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Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration

Senatorin Anja Stahmann und Staatsrat Jan Fries weihen stationären Mittagstisch im Bürgerhäuschen Obervieland offiziell ein

26.11.2021

Einen stationären Mittagstisch im Bürgerhäuschen Obervieland haben Sozialsenatorin Anja Stahmann und Sozialstaatsrat Jan Fries am heutigen Freitag, 26. November 2021, um 12 Uhr eingeweiht. Der Mittagstisch ist Mitte Oktober als Pilotprojekt gestartet und wird ab Januar 2022 in die Regelförderung des Landesprogramms Lebendige Quartiere übernommen. Bis zu 20 ältere Menschen ab 60 Jahren bekommen im Bürgerhäuschen Obervieland nach Anmeldung montags, mittwochs und donnerstags ein Essen zum Preis von drei Euro. Wer mehr zahlen kann, kann freiwillig sechs Euro zahlen, eine Einkommensprüfung findet aber nicht statt. Träger des Mittagstischs ist das Bürgerhaus Gemeinschaftszentrum Obervieland e.V. unter der fachlichen Leitung von Elke Munderloh. Die Mahlzeiten werden zubereitet bei "Rotheo", einem Inklusionsbetrieb des Martinsclub Bremen e.V., der Menschen mit Beeinträchtigung den Weg auf den Arbeitsmarkt ebnet.

Sozialsenatorin Anja Stahmann: "Der Mittagstisch ist ein niedrigschwelliges Angebot zur Begegnung im Sozialraum und wirkt der Vereinsamung im Alter entgegen." Mit der wachsenden Zahl an älteren Menschen in unserer Gesellschaft müssten mehr Instrumente für Begegnungen geschaffen werden, betonte sie. Gerade Menschen mit kleinen Renten seien von Isolation und Rückzug bedroht, weil sie sich den Besuch in Cafés oder gemeinsame Ausflüge und Reisen nicht leisten könnten. So würden sie sich nach und nach immer weiter auf ihre eigene Häuslichkeit beschränken. "Wir können und wollen nicht zulassen, dass Radio, Fernsehen und vielleicht der Pflegedienst die wichtigsten oder gar die einzigen sozialen Kontakte älterer und alter Menschen werden", sagte Anja Stahmann weiter. Aus diesem Grund sei das neue Angebot in Obervieland beispielgebend auch für andere Stadtteile und finde die Unterstützung der Senatorin für Soziales aus dem Programm Lebendige Quartiere. Bis zum Jahresende werde es mit 3.500 Euro aus dem Innovationstopf gefördert, im kommenden Jahr soll es in die Regelfinanzierung übergehen und dann mit 15.000 Euro jährlich finanziert werden, ergänzte Senatorin Stahmann.

Derzeit leben nach Angaben des Statistischen Landesamts rund 145.000 Menschen über 65 Jahren im Bundesland Bremen, das sind 21,2 Prozent, davon ist jeder Dritte älter als 80. Nach aktuellen Prognosen werden im Jahr 2030 rund 25 Prozent aller Bremerinnen und Bremer über 65 Jahre alt sein.

Ansprechpartner für die Medien:
Dr. Bernd Schneider, Pressesprecher bei der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport, Tel.: (0421) 361-4152, E-Mail: bernd.schneider@soziales.bremen.de