatorin Röpke: Bürgerengagement als Ergänzung zu staatlichen Dienstleistungen unverzichtbar

19.05.2005

Bürgerstiftung Bremen stellt ihren Jahresbericht 2004 vor

„Bürgerschaftliches Engagement hat als Ergänzung zu staatlichen sozialen Dienstleistungen einen hohen Stellenwert, es wird in Bremen groß geschrieben und ist unverzichtbar.“ Das hat Sozialsenatorin Karin Röpke heute (19. Mai 2005) betont, als sie gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Bürgerstiftung Bremen, Dr. Hans-Christoph Hoppensack, den Jahresbericht 2004 der Stiftung vorstellte.


Mit der Gründung der Bürgerstiftung und der Kinder- und Jugendstiftung hat der Senat nach den Worten der Senatorin vor einigen Jahren wichtige Signale für die Bürgerstadt Bremen gesetzt. Seit Jahren werde auch die Freiwilligenagentur bei ihrer wichtigen und wegweisenden Arbeit unterstützt. Allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern dankte die Senatorin sehr herzlich für ihren Einsatz, ohne den es der Gesellschaft an Herz fehlen würde.


Dieses Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, von Ehrenamtlichen und Freiwilligen, dürfe jedoch ebenso wenig wie die Selbsthilfe für einen Rückzug aus der notwendigen staatlichen Daseinsvorsorge missbraucht und als Alternative dazu angesehen werden, sagte die Senatorin.


Es sei klar, dass allein die Bereitstellung dieser notwendigen sozialen staatlichen Leistungen nicht die soziale Stadt ausmache. Bürgerschaftliches Engagement könne Brücken schlagen, mitmenschliche Verantwortung beweisen und es verbinde Menschen und stärke die Gesellschaft: „Es trägt dazu bei, unseren Sozialstaat weiter zu entwickeln.“ Es gebe aber auch Grenzen. Noch so eigenverantwortliche und gemeinwesenorientierte Lebensentwürfe und Angebote der Unterstützung könnten staatliches Handeln in weiten Bereichen nicht ersetzen. Dies gelte beispielsweise für die notwendigen staatlichen Angebote an ambulanter und stationärer Versorgung älterer Menschen, den Bereich der Hilfen zur Erziehung, die adäquate Versorgung behinderter Menschen und bei der aktivierenden und unterstützenden Hilfe für arbeitssuchende Jugendliche, Männer und Frauen.


Senatorin Röpke: „Der Staat kann sich aus seiner Verantwortung für gleiche Lebenschancen und soziale Gerechtigkeit nicht zurückziehen, weder mit dem Verweis auf die vorhandene Eigenverantwortlichkeit noch auf Bürgerengagement. Im Kern geht es darum, die Eigenverantwortung des Einzelnen in ein vernünftiges Verhältnis zu sozialstaatlicher Daseinsvorsorge zu bringen.“


Der Bürgerstiftung Bremen zollte die Senatorin ein dickes Lob für die vielen guten Projekte, die seit ihrer Gründung umgesetzt oder in Angriff genommen wurden.


Dr. Hoppensack erläuterte bei der Vorstellung des Berichts, dass die Bürgerstiftung auf drei Säulen stehe, die auch für die Entwicklung unserer Stadt als Bürgerstadt wichtig seien:

  • Förderung von bürgerschaftlichem Engagement
  • Förderung von Bürgerbeteiligung
  • Konstruktiver Umgang mit Konflikten in der Stadt.

In diesem Sinne habe die Bürgerstiftung in 2004 Akzente gesetzt. Hoppensack: „Das will sie auch weiter tun. Und sie braucht dafür Unterstützung durch ganz viele andere gesellschaftliche Institutionen. Denn Bürgerinnen und Bürger können es nicht allein ‚dem Staat’ überlassen, was aus Bremen wird.“ Wer bürgerschaftliches Engagement in einer Bürgerstadt Bremen wolle, der müsse glaubhaft Zeichen setzen, dass er Bürgerinnen und Bürger für mehr und für anderes braucht, als für die Ausfüllung von Lücken. Bürgerinnen und Bürger in der Bürgerstadt, so Dr. Hoppensack, brauchten Anerkennung und mehr verantwortliche Beteiligung an der Entwicklung unserer Stadt.

PDF-Anlage: Jahresbericht 2004 der Bürgerstiftung Bremen